Stillen: Falsche Erwartungen geraderücken

In den sozialen Medien wimmelt es von Fotos mit glücklichen stillenden Müttern, die eine harmonische Einheit mit ihrem Baby bilden. Die Realität ist für viele Frauen eine andere – insbesondere in den ersten Tagen. „Stillen ist wunderbar und innig, aber nicht nur und häufig nicht am Anfang“, sagt Vivian Weigert, Stillberaterin und Buchautorin, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Klappt es nicht so reibungslos wie gehofft und bekommt die Mutter keine Unterstützung zum Stillen, baut sich schnell Druck auf. Laut Weigert wäre es für werdende Mütter daher wichtig, vor der Geburt ein realistischeres Bild vom Stillen zu bekommen: Sie sollten wissen, dass es am Anfang wehtun kann, dass Probleme auftauchen können und dass es normal ist, Hilfe zu brauchen, denn Mutter und Baby müssen das Stillen erst lernen. Stillen: Falsche Erwartungen geraderücken weiterlesen

Stillende können Linsen, Kohl und Knoblauch essen – Verträgt Mutter die Nahrungsmittel, kommt damit auch das Baby klar

Stillende Mütter brauchen aus Sorge vor Blähungen bei ihrem Baby nicht auf Linsensuppe oder Grünkohl zu verzichten. „Verträgt die Mutter solche Nahrungsmittel, tut es das Kind auch“, sagt die Ärztin, Still- und Laktationsberaterin Gudrun von der Ohe aus Hamburg im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Auch Knoblauch ist kein Problem: Das Kind akzeptiert die Muttermilch trotzdem.

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Unschlagbare Muttermilch

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Für den gesundheitlichen Nutzen von probiotischen Kulturen in Säuglingsnahrung fehlt Experten zufolge bisher ein ausreichender wissenschaftlicher Nachweis. Durch die Zugabe von Probiotika werde versucht, „Säuglingsnahrung an Muttermilch anzugleichen und deren positive Effekte zu erzielen“, erläutert der Leiter der Abteilung Stoffwechsel am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München, Prof. Dr. Berthold Koletzko, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

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Stillen hat offenbar einen positiven Einfluss auf die Zähne

Babys, die gestillt werden, entwickeln seltener Zahnfehlstellungen, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Eine Langzeitstudie der Universität Adelaide mit mehr als 1300 Kindern ergab: Kleine, die drei bis sechs Monate lang gestillt wurden, hatten ein um 33 Prozent niedrigeres Risiko für einen Überbiss und ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko für schiefe Zähne.

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Säuglingsernährung – Sicherheit geht vor: Keine Muttermilch von privaten Börsen

Muttermilch ist die gesündeste Nahrung für Säuglinge. Gerade für Kinder mit erblicher Vorbelastung durch Allergien in der Familie ist das Stillen eine wichtige Maßnahme, um späteren allergischen Erkrankungen vorzubeugen. Denn das Milcheiweiß in Muttermilch ist arteigen, also menschliches Eiweiß, und löst daher keine Allergien aus. Von gespendeter Muttermilch, die beispielsweise über private Milchbörsen im Internet angeboten wird, rät die DHA jedoch ab. Dieser Service ist zwar gut gemeint, birgt aber große Risiken.

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Schwanger werden in der Stillzeit?

Viele Mütter, die voll stillen, haben keine Periode. Können sie in dieser Zeit auf Verhütung also verzichten? Keineswegs, es besteht auch dann die Möglichkeit, dass sie schwanger werden. Zwar sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung, aber garantieren lässt sich das nicht. „Alle Paare sollten sechs Wochen nach der Geburt wieder verhüten“, sagt Dipl.-Med. Dörte Meisel im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

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Ein winziges Bändchen in Babys Mund kann zu Problemen beim Stillen führen

Bis zu zehn Prozent der Babys kommen mit einem zu kurzen Bändchen an der Unterseite der Zunge auf die Welt. Einigen bereitet es keine Probleme, bei anderen kann es das Stillen beeinträchtigen. Das Baby kann die Brustwarze nicht richtig in den Mund nehmen. Die Folgen: Das Stillen schmerzt und das Kleine bekommt trotzdem zu wenig Milch, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

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Mit der Muttermilch nehmen Babys zahlreiche Bakterien auf

Muttermilch ist etwas Einzigartiges. Zu den vielen nützlichen Inhaltstoffen, die dem Neugeborenen neben der Nahrung einen Infektschutz vermitteln, gehören auch zahlreiche Bakterien, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Rund 700 verschiedene Arten sollen es laut einer Studie sein. Sie schaffen im zunächst unbesiedelten Darm eines Säuglings eine gute Flora: Wo schon nützliche Bakterien sitzen, haben es schädliche schwerer, sich niederzulassen.

Stillen ist gut für die Figur

Ein weiteren guten Grund für das Stillen hat eine große britische Studie erbracht: Mütter, die ihre Babys mindestens sechs Monate lang mit Muttermilch ernährt hatten, waren nach den Wechseljahren deutlich schlanker als Frauen, die ihre Kinder nicht gestillt hatten, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Tipp für Mütter, die ihr Baby nicht stillen können

Muttermilch ist einzigartig. Deshalb empfehlen Experten Müttern heute mehr denn je das Stillen für etwa ein halbes Jahr. Ist das aber nicht möglich, sollten sie beim Füttern mit der Flasche die intime Stillsituation nachahmen, rät die Hebamme Antje Schoppa-Remm aus Koblenz im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Es komme nicht nur darauf an, was in der Flasche ist, sondern auch, was sich zwischen Mutter und Baby entwickelt. „Nehmen Sie das Baby auf den Arm, achten Sie auf Haut- und Blickkontakt“, sagt Schoppa-Remm. So gelinge es, dass Mutter und Kind auch ohne Stillen ihre Bindung festigen.