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Herzkranke Kinder und Jugendliche bei Hitze schützen

Jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren. Hohe Temperaturen führen zu großen Belastungen für das Herz. Damit Kinder und Jugendliche – mit angeborenen Herzfehlern oder anderen chronischen Krankheiten, aber auch gesunde – die heißen Tage gut überstehen, gibt der Bundesverband Herzkranke Kinder (BVHK) Tipps:

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Wie Eltern ihre Kinder vor Sonnenstich und Hitzschlag bewahren können

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Um das Risiko eines Sonnenstichs oder Hitzschlags zu minimieren, gehören kleine Kinder im Hochsommer zwischen 11 und 16 Uhr nicht in die pralle Sonne – nicht einmal für wenige Minuten. Darauf weist das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ hin. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützt vor Sonnenbrand, nicht aber vor einem Sonnenstich. Je jünger das Kleine ist, desto gefährlicher sind Hitzeschäden.

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Ein paar nützliche Tipps für heiße Sommernächte

Wenn im Hochsommer auch nachts die Temperatur nicht sinken will, soll es im Bett ausnahmsweise mal kühl sein. Daran sollte man schon morgens denken, die Sonne bei herabgelassenen Jalousien aussperren und erst vor dem Schlafen einmal das Haus komplett durchlüften, rät das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Bettwäsche und Schlafanzug aus Baumwolle, Seide oder Leinen sind dann am angenehmsten. Und kommt es ganz schlimm, kann eine wassergefüllte Wärmflasche aus dem Kühlschrank helfen. Oder man senkt die Körpertemperatur vorsorglich durch eine lauwarme, nicht zu kalte Dusche. Nicht abtrocknen, sondern die Restfeuchte auf dem Körper verdunsten lassen. Eine kühlende Lotion mit Minzeextrakten ist dann das Tüpfelchen auf dem i – besonders, wenn sie vorher 15 Minuten im Kühlschrank gelegen hat.

Sommerhitze: Zehn „goldene Regeln“

Die Notaufnahmen der Asklepios Kliniken rechnen mit einem verstärkten Aufkommen von Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dabei die typischen Symptome. Der Deutsche Wetterdienst hat für den größten Teil Deutschlands Hitzewarnungen herausgegeben. Vor allem im Süden werden bis Mitte der Woche Temperaturen bis zu 36 Grad erwartet. Bei einer solchen Wetterlage, wenn sie etwas länger anhält, wird erfahrungsgemäß etwa jeder zehnte Patient ein Hitzepatient sein. In den vergangenen Jahren kamen zeitweise sogar bis zu 25 Prozent der Notfall-Patienten hitzebedingt in die Notaufnahme.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung auf den Kopf“, warnt Prof. Dr. Heinzpeter Moecke, Leiter des Instituts für Notfallmedizin (IfN) der Asklepios Kliniken in Hamburg. Der Mangel an Flüssigkeit im Körper ist dabei Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme und einem großem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. „Die Patienten klagen dann über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und allgemeines Unwohlsein. Aber auch eine Bewusstseinstrübung kann eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein“, so Professor Moecke. Insbesondere kleine Kinder sowie alte und kranke Menschen müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein, warnt der Notfall- und Intensivmediziner. Die zehn „goldenen Regeln“ der Mediziner

Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps haben die Experten der Asklepios Kliniken:

   1. Tragen Sie luftige Kleidung!
   2. Halten Sie sich in kühlen Räumen auf!
   3. Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung!
   4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z.B. bei der 
      Arbeit im Garten)!
   5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie 
      Siesta!
   6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst
   7. Trinken Sie mehr als sonst, "immer über den Durst", aber keinen
      Alkohol!
   8. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium. Deshalb ist es 
      ratsam, natriumreiches Mineralwasser zu trinken und sich eine 
      Extraprise Kochsalz zu gönnen.
   9. Tragen Sie eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne 
      unterwegs sind.
   10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten 
       Auto zurück.

Hintergrund

Kleine Kinder und ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverlust, z. B. durch Schwitzen, weil bei ihnen der Anteil von Flüssigkeit am Körpergewicht nur 50 Prozent ausmacht. Bei großer Hitze geht mit dem Körperwasser immer auch das Natriumsalz mit verloren. Und zwar vor allem aus den Körperzellen einschließlich Nervengewebe. Diese trocknen dann regelrecht aus. Man wird dadurch müde und matt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, was unter anderem im Straßenverkehr riskant ist. Im Extremfall kann es zu regelrechten Verwirrtheitszuständen kommen. Aber auch das Herzkreislaufsystem ist gefährdet durch ein Versacken des Blutes mit Blutdruckabfall und durch Eindicken des Blutes mit Thrombose und Embolie.

