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Tipps für die Reiseapotheke

Krank im Hotelbett statt Spaß am Strand – keine schöne Vorstellung. Deshalb gilt es, rechtzeitig vor der Reise an Medikamente und Impfungen zu denken. In die Reiseapotheke, die jeder Urlauber mit sich führen sollte, gehören unter anderem Schmerzmittel, Arzneien gegen Fieber, Durchfall und Erkältungen sowie Material zur Versorgung von Wunden.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ rät, auch an Medikamente gegen Beschwerden zu denken, unter denen man häufig leidet – wie Lippenherpes, Verstopfung oder Hämorriden. Arzneimittel, die man regelmäßig einnimmt, gehören auf Flügen ins Handgepäck, im Auto können sie unter dem Vordersitz verstaut werden.

Von ärztlich verordneten Medikamenten sollte man sicherheitshalber mehr einpacken, als für die Reisedauer nötig wäre – für den Fall, dass sich die Rückkehr unerwartet verzögern sollte. Kühlpflichtige Mittel wie Insulin am besten in einer Isoliertasche aus der Apotheke transportieren.

Die aktuelle „Apotheken Umschau“ enthält eine Checkliste „Reiseapotheke“ zum Heraustrennen, die zudem viele praktische Tipps bietet, wie sich im Urlaub Erkältung, Reisedurchfall und Sonnenbrand vermeiden lassen und ein Jetlag gemeistert werden kann.

Reiseapotheke: Medikamente gegen Insektenstiche können Leben retten

Wer sich im Urlaub viel draußen aufhält, packt üblicherweise Anti-Mückenspray in seine Reiseapotheke. Insektenschutz sollte aber über die Abwehr von Mücken hinausgehen. Denn vom Gift der Stichinsekten wie Wespen- und Bienen geht eine häufig unterschätzte Gefahr aus:

reisenKnapp drei Millionen Deutsche reagieren darauf allergisch. „Jeden Sommer sterben in Deutschland etwa 20 Personen an einem sogenannten anaphylaktischen Schock nach einem Wespen- oder Bienenstich. Wir gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt, weil die Todesursache oft nicht auf einen Insektenstich zurückgeführt wird“, erklärt Prof. Dr. Tilo Biedermann von der TU München. Der Dermatologe und Allergologe rät daher zu entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen vor und während der Reise:

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Reiseapotheke – Frauensache?

Rechnen diese Männer nicht damit, auf Reisen krank zu werden, oder überlassen sie die Vorsorge einfach ihren weiblichen Mitreisenden? Die Rede ist von den Dreien unter zehn (29,5 Prozent) Urlaubsreisenden männlichen Geschlechts, die laut einer repräsentativen Umfrage der „Apotheken Umschau“ auf eine Tour normalerweise keine Reiseapotheke mitnehmen. Bei den reisenden Frauen beträgt dieser Anteil nur 15,4 Prozent. Die übrigen 84,6 Prozent haben gewöhnlich ein Notfallset dabei, das auch in der Regel besser bestückt zu sein scheint als bei den Männern.

Jedenfalls bezeichnen Frauen etliche der in der Studie abgefragten Artikel im Vergleich häufiger als Bestandteil ihrer Reiseapotheke: Beispiele sind Mittel gegen Mückenstiche, Sonnenbrand oder Juckreiz (Männer 50,8 Prozent, Frauen 65,3 Prozent), Pflaster beziehungsweise Sprühpflaster (Männer 45,2 Prozent, Frauen 62,6 Prozent), Präparate gegen Durchfall (Männer 46,9 Prozent, Frauen 60,4 Prozent) oder Mittel gegen Schmerzen und Fieber (Männer 47,1 Prozent, Frauen 58,5 Prozent). Auch ihren Impfpass haben deutlich mehr Frauen (45,2 Prozent) als Männer (35,0 Prozent) in der Reiseapotheke dabei. Doch es gibt, wie immer, auch die berühmte Ausnahme der eben gefundenen Regel. Je nach Urlaubsort eine eventuell notwendige Malaria-Prophylaxe mit sich zu führen geben fast gleich viele der männlichen (6,3 Prozent) und weiblichen (7,9 Prozent) Urlaubsreisenden an.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.514 Personen ab 14 Jahren, die zumindest eine Urlaubsreise in den letzten zehn Jahren unternommen hatten, darunter 780 Frauen und 734 Männer.

