Cannabis-Medikamente beeinflussen die Schmerzwahrnehmung

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen spielt Cannabis eine wachsende Rolle. Insbesondere bei Nervenschmerzen könne ein Medikament mit dem Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) erfolgreich sein, erläutert der Palliativmediziner Professor Sven Gottschling vom Uniklinikum Saarland im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Weil es manchmal auch antidepressive und durchschlaffördernde Eigenschaften hat, wirkt es auf mehreren Ebenen.“ Dabei ändere sich nicht der Schmerz, sondern der Umgang mit ihm: „Beeinflusst wird also die Schmerzwahrnehmung des Patienten. Anders ausgedrückt: Das Problem fühlt sich leichter an.“

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Krebs bei unterschiedlichen Altersgruppen: angepasste Versorgungskonzepte notwendig

Expert*innen aus der Onkologie und Psychologie sprechen sich auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin für eine stärker nach dem jeweiligen Alter ausgerichtete Therapie und Versorgung von Krebspatient*innen aus: Während junge Erwachsene mit Krebs einen besonderen Bedarf an Survivorship-Programmen haben, benötigen ältere Betroffene unter anderem eine intensivere sektorübergreifende Zusammenarbeit und besondere Maßnahmen zur gemeinsamen Entscheidungsfindung. Um diese Ziele zu erreichen, seien strukturelle Änderungen notwendig.

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Forschungsprojekt gestartet: Kann Alzheimer mit cortisonähnlichem Wirkstoff behandelt werden?

Eine Analyse von Krankenkassendaten hat zu einem spannenden Hinweis geführt: Menschen, die Glucocorticosteroide (GCC) als Nasenspray zu sich nahmen, erkrankten später seltener an Alzheimer. Der Grund könnte in der entzündungshemmenden Wirkung von GCC liegen, zu denen auch Cortison gehört. Denn Forschungsergebnisse zeigen, dass Entzündungsvorgänge im Gehirn eine bedeutende Rolle bei der Alzheimer-Krankheit spielen und den Krankheitsfortschritt beschleunigen. Dr. Kristin Oberländer vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Bonn geht der Frage nach, ob GCC die Entzündungen im Gehirn tatsächlich hemmen können und ob dadurch Lern- und Gedächtnisvorgänge verbessert und das Nervenzellsterben aufgehalten werden. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) mit 40.000 Euro.

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Arthrose – Bewegung ist die beste Therapie

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Schonen war gestern. Bewegung ist die beste Therapie bei Arthrose. „Solange die Beschwerden es zulassen, ist Bewegung bei Arthrose das A und O“, betont der Aachener Orthopäde Dr. Christoph Eichhorn im Gesundheitsmagazin „Senioren Ratgeber“. Medikamente und Operation folgen abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei. Körperliche Aktivität könne die Arthrose zwar nicht heilen, „aber sehr wirksam verlangsamen“, sagt der Experte. Ein bewegtes Gelenk versteift nicht, und man benötigt laut Studien weniger Schmerzmittel.

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„Angst ist gut behandelbar“ – Experte rät, eine Angsterkrankung schnell zu therapieren

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Wer unter Angstzuständen leidet, sollte möglichst schnell Hilfe suchen. Denn die Gefahr, dass sich eine Angsterkrankung verschlechtere, sei relativ groß, warnt der Leiter der Spezialambulanz für Angsterkrankungen an der Berliner Charité, Professor Andreas Ströhle, im Patientenmagazin „Hausarzt“. Dazu kommt: „Angsterkrankungen treten oft früh in der Biografie auf und steigern das Risiko, andere psychische Erkrankungen zu entwickeln, etwa Depressionen, eine Alkohol- oder Drogensucht oder somatoforme Erkrankungen.“

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Alzheimer einfrieren – Rechtzeitige Diagnose kann Betroffenen mehrmonatigen Aufschub bringen

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Bei einer Alzheimer-Erkrankung kann eine frühe Diagnose für die Betroffenen sehr wertvoll sein. „Wir können die Alzheimer-Krankheit mit Medikamenten einfrieren“, erklärt der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Professor Richard Dodel, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Für sechs, vielleicht auch zwölf Monate.“ Später schreite die Erkrankung zwar fort. Aber den Gewinn aus der Therapie nehmen die Patienten mit.

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Wie Menschen mit Depressionen den geeigneten Psychologen finden

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Wer Depressionen hat, braucht einen Therapeuten, dem er vertraut. Suchen müssen ihn Patienten sich aber selbst – trotz seelischer Ausnahmesituation. Wer selbst nicht dazu in der Lage ist, einen Therapeuten telefonisch oder per Mail zu kontaktieren, sollte einen Freund, Angehörigen oder den Hausarzt bitten, einen Termin zu vereinbaren, wie Waltraud Rinke, Vorstandsmitglied des Selbsthilfevereins Depressionsliga, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ empfiehlt. „Depressive schämen sich und möchten ihren Zustand verbergen. Aber man kann jedem nur raten: Öffne dich, sprich die Leute in deiner Umgebung an und sag, dass du Hilfe brauchst.“

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Vorsicht bei Heilversprechen – Wundermittel gegen Brustkrebs gibt es nicht

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Im Kampf gegen Brustkrebs nutzt mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen ergänzende Methoden, um ihre Chancen, die Krankheit zu überwinden, zu verbessern. Machen Hersteller und selbst ernannte Heiler große Versprechen, sollten sie allerdings vorsichtig sein. „Ein Wundermittel gegen Krebs gibt es nicht“, betont Dr. Petra Voiß, Ärztin für Naturheilverfahren am Brustzentrum der Kliniken Essen-Mitte, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Auch wenn sie die Suche nach Wegen ergänzend zur Kliniktherapie generell für richtig hält, mahnt die Expertin: „Vernachlässigen Sie auf keinen Fall die Standardtherapien.“

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Eine innovative Therapie mit Magnetwellen weckt Hoffnungen gegen Tinnitus

Tinnitus, das quälende Ohrgeräusch, widersetzt sich bisher vielen Behandlungsversuchen. Nun berichten Forscher aus den USA über ein hoffungsvolles Konzept: Mit der sogenannten „repetitiven transkraniellen Magnetstimulation“ (RTMS) hatten sie in einer Studie mit 64 Teilnehmern gegen den Tinnitus Erfolg, heißt es in der „Apotheken Umschau“.

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HIV-Therapie: je früher, desto besser

Wenn unmittelbar nach der Diagnose einer HIV-Infektion (der Vorstufe von Aids) mit der Therapie begonnen wird, die sich gegen das Virus richtet, verringern sich schwere Begleiterkrankungen um die Hälfte. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf eine Studie, an der unter anderem das University College London beteiligt war.

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