Tipps zum Schulstart: Wie sitzt der Schulranzen richtig?

Wenn die Einschulungen der 1. Klassen stattfinden, sind Federtasche, Brotdose und Schnellhefter bereits seit langem gekauft und stolz im Ranzen verstaut. Doch bald schon kommen Bücher, Mappen und Hefte hinzu, der Ranzen wird schwerer. Und so sorgen sich viele Eltern jedes Jahr aufs Neue um die Gesundheit ihrer Kinder.

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Schwere Ranzen – schwache Schultern: Sieben von zehn Kindern klagen über schwere Schultasche

Lesebuch und Atlas, Pausenbrot, Trinkflasche und Turnbeutel: Kleine ABC-Schützen haben von Beginn an ordentlich zu schleppen. Mit dem Satz „Mama – fährst Du mich, mein Ranzen ist so schwer!“ versuchen deshalb viele Kinder allmorgendlich, sich vor der Last zu drücken. Sieben von zehn Schulkindern haben sich nach Aussage ihrer Eltern schon über das Gewicht ihres Schulranzens beschwert. Das zeigt eine Elternumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). „Doch das bequeme Auto löst das Problem nicht“, sagt TK-Arzt Dr. Thomas Ruprecht. Besser sei ein leichter, rückenschonender, DIN-geprüfter Ranzen. Außerdem sollten Eltern den Tornister regelmäßig mit ihren Kindern zusammen ausmisten, damit unnötiges Gewicht zu Hause bleibt.

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Schulranzen: Inhalt und Sitz regelmäßig kontrollieren

Bücher, Hefte, Pausenbrot, dazu noch die volle Trinkflasche – schon die kleinen i-Dötzchen machen sich morgens mit einem prall gefüllten Ranzen in Richtung Schule auf. „Doch Vorsicht!“, warnt Dieter Knape von TÜV Rheinland. Der Experte prüft Schulranzen und vergibt das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. „Auch bei kräftigen Kindern gehört in den Schulranzen nur das hinein, was tatsächlich im Unterricht gebraucht wird.“ Denn ist der Tornister zu schwer, drohen Haltungsschäden, die später kaum noch zu korrigieren sind. Als Faustregel gilt: Das Höchstgewicht des Schulranzens samt Inhalt darf maximal zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts betragen. Bei einem 30 Kilogramm schweren Erstklässler also höchstens drei bis 3,6 Kilo.

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Mit gesundem Rücken die Schulbank drücken

Ab dem ersten Schultag ändert sich vieles für die kleinen ABC-Schützen – vor allem das Sitzverhalten. Mit Eintritt in das Schulalter erhöht sich das Risiko für Muskelverspannungen, Haltungsschäden und krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule um ein Vielfaches. „Gerade während der jungen Jahre prägen entscheidende Entwicklungsprozesse die gesunde Rückenhaltung“, erläutert Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. Doch nicht nur das lange Sitzen, sondern auch zu schwere Schulranzen, Bewegungsmangel und vor allem falsche Sitzhaltungen machen dem Rücken der Schulanfänger zu schaffen. Insbesondere im Grundschulalter befinden sich die Knochen noch in einem verformbaren Zustand – die Muskulatur besitzt keine große Kraft. Viele der Kinder, die bereits im jungen Alter Haltungsschäden aufweisen, kämpfen oftmals auch in späteren Jahren verstärkt mit Rückenbeschwerden.

