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Durch spezielle Technik lässt sich Albträumen der Schrecken nehmen

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Nächtliche Albträume können auch tagsüber auf die Stimmung drücken. Durch ein spezielles Training kann jeder lernen, das nächtliche Kopfkino selbst zu steuern und Albträume zu einem positiven Ende zu führen, wie der Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, Prof. Michael Schredl, im Patientenmagazin „HausArzt“ erklärt. Es gehe darum, sich im Schlaf bewusst zu machen, dass man gerade träume.

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Traumatische Erfahrungen im Beruf können jeden treffen

Ein Arbeitsunfall ist für die Kollegen immer ein Schock. Glücklicherweise sind tödliche Arbeitsunfälle vergleichsweise selten: 2014 kam es nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu 473 solcher Ereignisse. Kristina Soldo, Psychologin bei TÜV Rheinland: „Verschiedene Erlebnisse können ein Trauma auslösen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie eine schwer zu verarbeitende Erfahrung darstellen, die mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen einhergeht.

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Wer Träume bewusst erlebt, zeigt ein besonders hohes Maß an gesunder Skepsis

Manche Menschen erleben ihre Träume bewusst – und können steuern, was darin geschieht. Dieses sogenannte Klarträumen hilft Albtraumgeplagten, ihre Träume zu verändern oder absichtlich zu erwachen. Zudem verbessert es die Fähigkeit, über das eigene Denken nachzudenken, berichtet das Tablet-Magazin „Apotheken Umschau elixier“ (Ausgabe vom 1. Mai 2015).

Dr. Martin Dresler von der Universität in Nijmegen (Niederlande) zeigte gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, dass bei Klarträumern eine gesunde Skepsis und Selbstreflexion besonders ausgeprägt sind. Hirnareale, die dafür nötig sind, sind beim normalen Träumen ausgeschaltet. Deshalb akzeptiert man im Traum fliegende Brathähnchen oder einen gelben Himmel. Klarträumer weisen in diesen Hirnarealen hingegen überdurchschnittlich viel graue Substanz auf.

Studie zeigt, wie wenig Träume über uns verraten

Unsere Träume werden augenscheinlich viel weniger durch unsere Lebenssituation beeinflusst als häufig angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universitäten Bonn und Frankfurt sowie der Harvard Medical School. Sie haben die Träume von taubstumm oder gelähmt geborenen Menschen mit denen von Personen ohne Handicap verglichen. Selbst geschulte Analytiker konnten nicht zuordnen, von welcher Personengruppe die jeweiligen Traumbilder stammten. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Consciousness and Cognition“ erschienen (doi: 10.1016/j.concog.2010.10.020).

Die Studienteilnehmer führten ein Traumtagebuch; innerhalb von zwei Wochen kamen so mehr als 350 detaillierte Beschreibungen zusammen. Interessanterweise spielte die Behinderung in den wenigsten Träumen eine Rolle: Gelähmte gingen, rannen oder schwammen; Taubstumme konnten hören und sprechen. Diese Ergebnisse spiegeln wohl nicht die Sehnsucht der Betroffenen, ihre Behinderung hinter sich zu lassen: „In den Träumen der gelähmten Teilnehmer spielte das Motiv ‚Bewegung‘ keine besondere Rolle“, betont die Bonner Psychologin Dr. Ursula Voss. „Es tauchte weder häufiger noch seltener auf als bei Nichtgelähmten. Bei den taubstummen Probanden war es genauso.“

Die Forscher baten einen Psychoanalytiker, einen Verhaltenstherapeuten, einen Psychologen und (als Fachfremden) einen Physiker, die Schlafphantasien der jeweiligen Personengruppe zuzuordnen, von der sie stammten. Das gelang ihnen unabhängig von ihrer Ausbildung nur in einem geringen Teil der Fälle. So ordneten die Tester lediglich jeden dritten Traum eines Gelähmten korrekt dieser Gruppe zu.

Eventuell sieht man in Träumen nicht sich selbst, sondern eine Art menschlichen Prototypus ohne Ecken und Kanten. Das zeigen auch die Ergebnisse eines noch unveröffentlichten Experiments: Die Forscher malten auf die Hände gesunder Versuchspersonen einen roten Fleck und frischten diese Markierung über mehrere Wochen immer wieder auf. Außerdem baten sie ihre Probanden, sich vor dem Einschlafen gedanklich mit dem Farbklecks auf ihrer Hand auseinander zu setzen. In die Träume stahl sich die Markierung dennoch nicht.

Traumforschung: Manipulation im Schlaf

Seit Anfang 2008 experimentieren Forscher der ATR Computational Neuroscience Laboratories im japanischen Kyoto mit einer Software, die Träume lesen kann. Allerdings muss der Schlafende dafür in einem Magnetresonanztomografen liegen, der die Gehirnaktivitäten scannt. Aus den aufgefangenen Hirnsignalen rekonstruieren die Computer der japanischen Forscher dann die Bilder, die im Gehirn entstehen. Der deutsche Kognitionsforscher John-Dylan Haynes vom Lehrstuhl für Theorie und Analyse weiträumiger Hirnsignale am Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience ist sogar schon in der Lage „verborgene Absichten und Pläne aus der Hirnaktivität abzulesen“.

Diese Fähigkeit ist den Hirnforschern selbst ein wenig unheimlich. Haynes fordert deshalb neue ethische Richtlinien dafür, wann brain-reading eingesetzt werden darf – und wann nicht. Das Lesen von Gedanken und Träumen ist allerdings nur der erste Schritt auf dem Weg zur totalen Kontrolle des Unterbewusstseins.

