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Fünf Hebammentipps für den Weg zur achtsamen Geburt

Achtung steckt in dem Begriff Achtsamkeit, die uns heute fast überall begegnet. In Form von Seminaren, Büchern und Magazinen wird sie uns angeboten, damit wir (wieder) lernen, achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen. Wenn neues Leben entsteht und aus einem Paar Eltern werden, ist besondere Achtsamkeit erforderlich. Susanne Lewerenz, als Hebamme über 30 Jahre in der Schwangerenbegleitung und Geburtshilfe tätig sowie fachliche Beraterin bei Seracell, gibt Tipps für Schwangere, wie Achtsamkeit trainiert werden kann, um das Vertrauen in die eigene Kraft des Körpers zu stärken und so die Geburt angstfrei zu erleben.

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Stress im Mutterleib

Wie ein Mensch auf Stress reagiert, wird zum Teil schon im Mutterleib geprägt. War die Mutter in der Schwangerschaft oft unter Druck, kann das Kind später eher unruhig und weinerlich reagieren oder häufiger und schlechter schlafen als andere, erklärt Dr. Margarete Bolten von der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik der Universität Basel im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

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Was Schwangeren und Stillenden zum Kaffeekonsum geraten wird

Den schlechten Ruf, den Kaffee lange hatte, konnten zahlreiche Studien in der Vergangenheit widerlegen. Für Schwangere gelten aber doch Verzehrempfehlungen, da Ungeborene und Babys über den Kreislauf der Mutter beziehungsweise über die Muttermilch mittrinken. Das Kind nimmt in der Gebärmutter genausoviel Koffein auf wie die Mutter. Je mehr diese trinkt, desto höher ist das Risiko einer Frühgeburt, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ unter Berufung auf dänische Forscher.

Drei kleine Tassen Kaffee, maximal 300 Milligramm Koffein, seien in Ordnung. sagen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dasselbe empfehlen sie stillenden Müttern. Da Koffein in die Muttermilch übergeht, kann er für Bauchweh oder Unruhe sorgen. Gut, wenn Mütter ihren Kaffee deshalb direkt nach dem Stillen trinken, dann ist die Wirkung bis zur nächsten Muttermilchmahlzeit am geringsten.

Immer weniger Schwangerschaftsabbrüche

Immer weniger Frauen in Deutschland entscheiden sich Für einen Schwangerschaftsabbruch. Der Abwärtstrend hält seit rund zehn Jahren an. Im zweiten Quartal 2014 ließen rund 24500 Frauen einen Abbruch durchführen. Das sind 4,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

Nur noch etwa drei Prozent der Schwangeren, die sich für einen Abbruch entschieden, waren minderjährig. Laut einer Einschätzung des Beratungsverbands Pro Familia sind die Sexualaufklärung in der Schule, verlässliche Informationen über Sexualität und Verhütung sowie der Zugang zu Verhütungsmitteln die Gründe für den steten Rückgang.

Schwangere mit Übergewicht werden häufig falsch versorgt

Wenn adipöse Frauen schwanger werden, versuchen sie meist, ihr Gewichtsproblem auszublenden. Auch die betreuenden Hebammen und GynäkologInnen klammern das Thema häufig aus, stellte Dr. Katja Makowsky in einer qualitativen Studie fest und kommentiert: „Das Ausblenden der Adipositas aus dem geburtshilflichen Kontext ist als unzureichende Versorgung anzusehen, da betroffene Frauen auf diese Weise keine adäquate Unterstützung erfahren.“

Die Vorstellungen von Hebammen und GynäkologInnen „lassen meist eine fehlende Auseinandersetzung mit Adipositas als chronischer Erkrankung erkennen. Kritiklos wurden einseitige und teilweise veraltete Vorstellungen und Vorurteile zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Adipositas übernommen, die psychologischen Faktoren einen hohen Stellenwert beimessen. Neuere Erkenntnisse der Adipositasforschung scheinen der Professionellen in der geburtshilflichen Versorgung bislang weitgehend unbekannt. …

In Abhängigkeit von subjektiven Vorstellungen betreuender Professioneller zeigt sich eine Überversorgung adipöser Frauen mittels diagnostischer Maßnahmen und technischer Interventionen bei gleichzeitiger Vernachlässigung psychischer Aspekte.“ Die Autorin schließt aus ihrer Studie, „dass sich die Versorgung adipöser Frauen in der Geburtshilfe einseitig an der Vermeidung von Komplikationen, nicht aber an den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerungsgruppe orientiert.“

Der Pragmatismus der meisten HelferInnen wird am Statement eines Arztes deutlich: Ihm sei die „Dicke, die zwar Risiken mitbringt, sich aber an die Anweisungen hält, lieber als die schlanke Rechtsanwältin, die alles hinterfragt und den ärztlichen Rat nicht befolgt.“

Buchtipps:

Schwanger werden in der Stillzeit?

Viele Mütter, die voll stillen, haben keine Periode. Können sie in dieser Zeit auf Verhütung also verzichten? Keineswegs, es besteht auch dann die Möglichkeit, dass sie schwanger werden. Zwar sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung, aber garantieren lässt sich das nicht. „Alle Paare sollten sechs Wochen nach der Geburt wieder verhüten“, sagt Dipl.-Med. Dörte Meisel im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Wichtig sei, dass die Verhütung keinen Einfluss auf die Milchbildung hat, so die Gynäkologin aus Wettin-Löbejün, die auch dem Berufsverband der Frauenärzte in Sachsen-Anhalt vorsteht. Deshalb kommen etwa Barrieremethoden wie Kondom und Diaphragma infrage. Geeignet sind auch die Minipille mit Gestagen und eine Spirale.