Ich packe meinen Koffer – acht von zehn Urlaubern nehmen keine vollständige Reiseapotheke mit

Bei kleineren Übeln auf Reisen mal schnell in die Apotheke: Im Urlaub ist das manchmal schwierig, bei Trips in exotische Länder teilweise unmöglich. Außerdem sind bestimmte Medikamente in manchen Ländern nicht erhältlich oder gefälscht. Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke leistet bei kleineren Gesundheitsproblemen im Urlaub gute Hilfe. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) nehmen acht von zehn Befragten auf längeren und weiteren Reisen keine vollständige Reiseapotheke mit. Die deutliche Mehrheit ist auf solchen Reisen mangelhaft mit Verbandszeug und Medikamenten ausgestattet: Fast die Hälfte aller Befragten packt nur eine Basisausstattung mit Pflastern und ein bis zwei Medikamenten ein. Knapp jeder Vierte nimmt nicht einmal diese Dinge auf längere Reisen mit.

„Wer seine Reiseapotheke richtig zusammenstellt, kann im Urlaub viel Mühe sparen. Apotheken sind in fremden Ländern mitunter nicht einfach zu finden, Medikamente tragen im Ausland häufig andere Namen oder sind gar nicht erhältlich. Egal, wo man Urlaub macht, eine Reiseapotheke gehört ins Gepäck. Vor Reiseantritt sollte man sich in der heimischen Apotheke beraten lassen“, sagt Tim Steimle, Apotheker bei der TK.

Laut TK sollte man bei der Reiseapotheke an Folgendes denken:

   - Medikamente, die man auch in Deutschland regelmäßig einnimmt, in
     genügender Menge einpacken. Im Ausland kann es schwierig bis 
     unmöglich sein, diese Medikamente in gleicher Qualität zu 
     erhalten. Die täglich einzunehmenden Medikamente oder etwa 
     Malariatabletten gehören ins Handgepäck.
   - Auch bei Vorerkrankungen gibt es einiges zu beachten. Wenn man 
     zum Beispiel als Diabetiker Spritzen, Kanülen sowie Medikamente 
     in größerer Menge mitnehmen muss, sollte der Arzt die 
     Notwendigkeit bescheinigen. So gibt es keine Schwierigkeiten an 
     der Security oder mit ausländischen Zollbehörden.
   - Als Brillenträger an eine Ersatzbrille denken.
   - Schmerz- und Fiebermittel, Durchfallmittel und  
     Elektrolytpräparate, die den Verlust von Mineralien ausgleichen 
     sowie Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Ein mildes 
     Abführmittel gegen Verstopfungen, Desinfektionsmittel für die 
     Haut.
   - Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor,
   - Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen,
   - Pflaster und Verbandszeug,
   - Fieberthermometer, eine Schere und Splitterpinzette einpacken.

Nützliche Ergänzungen:

   - Mittel gegen Reisekrankheit.
   - Schleimlösendes Medikament bei Reizung der Atemwege.
   - Nasentropfen - besonders bei Flugreisen.
   - Präparate zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen.
   - Für Frauen gegebenenfalls Mittel gegen Pilzinfektionen der 
     Scheide.
   - Je nach Reiseziel leistet auch eine Zeckenzange gute Dienste.
   - Mittel zur Insektenabwehr.
   - Empfängnisverhütungsmittel/Kondome.

Besonders vor Fernreisen oder bei Vorerkrankungen sollte man die Zusammensetzung seiner Reiseapotheke mit dem Arzt besprechen.

Ich packe in meinen Koffer – acht von zehn Urlaubern nehmen keine vollständige Reiseapotheke mit

Bei kleineren Übeln auf Reisen mal schnell in die Apotheke: Im Urlaub ist das manchmal schwierig, bei Trips in exotische Länder teilweise unmöglich. Außerdem sind bestimmte Medikamente in manchen Ländern nicht erhältlich oder gefälscht. Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke leistet bei kleineren Gesundheitsproblemen im Urlaub gute Hilfe. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) nehmen jedoch acht von zehn Befragten auf längeren und weiteren Reisen keine vollständige Reiseapotheke mit. Die deutliche Mehrheit ist auf solchen Reisen mangelhaft mit Verbandszeug und Medikamenten ausgestattet: Fast die Hälfte aller Befragten packt nur eine Basisausstattung mit Pflastern und ein bis zwei Medikamenten ein. Knapp jeder Vierte nimmt nicht einmal diese Dinge auf längere Reisen mit.