Viel spannender und schwieriger ist es, fremde Ideen im Gehirn zu installieren. Auch auf diesem Gebiet macht die Neurowissenschaft riesige Fortschritte. Die Forschungsbehörde DARPA des amerikanischen Verteidigungsministeriums hat einen Helm entwickelt, in dem mikroprozessorgesteuerte Ultraschallkanonen in die Gehirnaktivitäten von Soldaten eingreifen. Die Schallwellen durchdringen die Schädeldecke und können tief im Inneren des Gehirns gravierende Verhaltensänderungen herbeiführen. Stress, Angst und Schmerzempfindungen werden blockiert, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Auch diese Technologie ist auf Träume anwendbar.

Wie wir unseren Träumen auf die Spur kommen und was sie uns sagen können

Jede Nacht träumen wir und erleben im Schlaf die verrücktesten Sachen. Was Träume für uns bedeuten, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wir haben auf der Straße nachgefragt: „Wenn ich träume, was das für mich bedeutet? Ich verarbeite das, was ich am Tag erlebt habe…manchmal ist es das, was ich erlebt habe am Tag, und manchmal was noch kommt vielleicht…man verarbeitet viel aus Vergangenem, aus das was heute passiert. Was das genau bedeutet, kann ich Ihnen aber auch nicht sagen.“

Auch die Wissenschaft konnte bisher nicht klären, warum wir träumen. Doch wer sich mit dem nächtlichen Kopfkino beschäftigt, für den kann das Leben reicher werden, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

„Viele die sich mit ihren eigenen Träumen beschäftigen, fühlen sich inspiriert, fühlen sich motiviert zum Beispiel ein Bild zu malen oder die Wohnung umzustellen. Und nicht selten sind Träume sogar Anlass für außergewöhnliche Reisen oder sogar einen Berufswechsel.“

Die meisten Menschen können sich morgens nicht daran erinnern, was sie geträumt haben. Mit folgendem Trick kommen Sie Ihren Träumen auf die Spur:

„Legen Sie sich Schreibzeug neben das Bett und notieren Sie sich gleich, nachdem Sie aufgewacht sind, das Geträumte. Allein der Vorsatz, sich am nächsten Tag erinnern zu wollen, verbessert die Erinnerung.“

Träume können sogar Leben retten, schreibt die „Apotheken Umschau“. Zumindest erzählt das eine biblische Geschichte: Der ägyptische Pharao träumte von sieben fetten und sieben mageren Kühen. Josef deutete den Traum als Warnung vor einer Dürre. Der Pharao ließ daraufhin Vorräte anlegen und verhinderte so eine Hungersnot.

Albträume – wer gefährdet ist und was man dagegen tun kann

Etwa fünf Prozent der Deutschen durchleiden mindestens einmal alle zwei Wochen einen Albtraum. Unter Menschen, die ein schweres seelisches Trauma erlitten haben, sind es viermal so viele. In ihren Träumen wiederholt sich das Erlebte immer aufs Neue. Auch bei psychisch gesunden und stabilen Menschen spiegeln Albträume tatsächlich erlebte Ängste wider. Wer Gefühle wie Scham, Schuld und Schwäche im Wachzustand vermeidet, setzt sich erheblich unter Stress – und ist gefährdet, die Auseinandersetzung im Schlaf albtraumhaft erleben zu müssen. „Stress macht grundsätzlich schlechten Schlaf – und auch mehr Albträume“, sagt Professor Michael Schredl, Traumforscher am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, in der „Apotheken Umschau“. Allerdings hänge dies auch von der Veranlagung ab. „Kreative und sensible Menschen sind anfälliger.“

Gegen häufige und belastende Albträume gibt es durchaus Hilfe. Eine einfache Methode hat einen komplizierten Namen: Bild- oder Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie (englisch: Imagery-Rehearsal-Therapy IRT). Dabei erfindet der Betroffene für einen erlebten Albtraum ein neues Ende und lässt ihn in dieser Form zwei Wochen lang tagsüber mehrmals im Kopf Revue passieren. Zahlreiche Studien haben bestätigt, dass dies – eingebettet in eine Verhaltenstherapie – die Albtraumhäufigkeit senkt.

Eine weitere, etwas zeitintensivere Methode ist das „Klarträumen“ oder „luzide Träumen“. Dabei ist sich der Träumende bewusst, dass er träumt – und kann auf den Verlauf des Traums Einfluss nehmen oder ihn beenden. Der Weg dahin führt nach Schredl über regelmäßige Realitätstests. Die Betroffen fragen sich tagsüber fünf- bis zehnmal: „Bin ich wach oder träume ich?“ Dann kontrollieren sie, ob die Umgebung den Gesetzen der realen Wachwelt entspricht. Dieser „Realitätstest“ wird im Laufe der Zeit so zur Gewohnheit, dass er auch im Schlaf praktiziert wird.

Was tun, wenn Kleinkinder häufig weinend aufwachen?

Manche Kinder beunruhigen ihre Eltern, indem sie fast regelmäßig weinend aufwachen. Der Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse vermutet, dass intensives Erleben im Traum bei diesen Kindern noch nachwirkt. „Wenn sie dann aufwachen, weinen sie zunächst aus Verwirrung. Sie müssen sich erst wieder im normalen Leben zurechtfinden“, erklärt er im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Seine Erfahrung: „Wenn die Kinder kurz getröstet werden, klappt das in der Regel rasch.“ Möchten Eltern den Kleinen aber das stete Weinen ganz ersparen, rät Busse, am Schlafrhythmus des Kindes ein wenig zu drehen: „Wecken Sie ihr Kind zum Beispiel immer eine Viertelstunde vor dem üblichen Aufwachen sanft.“