Tipps gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangerschaftsbeschwerden gehören zu den Schattenseiten einer Schwangerschaft. Nahezu jede Frau sieht sich während der Schwangerschaft mit Beschwerden konfrontiert. Volker Kittlas, Arzt und Gesundheitsredakteur von Deutschlands größten chirurgischen Gesundheitsportal (www.chirurgie-portal.de), erklärt, welche Schwangerschaftsbeschwerden häufig sind und was Frauen dagegen tun können.

Übelkeit und morgendliches Erbrechen
70 bis 80 Prozent aller Schwangeren leiden in der frühen Phase der Schwangerschaft unter Übelkeit. Manchmal kommt es zum Erbrechen. Mit einigen Tipps können Sie die Übelkeit gezielt bekämpfen. Nehmen Sie über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich und vermeiden Sie große, reichhaltige Portionen. Mit Gymnastikübungen regen Sie den Kreislauf an und helfen ihrem Körper, die Übelkeit besser zu verkraften. Auch Akupressur, Akupunktur und homöopathische Mittel können helfen. Informieren Sie sich beim behandelnden Arzt.

Sodbrennen
In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft leiden viele Frauen an Sodbrennen, vor allem nach reichhaltigem Essen. Schwangerschaftsbedingt wird der Magen nach oben gedrückt und der Magenschließmuskel ist etwas schlaffer. Der saure Magensaft fließt in die Speiseröhre zurück und verursacht Sodbrennen. Gegen das Sodbrennen können Sie etwas tun. Beugen Sie Sodbrennen vor, indem Sie mit etwas erhöhtem Oberkörper schlafen. Essen Sie häufiger, dafür aber sehr kleine Portionen. Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten Tee. Wenn Ihnen diese Tipps nicht helfen, konsultieren Sie Ihren Frauenarzt, der Ihnen mit geeigneten Medikamenten helfen kann.

Verstopfung
In der Schwangerschaft kommt es häufig vor, dass der Darm träge wird. Der hohe Hormonspiegel führt dazu, dass die Darmtätigkeit reduziert wird. Eine falsche Ernährung und zu geringe Flüssigkeits- und Ballaststoffaufnahme begünstigen eine Verstopfung. Ernähren Sie sich ballaststoffreich mit Vollkornprodukten, Rohkost oder Dörrpflaumen. Ballaststoffe alleine reichen aber nicht aus. Trinken Sie regelmäßig und viel, vor allem im Sommer. Auch Bewegung hilft ihrem Körper wieder fit zu werden. Vermeiden Sie Abführmittel.

Schlafstörungen
Gegen Ende der Schwangerschaft leiden viele Frauen an Schlafstörungen. Rückenschmerzen und Wadenkrämpfe und ein dicker Bauch lassen eine bequeme Schlafposition nicht mehr zu. Trinken Sie nachmittags und abends keinen Kaffee oder schwarzen Tee mehr. Bleiben Sie aktiv und gehen Sie abends spazieren, damit ihr Körper in Bewegung bleibt. Machen Sie Entspannungsübungen bevor Sie schlafen gehen. Trinken Sie schlaffördernde Tees mit Baldrian, Hopfen oder Melisse.

Schwangerschaftsbeschwerden sind häufig, aber lassen sich gut behandeln.

Mehr Sonnenschutz für Schwangere

Manchen Schwangeren machen plötzlich dunkler werdende Sommersprossen oder Muttermale zu schaffen, eine Folge des vermehrt produzierten Hautfarbstoffs Melanin. Auch um Mund um Augen können dunkle Flecken entstehen. Dies sind Gründe, auf Sonnenbäder zu verzichten und ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor zu benutzen, das UV-A- und UV-B-Strahlen abschirmt, rät das Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Für Schwangere eignen sich Produkte mit mineralischen Filtern, die einen schützenden Film auf der Haut bilden. Sie wirken sofort nach dem Auftragen.

Genauerer Baby-Ultraschall soll kommen

Das Ultraschall-Screening Schwangerer ist hierzulande nicht mehr zeitgemäß. „Die Entdeckungsraten für Fehlbildungen sind in Deutschland gering im Vergleich zu anderen europäischen Ländern“, bemängelt Professor Dr. med. Ulrich Gembruch, Direktor der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Universitätsklinikum Bonn, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Abhilfe ist aber in Sicht. In Zukunft soll in der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche eine Ultraschalluntersuchung angeboten werden, die nach einer Checkliste systematisch die Organe des Ungeborenen untersucht.

Schwangere können dann entscheiden, wie genau sie den Check wünschen, denn auch das Recht auf Nichtwissen etwaiger Missbildungen respektieren die Mediziner. Die Ultraschall-Untersuchung nach Checkliste bedarf allerdings auch einer gewissen Erfahrung des Frauenarztes. Besonders geschulte Untersucher können die DEGUM-Qualifikationsstufe I, II oder III vorweisen.

Was Schwangere bei Flugreisen beachten müssen

Bis zur 36. Schwangerschaftswoche nehmen die meisten Fluggesellschaften werdende Mütter im Flieger mit. Auf ein Problem schon in der frühen Schwangerschaft allerdings macht der Hamburger Frauenarzt Professor Dr. med. Frank Nawroth im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ aufmerksam: Das Thrombose-Risiko sei nicht zu unterschätzen. Schwangere sollen deshalb auf jeden Fall Kompressionsstrümpfe tragen.

„Bei Flügen, die länger als vier bis sechs Stunden dauern, kann der Arzt eine Thrombose-Spritze geben, um das Risiko zu verringern“, so Nawroth. Ansonsten bergen Flugreisen kaum Risiken. Ein Zusammenhang mit Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft sei nicht eindeutig belegt.