Da im Alter auch das spontane Durstgefühl nachlässt, lautet eine der goldenen Regeln „Trinken Sie über den Durst“. In Einrichtungen wie Heimen oder Krankenhäusern wird regelmäßig zum Trinken animiert und an Hand von Trinkplänen die Flüssigkeitsaufnahme auch kontrolliert. Ältere Autofahrer sollten ebenfalls ein Prinzip der Regelmäßigkeit pflegen, nämlich eine Pause zum Abkühlen und Trinken alle zwei Stunden einlegen. Dies ist umso wichtiger, da die fehlende Wärmeabgabe im überhitzten Auto fatale Folgen für Reaktionsvermögen und Körperkreislauf hat.

Im Notfall immer 112 anrufen!

Was tun, wenn es zu Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist? Dann ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen. Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

Randnotiz: Halten Wärmeperioden mit Temperaturen bis 30° Celsius über eine Woche lang an, akklimatisiert sich der Körper in der Regel ganz gut. Für diese Phase der Zeit der Wetter-Erwärmung benötigt der Mensch aber vermehrt Wasser, Mineralien und Kochsalz.

Pollenflug, Sonnenschutz, Badespaß… Tipps für Kontaktlinsenträger

Gerade bei Spiel und Sport an der frischen Luft sind Kontaktlinsen eine beliebte Alternative zur Brille. Doch sind die unsichtbaren Sehhelfer auch bei steigenden Temperaturen und Pollenflug reibungslos einsetzbar? Schützen sie die Augen eigentlich vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne? Und können Linsen beim Schwimmen aus den Augen gespült werden? Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) gibt Antworten auf die brennendsten Kontaktlinsenfragen zur warmen Jahreszeit.

Heuschnupfen – Auszeit für Kontaktlinsen?
Nicht zwangsläufig. Aber oft lässt der Pollenflug die Bindehäute quellen. Die Folge: Die Linsen sitzen nicht mehr so wie angepasst und sind deutlich stärker spürbar. Auch der vermehrte Tränenfluss vermindert den Tragekomfort für Allergie-Geplagte. Viele Kontaktlinsenträger greifen daher lieber zur Brille.

Wer Augentropfen zur Linderung der Heuschnupfen-Symptome nutzt, sollte auf die Inhaltsstoffe achten. Tropft man außer einem reinen Benetzungsmittel auch einen medizinischen Wirkstoff, sollten die Linsen draußen bleiben, solange das Mittel noch am Auge ist. Denn Kontaktlinsen können den Wirkstoff aufsaugen. So kann es passieren, dass nicht die gewünschte Dosis an ihren Bestimmungsort gelangt.

UV-Schutz: Sicherheit nur in Kombination mit der Brille
Die meisten modernen Kontaktlinsen verfügen über einen integrierten UV-Filter. Damit ist das empfindliche Augeninnere zuverlässig vor Schäden geschützt. Da die kleinen Sehhelfer das Auge aber nicht vollständig bedecken, sollten Linsenträger ihre Augen zusätzlich mit einer Sonnenbrille schützen. Auch gegen Blendung helfen nur die verdunkelten Gläser auf der Nase.

Sprung in den See – Linsen ade?
Wer die Augen beim Abtauchen geschlossen hält, kann recht zuverlässig verhindern, dass Kontaktlinsen aus den Augen gespült werden. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass die Sehhelfer mit einer unerwartet auftretenden Welle weggeschwemmt werden. Ärgerlich, gerade für Träger aufwendig gefertigter formstabiler Kontaktlinsen oder weicher Monatslinsen. Um dem vorzubeugen, können – für einen begrenzten Zeitraum – Weichlinsen mit einem möglichst großen Durchmesser getragen werden, da diese nicht so leicht rausgespült werden. Dies jedoch nur nach individueller Anpassung und mit regelmäßiger Kontrolle durch den Fachmann.

Diese und andere Kontaktlinsen sind jedoch nicht vor Mikroorganismen gefeit, die über Wasserspritzer ins Auge gelangen und sich im Linsenmaterial einlagern können. Hier sind Tageslinsen, die nach dem Schwimmen, Surfen und Tauchen im kühlen Nass einfach entsorgt werden, eine hygienische Alternative. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zur Schwimmbrille. Diese schützt die Augen sowohl vor ungewollten Spritzern als auch vor dem Verlust ihrer unsichtbaren Sehhelfer.

