Tag: unterkühlung

Bei anhaltender Kälte auf Unterkühlung achten

Für die nächsten Tage sind Minusgrade angesagt, die uns in den Wintermodus zwingen, der Unterkühlungs- und Glatteisgefahr mit sich bringt. DRK-Bundesarzt Professor Peter Sefrin gibt Tipps, wie Sie sich beim Aufenthalt im Freien durch vorbeugende Maßnahmen vor diesen Gefahren schützen und im Ernstfall Erste Hilfe leisten können.

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Unterkühlung vermeiden schützt vor Harnwegsinfekten

Die Badesaison beginnt, und damit nehmen auch Harnwegsinfekte zu. Um einer Unterkühlung vorzubeugen, sollte man sich nach dem Schwimmen schnell umziehen. Trocknet nasse Kleidung auf der Haut, entsteht durch die Verdunstung Kälte. Das erhöht das Risiko eines Harnwegsinfekts. Aus dem gleichen Grund sollte man sich nicht auf kalte Steine setzen. Infektionen der Harnblase sind nicht nur lästig, weil sie ein Brennen beim Wasserlassen verursachen und zu häufigem Harndrang führen. Unbehandelt kann die Infektion auch bis in die Niere aufsteigen. „Wer eine Blasenentzündung hat, sollte sehr viel trinken, auch wenn das Wasserlassen zunächst schmerzhaft ist. Mit dem Harn werden Bakterien aus der Blase heraus gespült“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Besonders eignen sich hier spezielle Nieren- und Blasentees. Auch Wärme tut gut.

Unkomplizierte Harnwegsinfekte sind für Frauen normalerweise ungefährlich. Halten die Beschwerden länger als fünf Tage an, ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Ein Alarmzeichen ist, wenn der Harn durch Blut rot gefärbt ist. Blasenentzündungen bei Männern oder Kindern sollten immer ärztlich behandelt werden. Treten Komplikationen wie Fieber, ein starkes Krankheitsgefühl oder Schmerzen in der Nierengegend auf, sollten Patienten ebenfalls mit dem Arzt sprechen.

Es gibt verschiedene rezeptfreie pflanzliche Medikamente gegen Harnwegsinfekte. Zusätzlich können Patienten gegen die Symptome Schmerzmittel einnehmen. Wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage bessern, kann der Arzt gegen den bakteriellen Infekt ein rezeptpflichtiges Antibiotikum verordnen. Benkert: „Patienten sollten ein Antibiotikum aber nicht vorzeitig absetzen, denn dies kann zu resistenten Erregern führen.“

Frauen leiden häufiger als Männer unter Harnwegsinfekten, weil durch ihre kürzere Harnröhre die Erreger leichter bis in die Blase aufsteigen können. Das Risiko steigt auch durch hormonelle Umstellungen, etwa in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch der Gebrauch von Intimwaschlotionen und Verhütungscremes kann unter Umständen Harnwegsinfekte begünstigen.

Erste Hilfe bei Erfrierungen und Unterkühlung

Gegen kalte Hände hilft, sie tüchtig gegeneinander zu reiben. Muss aber eine ernste Erfrierung befürchtet werden, was an Fingern, Zehen, Nasen und Ohren besonders leicht passieren kann, wäre das ein Fehler. Das Reiben könnte den Gewebeschaden vergrößern, erklärt Bundesfeuerwehrarzt und Intensivmediziner Dr. Hans-Richard Paschen aus Hamburg in der „Apotheken Umschau“. Erfrorene Körperteile sollten im Wasserbad mit langsam ansteigender Temperatur erwärmt werden.

Ist warmes Wasser nicht verfügbar, eignet sich Körperwärme gut, etwa in den Achselhöhlen. Zuvor muss allerdings immer nasse Kleidung durch trockene ersetzt werden. Mitunter sind auch warme Getränke hilfreich. Unterkühlte sollten auf keinen Fall zu stark bewegt werden, da dabei kaltes Blut zum Körperkern geleitet wird, so dass dieser weiter abkühlt. Ernst ist die Situation, wenn die Körpertemperatur unter 35 Grad sinkt, sehr gefährlich bei unter 33 Grad. Dann hört das Muskelzittern auf und der Betroffene verliert das Bewusstsein.