Tag: trockene haut

Trockene Haut kann Nebenwirkung von Arzneien sein

Eine gerötete oder extrem trockene Haut kann auch eine Nebenwirkung von Arzneien sein. „Infrage kommen unter anderem Blutdruck-, Entwässerungs- sowie Rheumamittel, aber auch Antibiotika und Psychopharmaka“, erläutert die Leiterin der Fachgruppe Dermokosmetik der Gesellschaft für Dermopharmazie, Petra Liekfeld, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Die Apotheke biete bei Hautproblemen intensive Beratung und ein breites Sortiment an Reinigungs- und Pflegeprodukten, auch speziell für erkrankte Haut. Auf jeden Fall zum Arzt gehen sollte man der Expertin zufolge, wenn die Haut extrem trocken ist, juckt, schmerzt oder blutet. „Auch bei ungeklärten Hautveränderungen wie sandpapierartigen Verhärtungen“, sagt Liekfeld.

Winter-Check für die Haut – 5 Pflegetipps gegen trockene und spröde Haut

Bei kalten Temperaturen ziehen sich die Blutgefäße unserer Haut zusammen und transportieren nicht mehr genügend Nährstoffe. Durch den gedrosselten Stoffwechsel vermindert sich die Talgproduktion und damit ihr schützender Fettfilm, der äußere Umwelteinflüsse abwehrt und eine Austrocknung verhindert. Damit keine Irritationen und Spannungen entstehen, benötigt unsere Haut vor allem in der kalten Jahreszeit besondere Pflege. „Spezielle Wirkstoffe in Cremes und Reinigungslotionen, aber auch bestimmte Pflege- und Reinigungsrituale sowie andere äußere Einflüsse stärken die Haut nachhaltig“, erklärt Moritz Müller-Dombois, Geschäftsführer von medizinfuchs.de, dem führenden Medikamenten-Preisvergleich im Internet. Fünf einfache Tipps lassen den Teint auch im Winter gesund strahlen.

1. Pflege: Zusammenspiel aus Fett und Feuchtigkeit
Als Ersatz für die reduzierte Talgproduktion kommen bei kaltem Wetter am besten fetthaltige Tagescremes zum Einsatz. Verbraucher erkennen sie an Verpackungshinweisen wie „reichhaltig“ oder „rich“. Dabei sollte der Fettgehalt mindestens fünfzig, bei reiferer Haut sogar etwa siebzig Prozent betragen. Pflegeprodukte, die auf Macadamia-, Sanddorn- oder Jojobaöl basieren, eignen sich aufgrund ihrer hohen Öldichte ebenfalls sehr gut zur Pflege. Aber Vorsicht: Reine Fettcremes wie Vaseline verstopfen die Poren leicht und können zu Hautunreinheiten führen. „Neben Fetten benötigt die Haut auch ausreichend Feuchtigkeit, die etwa Inhaltstoffe wie Harnstoff, Glycerin oder Hyaluronsäure liefern“, ergänzt der Geschäftsführer des Onlinepreisvergleichs medizinfuchs.de.

2. Reinigung auf Schongang stellen
Bei der Reinigung empfiehlt es sich grundsätzlich, möglichst wenig Seifen und Waschlotionen mit synthetischen Lösungsvermittlern (Tensiden) oder alkoholische Gesichtswasser zu verwenden. Stattdessen besonders an kalten Tagen lieber auf pH-neutrale und rückfettende Reinigungsprodukte zurückgreifen, die es auch in stationären und Online-Apotheken gibt. Peelings gehören im Winter – außer an mit Hornhaut bedeckten Stellen – nicht in das Beautyprogramm. Beim Baden und Duschen nur lauwarmes Wasser verwenden und nach maximal zehn Minuten zum Handtuch greifen. So lässt sich der dünne Fettfilm der Haut schonen und aufrechterhalten.

3. Auch Poren haben Durst
Um die Haut in den eigenen vier Wänden vor Austrocknung zu schützen, sollte die Luft ausreichende Feuchtigkeit besitzen. Hierfür einfach eine mit Wasser gefüllte Schale auf die Heizung stellen oder auf Zimmerpflanzen und Luftbefeuchter zurückgreifen.