Sommersport: Alles was man wissen muss, damit man den Körper nicht überfordert

Endlich kann man nach dem trüben Wetter den Sommer wieder so richtig genießen, und bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel macht Sport im Freien besonders viel Spaß. Damit der Sport im Sommer zum Hochgenuss wird, sollte man das eine oder andere berücksichtigen, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Ob man an heißen Tagen überhaupt Sport treiben sollte, weiß Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum:

Ja, das kann man natürlich, aber man sollte es besser früh morgens oder abends tun. In der Stadt ist Frühsport sinnvoller, weil die Ozonwerte in der Nacht sinken und im Tagesverlauf ansteigen, auf dem Land dagegen bleiben die Ozonwerte durchwegs gleich.

Ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, sollte man nicht mehr im Freien Sport treiben. Sollte das in diesem Sommer tatsächlich noch passieren, hören Sie das bei uns natürlich zuerst. Unabhängig von den Ozonwerten sollte man die Haut aber vernünftigerweise vor der Sonne schützen:

Da nimmt man natürlich die üblichen Utensilien, wie Sonnebrille und Hut und reibt sich die unbekleidete Haut mit Sonnenschutzmittel ein. Wer viel schwitzt und sich lange in der Sonne aufhält, der sollte vielleicht UV-Schutzkleidung tragen, und beim Kauf auf das Gütesiegel „UV Standard 801“ achten. Stoff mit diesem Siegel soll selbst dann zuverlässig vor UV-Strahlen schützen, wenn er nass wird.

Fast noch wichtiger als die Kleidung ist die Flüssigkeit, die man unbedingt benötigt, wenn man draußen Sport treibt:

Das beste Getränk für Freizeitsportler ist natürlich Wasser. Als Faustregel kann man sagen: Wer eine Stunde in der Sonne Sport treibt, der sollte rund einen Liter trinken, und davon einen Teil schon eine Stunde vorher, und dann immer mal einen Schluck während des Sports und den Rest denn danach.

Wenn Sie sich auf das Fahrrad fahren spezialisiert haben, sollten Sie bei intensivem Sonnenschein besser eine schattige Strecke wählen.

Hitze fördert Verwirrtheit bei Senioren

Wenn heiße Sommertage den Menschen Schweißperlen auf die Stirn treiben, verliert der Körper reichlich Flüssigkeit und Mineralstoffe. Zuckerfreie Getränke wie Mineralwässer helfen, den Wasserverlust wieder auszugleichen. Doch gerade älteren Menschen fällt es aufgrund ihres nachlassenden Durstgefühls schwer, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Besonders an heißen Tagen können sich bei ihnen plötzliche Verwirrtheitszustände zeigen.

Die Funktion des Gehirns ist nicht nur von einer angemessenen Nährstoffversorgung, sondern maßgeblich auch von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr abhängig. Stoffwechselprozesse finden im wässrigen Milieu statt. Trocknen Zellen aus, können diese ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Bei Gehirnzellen ist dies besonders schwerwiegend. Verliert der Körper Wasser, schrumpft die Gehirnmasse. Neben Kopfschmerzen verursacht dies Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheitsanzeichen bis hin zu Halluzinationen.

Besonders bei demenzkranken Senioren können sich die Krankheitssymptome an heißen Tagen verschlechtern. Hier spielt nicht nur das mangelnde Durstgefühl, sondern auch die Vergesslichkeit zu Trinken eine Rolle. Bei der Behandlung ist daher nicht nur auf die regelmäßige Medikamenteneinnahme, sondern auch auf die stete Zufuhr von Wasser zu achten.

Um den Wasserverlust auszugleichen, sollten Senioren mindestens ein bis zwei Liter Mineralwasser, ungesüßten Tee oder gut verdünnte Fruchtsaftschorlen trinken. Zuckerreiche Getränke sind eher ungeeignet, da diese dem Körper zusätzlich Wasser entziehen. Um trotz des mangelnden Dursts dennoch ausreichend zu trinken, empfiehlt es sich, die empfohlene Menge Getränke bereits morgens parat zu stellen. Kleine Wasserflaschen im Blickfeld beziehungsweise an häufig aufgesuchten Orten der Wohnung erinnern an das Trinken. Ebenso hilfreich ist der Vorsatz „jede Stunde ein Glas trinken“ oder ein spezieller Trinkplan, der die Trinkmenge zu und zwischen den Mahlzeiten festlegt. Wasserreiche Speisen wie klare Suppen führen dem Körper zusätzliche Flüssigkeit und Mineralstoffe zu.