„Wer seine Reiseapotheke richtig zusammenstellt, kann im Urlaub viel Mühe sparen. Apotheken sind in fremden Ländern mitunter nicht einfach zu finden, Medikamente tragen im Ausland häufig andere Namen oder sind gar nicht erhältlich. Egal, wo man Urlaub macht, eine Reiseapotheke gehört ins Gepäck. Vor Reiseantritt sollte man sich in der heimischen Apotheke beraten lassen“, sagt Tim Steimle, Apotheker bei der TK.

Laut TK sollte man beim Zusammenstellen der Reiseapotheke generell an Folgendes denken:

   - Medikamente, die man auch in Deutschland regelmäßig einnimmt, in
     genügender Menge einpacken. Im Ausland kann es schwierig bis
     unmöglich sein, diese Medikamente in gleicher Qualität zu
     erhalten. Die täglich einzunehmenden Medikamente oder etwa
     Malariatabletten gehören ins Handgepäck.
   - Auch bei Vorerkrankungen gibt es einiges zu beachten. Wenn man
     zum Beispiel als Diabetiker Spritzen, Kanülen sowie Medikamente
     in größerer Menge mitnehmen muss, sollte der Arzt die
     Notwendigkeit bescheinigen. So gibt es keine Schwierigkeiten an
     der Security oder mit ausländischen Zollbehörden.
   - Als Brillenträger an eine Ersatzbrille denken.
   - Schmerz- und Fiebermittel, Durchfallmittel und

Elektrolytpräparate, die den Verlust von Mineralien ausgleichen sowie Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Ein mildes Abführmittel gegen Verstopfungen, Desinfektionsmittel für die Haut.

   - Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor,
   - Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen,
   - Pflaster und Verbandszeug,
   - Fieberthermometer, eine Schere und Splitterpinzette einpacken.

Nützliche Ergänzungen:

   - Mittel gegen Reisekrankheit.
   - Schleimlösendes Medikament bei Reizung der Atemwege.
   - Nasentropfen - besonders bei Flugreisen.
   - Präparate zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen
     (Sportsalben).
   - Für Frauen gegebenenfalls Mittel gegen Pilzinfektionen der
     Scheide.
   - Je nach Reiseziel leistet auch eine Zeckenzange gute Dienste.
   - Mittel zur Insektenabwehr.
   - Empfängnisverhütungsmittel/Kondome.

Besonders vor Fernreisen oder bei Vorerkrankungen sollte man die Zusammensetzung seiner individuellen Reiseapotheke mit dem Arzt besprechen. Versicherte der TK können sich außerdem jederzeit Rat bei einem reisemedizinischen Experten des kostenlosen TK-ReiseTelefons (telefonisch aus dem Ausland: +49 – 40 – 85 50 60 60 70 oder innerhalb Deutschlands: 040 – 85 50 60 60 70) holen. Die Experten helfen auch bei Notfällen am Urlaubsort und nennen den nächsten deutsch- oder englischsprachigen Arzt oder etwa die nächste Klinik. Auf Wunsch rufen die Fachleute vom TK-ReiseTelefon auch im Ausland zurück.

Zum Hintergrund:

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) eine bevölkerungsrepräsentative Befragung zum Thema „Sommer – Gut vorbereitet in den Urlaub?“ durchgeführt. Forsa befragte dazu insgesamt 1.020 deutschsprachige Personen ab dem 18. Lebensjahr.

Für den Notfall immer einpacken: die Reiseapotheke

Für über die Hälfte der Deutschen heißt es auch im Jahr 2009 wieder: Ich packe meinen Koffer… Egal ob es zum Wanderurlaub in die Alpen, mit dem Flugzeug nach Asien oder zum Baden ans Meer geht – die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt, immer eine Reiseapotheke mit einzupacken. Sie hilft bei kleineren Gesundheitsproblemen im In- und Ausland.

Zur Grundausstattung gehören Sonnenschutzmittel, Insektenschutz, Pflaster und Verbandszeug, eine Splitter-Pinzette, eventuell Verhütungsmittel sowie ein Fieberthermometer. Außerdem sollten in der Reiseapotheke Schmerz-, Fieber- und Durchfall-Mittel nicht fehlen. Bei Verletzungen hilft ein Desinfektionsmittel, bei Sportunfällen ist ein Präparat gegen Prellungen und Zerrungen gut. Je nach Bedarf können auch schleimlösende Medikamente, wenn die Atemwege gereizt sind, und ein mildes Abführmittel gegen Verstopfungen nötig sein.