Mit einfachen Tipps Haltungsschäden vorbeugen

Meist helfen schon kleine durchdachte Maßnahmen, die dem Kind im wahrsten Sinne des Wortes während der Schulzeit den Rücken stärken. Zusätzlich zur erhöhten Sitzbelastung begleitet die Kids tagtäglich ein oftmals viel zu schwerer Schulranzen. „Wenn ein Kind mehr als 10 bis 15 Prozent seines eigenen Körpergewichtes auf dem Rücken trägt, dann bleiben Schmerzen und Verspannungen häufig nicht aus“, weiß Dr. Schneiderhan. Aber auch auf eine richtige Tragehaltung kommt es an, damit einer gesunden Entwicklung des Rückens nichts im Wege steht. Erste Voraussetzung dafür: Mit ergonomisch geformtem Rückenteil, das der natürlichen Form der Wirbelsäule entspricht, gestaltet sich das Tragen der Schulsachen erheblich leichter. Bei einem geeigneten Ranzen bleiben asymmetrische Belastungen aus, die besonders durch das Tragen von Umhängetaschen schädlich auf das Rückgrat der Kinder einwirken. Nur stabile und gleichzeitig leichte Tornister, die in Schulterhöhe abschließen und das Gewicht gleichmäßig auf den Rücken verlagern, erweisen sich im Schulalltag als sinnvoll.
Neben den Ratschlägen für ein gesundes Tragen gilt es, auch darauf zu achten, dass die Kinder am Tag genügend Bewegung erfahren. „Wenn ein Kind sich täglich ausgiebig bewegt, dann kräftigt es dabei die Muskeln und Knochen. Dementsprechend verbessert sich die Belastungsverträglichkeit“, erklärt der Experte. Doch Muskelkraft alleine reicht nicht aus. Bei der Rückenschonung kommt es auch auf die richtige Sitzhaltung an. Denn während des Sitzens stehen die Bandscheiben unter doppelt so starker Belastung wie im Stehen. „Durch eine aufrechte Sitzhaltung lässt sich der Druck auf die Wirbelsäule reduzieren. Ruhig dürfen Kinder – und sie sollten dies sogar auch – auf den Stühlen ein wenig hin und her rutschen“, rät Dr. Scheiderhan. Jede Bewegung des Rückens ermöglicht eine bessere Nährstoff- und Blutversorgung der Wirbelsäule und Bandscheiben.

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ABC-Schützen brauchen Kontrolle beim Packen der Schultasche

Schon Erstklässler tragen oft zu schwere Schultaschen. „Maximal zwölf Prozent des eigenen Körpergewichts soll ein ABC-Schütze auf den Rücken nehmen“, sagt der Kinderarzt Dr. Andreas Busse im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Bei einem Schulanfänger, der 20 Kilogramm auf die Waage bringt, sind das gerade mal 2,4 Kilogramm. „Eltern sollten daher den Inhalt der Schultasche täglich prüfen“, so der Kinderarzt.

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Schulbedarf: Gefährliche Chemikalien im Ranzen

Füller, Buntstifte, Malkasten und Co.: Die Liste der Schulausrüstung für Erstklässler ist lang. Beim Einkauf sollten Eltern die Qualität nicht vernachlässigen. Denn auch Stifte, Lineal und Radiergummi können hohe Anteile chemischer Stoffe enthalten, die für die Kinder auf Dauer gesundheitsschädigend sind. „Kinder reagieren viel empfindlicher auf chemische Zusätze in Produkten als Erwachsene“, sagt Gunther Bier von TÜV Rheinland. Eltern sollten nicht wahllos einkaufen, sondern beim Schulbedarf am besten auf Produkte achten, die unabhängig kontrolliert wurden. Prüfzeichen wie das „PROOF-Siegel“ von TÜV Rheinland oder „LGA tested“ von TÜV Rheinland LGA geben darauf einen Hinweis.

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Richtiger Sitz bei Schulranzen genauso wichtig wie das Gewicht

Eine aktuelle Studie der Universität Saarbrücken zeigt, dass weniger das Gewicht als der falsche Sitz von Schulranzen problematische Auswirkungen auf den Kinderrücken haben kann. Beim Kauf eines neuen Ranzens sollten Eltern deswegen besonders auf die eingesetzte Tragelösung achten. Die Schulranzen von Tatonka sind mit dem selbst entwickelten School X-Vario-Tragesystem ausgestattet. Es lässt sich exakt auf Größe und Statur des Kindes einstellen und wächst vom ersten bis zum vierten Schuljahr mit.

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