Welche Besonderheiten bei der Ernährung älterer Menschen noch zu beachten sind, finden Sie auch in der Wissensdatenbank EMBer – Ernährung, Medizin und Beratung unter www.ernaehrung-medizin-beratung.de.

Die gefährlichen Seiten der Sonne: Sonnenstich und Hitzschlag

Vormittags shoppen, mittags Kaffee auf dem Balkon, nachmittags zum Baggersee: An einem Urlaubstag im Sommer verbringt man viele Stunden in der Sonne. Umso wichtiger ist ein ausreichender Sonnenschutz. Sonst droht nicht nur Sonnenbrand, sondern auch Sonnenstich oder Hitzschlag, erklärt jameda Gesundheitsredakteurin Dr. Iris Hinneburg.

Ein Sonnenstich kann entstehen, wenn die Sonne direkt auf den ungeschützten Kopf scheint. Dabei werden die Hirnhäute gereizt. In schweren Fällen können sogar ein Hirnödem oder eine Hirnhautentzündung entstehen. Betroffene haben einen hochroten heißen Kopf und leiden unter Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Der restliche Körper hat in der Regel eine normale Temperatur.

Bei einem Hitzschlag dagegen ist der gesamte Körper überhitzt, die Haut ist heiß und trocken. Es kommt ebenfalls zu Übelkeit und Kopfschmerzen. Wenn Sonnenstich und Hitzschlag nicht rechtzeitig behandelt werden, kann die Schädigung durch die Hitze sogar tödlich verlaufen.

Treten die beschriebenen Symptome auf, sollte der Betroffene sofort in eine kühle Umgebung gebracht werden, damit der Körper seine Temperatur wieder regulieren kann. Zu warme Kleidung muss entfernt werden. Feuchte Tücher, die auf den Körper gelegt werden, unterstützen den Abkühlungsprozess. Wer unter Hitzschlag oder Sonnenstich leidet, muss auch viel trinken, um Flüssigkeitsverluste wieder auszugleichen und die Abkühlung zu beschleunigen. Besonders eignen sich isotonische Getränke oder Fruchtsaftschorlen mit Mineralwasser, die auch Elektrolyte enthalten. Bei Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen oder einem Kreislaufkollaps muss sofort ein Notarzt verständigt werden.

Dabei lassen sich Sonnenstich und Hitzschlag mit relativ einfachen Maßnahmen verhindern. In der prallen Sonne sollte man sich nur so kurz wie nötig aufhalten und immer eine Kopfbedeckung tragen. Das ist besonders bei Kleinkindern wichtig, da ihre Schädeldecke noch dünn ist und meist nur ein geringer Schutz durch Haare besteht. Trinken Sie in einer warmen Umgebung immer ausreichend und tragen Sie angemessen dünne Kleidung, um einen Hitzschlag zu vermeiden.

Besonders mit Kleinkindern sollte man entsprechende Situationen umgehen. So liegt der beste Zeitpunkt für eine Urlaubsreise mit dem Auto im Sommer am frühen Morgen oder späteren Abend. Damit lässt sich eine starke Hitzebelastung vermeiden. Besonders bei Babys, die eine Überhitzung noch nicht klar signalisieren können, muss man aufmerksam sein: Im Sommer sollten sie nur leichte Kleidung tragen und im Kinderwagen nicht zugedeckt werden. Ein Sonnensegel schützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Halten Sie Kinder im Sommer auch immer zu ausreichender Flüssigkeitsaufnahme an.

Ein weiterer Risikofaktor für einen Hitzschlag stellt starke körperliche Aktivität bei hohen Temperaturen dar. Verlegen Sie das Joggen daher besser in die frühen Morgenstunden. Bei Verdacht auf Sonnenstich oder Hitzschlag sollte der Betroffene so bald wie möglich zum Arzt gebracht werden, um weitergehende Schädigungen ausschließen zu können.

Warum Trinken in diesem Sahara-Sommer besonders wichtig ist – und wie viel Flüssigkeit Kinder in diesen Wochen brauchen

Drei, vier Tage ohne Essen? Kein Problem, auch wenn’s nicht lustig ist. Drei, vier Tage ohne Trinken? Geht gar nicht, vor allem bei Kindern. Denn sie sind gerade in diesen heißen Wochen noch dringender auf Flüssigkeit angewiesen als Erwachsene, berichtet die Zeitschrift ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe (ab morgen im Handel).