4. Wahre Schönheit kommt von innen
Freunde eines strahlenden Teints achten am besten darauf, täglich zwei Liter Flüssigkeit aufzunehmen. Besonders eignen sich dafür Wasser, Saftschorlen oder Tees, die die Haut von innen heraus stärken. Aber auch Lebensmittel mit einem hohen Vitamin-A- und Vitamin-E-Gehalt – etwa Karotten, Tomaten und Hülsenfrüchte – liefern unserer Haut wertvolle Nährstoffe und unterstützen die körpereigenen Fette. „Wer auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen möchte, kann Produkte mit Inhaltstoffen wie Zink, Vitamin B2 und Riboflavin wählen“, rät Moritz Müller-Dombois.

5. Frischekick an der Luft
Auch wenn kalte Winterluft unsere Haut häufig strapaziert, freut sich unser größtes Organ über Tageslicht. Denn Sonnenstrahlen erhöhen die körpereigene Produktion von Vitamin D und geben unserer Ausstrahlung einen Frischekick. Einfach täglich einen kleinen Spaziergang im Freien einplanen.

Trocken oder fettig? – Die meisten beschreiben ihre Gesichtshaut als „normal“

In der Werbung für Kosmetik- und Pflegeprodukte werden die Konsumenten ständig mit Begriffen wie „Mischhaut“ oder „fettige Haut“ konfrontiert. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von „www.apotheken-umschau.de“ jetzt herausfand, stellt das allerdings viele vor ein regelrechtes Rätsel. Rund jeder Achte (13,2 %) weiß demnach nämlich nicht, welcher Gesichtshauttyp er überhaupt ist.

Männer sind dabei besonders ahnungslos (21,2 %). Die Mehrheit der Menschen in Deutschland würde die eigene Gesichtshaut als „normal“ bezeichnen bzw. sie unter dem Begriff „Mischhaut“ einordnen (58,2 %). Jeder Sechste (16,4 %) gibt an, er habe trockene, jeder 13. (7,6 %), er habe empfindliche Gesichtshaut.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „apotheken-umschau.de“ durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.032 Personen ab 14 Jahren.

Trockene Haut mag kein heißes Wasser

Winterliche Kälte stellt die Haut vor besondere Anforderungen. Sie wird leicht trocken und spröde, juckt und ist rissig. Wer davon betroffen ist, muss alles meiden, was der Haut weiter Fett und Feuchtigkeit entzieht. Baden Sie nicht lange und nicht wärmer als 34 Grad, rät Dr. Nicole Etavard-Gorris, Oldenburg, im Patientenmagazin „HausArzt“. „Oft tun Duschöle gut“, fährt sie fort. „Nach den Duschen einmassieren, kurz noch mal überspülen und einziehen lassen, ohne sich zu fest abzutrocknen.“

Seife sei zu alkalisch. Etavard-Gorris rät zu einer Lotion oder einem Gel im Bereich des pH-Wertes der Haut von etwa 5,5. Auch Thermalwasser-Sprays, und alkoholhaltige Produkte sind ungeeignet. Pflege, die schon beim Auftragen brennt oder Rötungen auslöst, sollen nicht weiter benutzt werden. Und nicht zu viel experimentieren: Jeden Tag ein neues Pröbchen – darauf kann sich die Haut nicht einstellen.

Forscher warnen: Stress macht die Haut alt

Dr. A. Klenk aus der Dr. Wolff-Forschung warnt vor Stress. Denn die Folgen sind nicht nur auf Seele und Körper zu spüren. „Neuerdings wissen wir mehr über die Wirkung von Stress in der Haut. Stress macht sich auch dort bemerkbar und sendet Stör-Signale aus. Zunächst spannt die Haut, wirkt trocken und ist etwas gerötet. Im nächsten Stadium ist sie kraftlos und reizbar und die ersten Pigmentstörungen entstehen. Chronischer Hautstress äußert sich in tiefen Falten, Altersflecken, Trockenheit und Reizbarkeit“, unterstreicht der wissenschaftliche Leiter der Dr. Wolff-Forschung und erläutert weiter, „insbesondere ältere Menschen spüren den Stress auf der Haut“.

