Keine Angst vor Schilddrüsenoperationen - Moderne Methoden verringern Risiken

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Gerade in Deutschland zählen Fehlfunktionen der Schilddrüse zu den weit verbreiteten Erkrankungen. Pro Jahr führen Ärzte hierzulande circa 100.000 Schilddrüsenoperationen durch. In gesundem Zustand wandelt die schmetterlingsförmige, im Halsbereich befindliche Drüse Jod in die Hormone T3 und T4 um. „Da diese Hormone eine wichtige Rolle bei Stoffwechsel und Wachstum spielen, wirkt sich eine Erkrankung der Schilddrüse schnell auf den gesamten Organismus aus“, erklärt Dr. Norbert Grünewald, Chirurg in der Gemeinschaftspraxis Dr. Grünewald und Dr. Menzel und Belegarzt an der Paracelsus-Kurfürstenklinik Bremen. Unter anderem kann es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse oder zur Bildung von Knoten kommen. Häufig bildet sich in diesem Fall ein Kropf im Halsbereich. Liegt bei gutartigen Vergrößerungen Jodmangel als Ursache vor, bietet sich oft eine medikamentöse Behandlung an. Zeigt eine solche Therapie keine Wirkung, lässt sich störendes Gewebe chirurgisch entfernen.

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Schilddrüsen-Präparate morgens nüchtern einnehmen

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Schilddrüsenhormone sollten morgens nüchtern eingenommen werden. Die gesamte Tagesdosis wird am besten mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück unzerkaut mit einem Glas Leitungswasser eingenommen. “Wird dieser Abstand zu Nahrungsmitteln und Getränken wie Mineralwasser nicht eingehalten, ist eine verminderte Wirkung der Hormone möglich”, so Professor Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Pharmazie des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts e.V. (DAPI). Die Arzneimittel werden bei einer Unterfunktion der Schilddrüse eingesetzt und ersetzen körpereigene Hormone. Sie werden in der Regel langfristig verordnet.

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