Die Gründe: Der Körper eines Kindes hat nicht nur einen höheren Wasseranteil – Kinder haben auch einen größeren Wasserumsatz: Relativ gesehen brauchen ihre Nieren doppelt so viel Wasser. Auch ihre Haut und ihre Lunge verdunsten doppelt so viel Flüssigkeit wie die von Erwachsenen. Deshalb sollten ein- bis dreijährige Kinder im Sommer rund 900 Milliliter am Tag trinken, vier- bis siebenjährige ein bis 1,2 Liter täglich.

Leider ist aber auf das menschliche Durstgefühl kein Verlass. Im Gegensatz zum Hunger, der vorbeugend Alarm schlägt, meldet sich unser Durst erst, wenn der Wasseranteil des Körpers bereits abnimmt und diverse Körperfunktionen schon auf Sparflamme umschalten. Deshalb sollte man besonders in diesen heißen Wochen vorbeugend trinken!

Daran gewöhnen sich Kinder ganz leicht, wenn ihre Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und selbst regelmäßig nach der Wasserflasche greifen. Mütter und Väter sollten zu jeder Mahlzeit etwas trinken und zu trinken anbieten. Sie sollten Becher, Krüge, Flaschen mit Wasser, Tee (kein schwarzer!) oder Saftschorle so hinstellen, dass sie für die Kinder sicht- und erreichbar sind.

Hartnäckige kleine Trinkmuffel darf man übrigens auch mal austricksen, zum Beispiel mit wasserreichem Essen wir Früchtekaltschale, Suppe, Gemüse oder Obst. Oder gibt es ein Kind, das einer roten Wassermelone widerstehen kann?

Sommerdurst ade: Richtig Trinken für die ganze Familie

Wer viel Zeit im Freien verbringt muss nicht nur auf den Lichtschutzfaktor der Sonnencreme achten, regelmäßig Wasser zu trinken ist ebenso wichtig. Damit die Ferienzeit ein Vergnügen für die ganze Familie wird, können einige Empfehlungen des Forum Trinkwasser helfen.

Wer ausreichend trinkt kann den ganzen Sommer lang aktiv sein und bleibt fit. Wasser verdünnt das Blut und verbessert so die Sauerstoffversorgung der Zellen: Haut und Schleimhäute trocknen weniger stark aus und der Kreislauf bleibt stabil. Als gesunder und natürlicher Durstlöscher empfiehlt sich in Deutschland Trinkwasser. Bei Wander- und Radtouren bieten sich immer wieder Möglichkeiten, die Getränkereserven in Raststätten oder Gasthäusern am Hahn mit frischem Wasser aufzufüllen.

Vom Opa bis zum Enkel – wie viel Wasser muss es sein? Die empfohlene Trinkmenge für einen Erwachsenen liegt bei eineinhalb bis zwei Litern pro Tag. Wer stärker schwitzt oder sich viel bewegt, muss eine nahezu dreifache Menge zu sich nehmen. Ein Tipp: Lieber zu zimmerwarmem Wasser greifen, denn kalte Getränke bringen den Körper zusätzlich ins Schwitzen.

Gerade für ältere Menschen kann die Sommerhitze zum Gesundheitsrisiko werden. Senioren verfügen über weniger Wasserreserven, die einen erhöhten Bedarf bei körperlichen Aktivitäten oder höheren Temperaturen ausgleichen könnten. Mögliche Folgen bei Wassermangel sind Müdigkeit und Konzentrationsstörungen oder sogar Schwindel, Verwirrung bis hin zu lebensgefährlichen Zuständen. Auch das Durstgefühl nimmt im Alter ab. Deshalb regelmäßig trinken, bevor sich der Durst meldet.

Kinder sollten je nach Alter zwischen einem und eineinhalb Litern Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Beim Toben oder an heißen Tagen das Drei- bis Vierfache. Da sie noch kein verlässliches Durstgefühl haben, müssen sie aktiv zum Trinken aufgefordert werden. Wenn Kinder quengeln und müde sind, kann das also einfach daran liegen, dass sie Durst haben.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund empfiehlt Trinkwasser als kalorienfreies und gesundes Getränk. Vorsicht bei zuckerhaltigen Erfrischungen, denn sie füllen die Wasserspeicher des Körpers nicht richtig auf.

Für alle Familienmitglieder gilt: regelmäßig über den Tag verteilt trinken, bei längeren Autofahrten Trinkpausen einlegen und Trinken auch ohne Durstgefühl.