Was genau in die Reiseapotheke gehört, hängt immer davon ab, wohin die Reise geht. Wer täglich Medikamente nimmt, sollte einen ausreichenden Vorrat mitnehmen. Damit bei den Zollbehörden keine Probleme auftreten, sollten sich Auslandsreisende eine Bescheinigung vom Arzt ausstellen lassen, wenn sie große Mengen an Medikamenten, Spritzen und Kanülen benötigen.

Reiseapotheke: Individuell zusammenstellen statt fertiges Paket kaufen

Erkältung, starker Sonnenbrand oder Magen-Darm-Erkrankungen: Fast die Hälfte aller Urlauber aus Deutschland ist während der Ferienreise schon einmal krank geworden. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag der DAK. Die Gesundheitsfachleute von TÜV Rheinland empfehlen deshalb, dass zur Urlaubsvorbereitung in jedem Fall die sorgfältige Zusammenstellung der Reiseapotheke gehören muss: „Am besten die Medikamente sorgfältig selbst auswählen und sich nicht auf ein fertiges Paket aus der Apotheke verlassen“, rät Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland. „Jeder kennt seine persönlichen Gesundheitsprobleme selbst am besten und weiß, welche Medikamente er bei Beschwerden gut verträgt.“ Wer sich bei der Zusammenstellung unsicher ist, sollte auf jeden Fall seinen Hausarzt um Rat fragen.

Zur Grundausstattung einer guten Reiseapotheke gehören Pflaster in verschiedenen Größen sowie eine Schere und eine Pinzette. Ebenfalls unentbehrlich: eine desinfizierende Wundsalbe, ein kühlendes Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen, Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer sowie Medikamente gegen Fieber und Schmerzen. „Um Infektionen oder Durchfall durch Bakterien in verunreinigter Nahrung, insbesondere Speiseeis, vorzubeugen, sollten Urlauber außerdem ein Durchfallmittel im Gepäck haben“, empfiehlt Dr. Roth. „Das hilft Betroffenen, den Verlust von Flüssigkeit wieder auszugleichen.“

Bei Vorerkrankungen – wie zum Beispiel Diabetes – sollte der Reisende dafür sorgen, dass er das regelmäßig notwendige Medikament in ausreichender Menge bei sich hat. Denn in anderen Ländern kann es oft problematisch sein, dies in gleicher Qualität zu erhalten. „Außerdem sollte der Hausarzt die Notwendigkeit dieser Medikamente zusätzlich bescheinigen“, sagt die Expertin. „Auf diese Weise vermeiden Reisende eventuelle Schwierigkeiten mit ausländischen Zollbehörden oder bei der Gepäckkontrolle.“ Wichtig für Familien mit Kindern: die Telefonnummer des Kinderarztes, damit er im Notfall kontaktiert werden kann. Außerdem am besten vor der Reise Adressen von deutschsprachigen Ärzten beim jeweiligen Reiseveranstalter oder Konsulat heraussuchen.

Was alles in die Reise- und auch in die Hausapotheke gehört

Weihnachtszeit ist für viele auch Urlaubszeit. Aber egal ob Schwarzwald-Urlaub oder Südsee-Reise, eine Reiseapotheke sollte man immer dabei haben. Was alles in die Reise- und auch in die Hausapotheke gehört – dazu hat unsere Reporterin Katrin Müller Apothekerin Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) befragt.

1. Was gehört denn alles in die Reiseapotheke?

Ja auf jeden Fall alles, was eben schnell mal gebraucht wird, um kleinere Wehwehchen zu behandeln, empfiehlt Apothekerin Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände:

„Prinzipiell sollte man in der Reiseapotheke die Sachen haben, die für eine akute Krankheit wichtig sind, wie zum Beispiel Schmerzmittel, was gegen Halsschmerzen, was gegen Insektenstiche.“

Die genaue Zusammensetzung hängt aber natürlich auch davon ab, wohin die Reise gehen soll. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Reiseapotheke schnell griffbereit ist, sagt Ursula Sellerberg:

„Die Reiseapotheke gehört ganz klar ins Handgepäck, weil Koffer können verloren gehen.“

Ja und wer sich nicht sicher ist, wie er seine persönliche Reiseapotheke zusammenstellen soll, der kann sich dazu auch vom Apotheker beraten lassen.