Denn das komplizierte Abwehrnetzwerk, das dem Stress entgegenwirkt, wird im Laufe der Zeit „löchrig“. Schadstoffe dringen leichter ein und können nicht mehr ausgeschaltet werden. Das Gleichgewicht zwischen Abwehr und Regeneration geht zunehmend verloren. Auslöser für den Hautstress sind UV-Strahlen, Umweltfaktoren, Alkohol, schlechte Ernährung und psychischer Stress. Deshalb empfiehlt der Dr. Wolff-Wissenschaftler morgens die Anwendung von schützenden Cremes gegen UV-Strahlen und Hautcremes, die frei Radikale in der Haut bekämpfen.

Trockene Haut durch trockene Luft – Präventionskampagne Haut

Raue und zu Entzündungen neigende Haut kann auch ein Symptom für trockene Luft sein. Insbesondere in Büros klagen Beschäftigte häufig über Beschwerden, die auf trockene Luft zurückgeführt werden können. Die Träger der Präventionskampagne Haut geben Tipps, wie man seine Haut dagegen schützen kann.

Insbesondere im Winter können Haut-Beschwerden aufgrund von trockener Luft auftreten. Denn wenn kalte Außenluft in die beheizten Innenräume gelangt und dort erwärmt wird, sinkt die Luftfeuchtigkeit. „Es ist erwiesen, dass die Haut bei einer Luftfeuchte von unter zehn Milligramm pro Liter in Stress gerät“, sagt Prof. Swen Malte John, Leiter der Dermatologie an der Universität Osnabrück. Bei einem etwa 20 Grad warmen Raum liegt diese Grenze demnach bei etwa 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. „Viele Betroffene klagen bei trockener Luft über trockene, zum Teil juckende Haut, insbesondere zwischen den Fingern oder an den Unterschenkeln. Zudem verschlechtern sich bestimmte chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte“, so der Experte der Präventionskampagne Haut.

Tipps bei trockener Luft

„Wir haben allerdings kein Sinnesorgan, das trockene Luft eindeutig wahrnehmen könnte“, sagt der Dermatologe Prof. Swen Malte John. Hier helfe nur ein Hygrometer, das die relative Luftfeuchtigkeit messen kann. Bei einer Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad liegt die empfohlene Raumfeuchte bei 40 bis 60 Prozent. Folgende Tipps schützen die Haut vor trockener Luft schützen:

– Richtig Lüften! Fenster im Winter nur kurz, aber weit öffnen. So
gelangt weniger Feuchtigkeit an die Außenluft.
– Viel trinken! Das unterstützt den Selbstreinigungsprozess der
Schleimhäute.
– Fettigere Cremes auftragen! Im Winter die Haut am besten mit
Salben (z.B. Vaseline) oder Pflanzenölen wie Mandel- oder
Borretschöl eincremen. Im Zweifelsfall beim Hautarzt beraten
lassen!
– Wenn Luftbefeuchter aufgestellt werden: Darauf achten, dass
diese ein BG-PRÜFZERT-Zeichen tragen. Hersteller mit diesem
Zeichen haben den hygienischen und sicheren Betrieb ihrer
Systeme nachgewiesen.

Präventionskampagne Haut geht zu Ende

Nach zweijähriger Laufzeit endet die gemeinsame Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung mit Ablauf des Jahres 2008. Insgesamt warben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m2 Deines Lebens“ dafür, dem größten Organ des Menschen mehr Beachtung zu schenken Mit Abschluss der Präventionskampagne Haut enden die Bemühungen der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung, Hauterkrankungen zu vermeiden, aber nicht. „Hauterkrankungen entstehen über einen langen Zeitraum hinweg und treten meist erst nach Jahren auf. Die Präventionskampagne Haut kann daher nur ein Anstoß gewesen sein, sich weiterhin für das Thema zu engagieren. Die gesetzliche Unfallversicherung wird das Thema etwa im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie weiter verfolgen“, sagt Projektleiter Fritz Bindzius von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Weitere Informationen zur Präventionskampagne Haut