2. Wie sieht es bei der Hausapotheke aus – was sollte darin nicht fehlen?

Ja mit der Hausapotheke verhält es sich ähnlich wie mit der Reiseapotheke. Auch sie sollte auf schnelles Handeln ausgelegt sein, rät Apothekerin Sellerberg:

„In der Hausapotheke sollte man alles das haben, was man schnell mal braucht, also zum Beispiel Schmerzmittel.“

Es kommt natürlich auch darauf an, welche persönlichen gesundheitlichen Schwachstellen man hat, sagt Ursula Sellerberg:

„Das sammelt sich im Laufe der Zeit ja so an und deswegen ist es ganz wichtig, die Hausapotheke auch regelmäßig zu kontrollieren und das, was nicht mehr verwendbar ist, dann auch wegwerfen.“

Also, die Hausapotheke öfter mal auf abgelaufene Arzneimittel überprüfen und durch neue Medikamente aus der Apotheke ersetzen.

3. Wo sollte ich meine Hausapotheke denn am besten aufbewahren?

Ja, das habe ich mich auch gefragt. Ich hätte die Hausapotheke prompt im Badezimmer angebracht. Da gehört sie laut Apothekerin Sellerberg aber definitiv nicht hin:

„Idealerweise sollte man die Hausapotheke im Schlafzimmer oder im Flur aufbewahren. Da sind relativ konstante Temperaturen und es ist nicht so eine hohe Luftfeuchtigkeit wie im Badezimmer oder in der Küche.“

Ja und übrigens wer seine Hausapotheke mal kräftig ausmisten will, der sollte alte Medikamente nicht einfach in den Mülleimer werfen, rät Apothekerin Sellerberg:

„Man kann Arzneimittel mit dem Hausmüll entsorgen, das ist rechtlich zulässig. Ich würde aber empfehlen, es in der Apotheke abzugeben und die Apotheke entsorgt es dann fachgerecht.“

Ja und wer schon mal in der Apotheke ist, um alte Medikamente abzugeben, der kann bei der Gelegenheit auch gleich seine Hausapotheke auffrischen.

Vor dem Urlaub Reiseapotheke kontrollieren

Vor dem Reiseantritt sollten Urlauber ihre Reiseapotheke kontrollieren. Was neben den individuellen Arzneimitteln in die Reiseapotheke gehört, hängt vom Reiseziel und der Art des Urlaubs ab. Deshalb sollte man sich vor jeder Reise individuell in der Apotheke beraten lassen. „Besonders bei Fernreisen müssen Reisende mit einer schlechteren medizinischen Infrastruktur rechnen. Zudem sind in einigen Ländern, etwa in Südostasien oder Afrika, Arzneimittel-Fälschungen weit verbreitet“, sagt Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Grundsätzlich gehört die Reiseapotheke ins Handgepäck, denn Koffer können verloren gehen. Bei einer Flugreise dürfen wegen der Sicherheitsvorschriften im Handgepäck nur geringe Mengen an Tropfen, Säften oder Salben mitgenommen werden. Wer starke Schmerzmittel oder andere Betäubungsmittel mitnimmt, sollte sich beim Arzt für den Zoll eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen. Vor der Reise sollte man außerdem kontrollieren, ob die Verfallsdaten der mitgenommenen Medikamente noch nicht überschritten sind. „Wer seine Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen muss, etwa die Antibabypille oder Insulin, bekommt in der Apotheke hilfreiche Tipps für eine Fernreise mit Zeitverschiebung“, so Schulz.

Reiseübelkeit bei Kindern rechtzeitig vorbeugen

Bei Kindern können die Auto-, Schiff- oder Busfahrt sowie der Flug in den Urlaub Übelkeit und Erbrechen verursachen. Häufig lässt sich deren Entstehung verhindern, wenn Kinder während der Autofahrt auf den Horizont sehen statt in ein Buch oder auf einen Spielcomputer. Im Bus sollten sie vorne, auf einem Schiff in der Mitte sitzen.

Gegen Reiseübelkeit gibt es in der Apotheke verschiedene rezeptfreie Arzneimittel, die auch für Kinder geeignet sind. Dazu gehören Antihistaminika, die als Zäpfchen, Kaugummis oder Tabletten verfügbar sind. „Alle Medikamente gegen Reiseübelkeit sollten bereits vor Reiseantritt angewendet werden“, so Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Weiterhin werden bei Kleinkindern Homöopathika und bei Kindern ab 6 Jahren Kapseln mit Ingwerextrakt eingesetzt.