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Es gibt Tage da fühlen Sie sich fast unbesiegbar und sind in der Lage ihr gesamtes Potential abzurufen – an diesen Tagen erreichen Sie mehr als sonst und erledigen alles auch noch mit Stil. Die Welt um Sie herum hat sich nicht verändert, aber etwas in Ihnen ist anders. Sie erledigen alle Dinge die auf ihrer To-Do-Liste stehen. Sie sind der Meinung, dass Sie über die Energie und die Motivation verfügen um hart zu arbeiten und mehr zu erreichen als sonst. Es ist so ein Tag an dem Sie nichts herunter ziehen kann.

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Nahrungsergänzungsmittel – Verbraucher geben gesundheitliche Gründe an

Immer mehr Menschen nehmen ergänzend zur täglichen Nahrung Vitamin- und Mineralstoffpräparate ein. Grundsätzlich sind sie sich möglicher Risiken bewusst, hat eine Studie der Leibniz Universität Hannover gezeigt. Die Wissenschaftler hatten eine bundesweite Befragung von 1.070 Verwendern von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) im Alter von 18 bis 93 Jahren durchgeführt.

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Multivitamine und Magnesium sind die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel

Die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland sind weiterhin Multivitaminpräparate und Magnesium. Das belegen Zahlen einer Marktanalyse von Nielsen Deutschland, die im Auftrag des Arbeitskreises Nahrungsergänzungsmittel des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) durchgeführt wurde.

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die dazu dienen, die allgemeine Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Stoffen, wie zum Beispiel Aminosäuren, Ballaststoffen oder sekundäre Pflanzenstoffen zu ergänzen. Sie tragen zum Erhalt der Gesundheit und des Wohlbefindens bei und werden daher zu der Gruppe der sogenannten Gesundheitsprodukte gezählt.

Laut Nielsen betrug der Gesamtumsatz von Gesundheitsprodukten im Zeitraum April 2013 bis März 2014 knapp 50 Milliarden Euro, das ist ein Wachstum von 5,4 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Zeitraum April 2012 bis März 2013. Zu den Gesundheitsprodukten zählen die verschreibungspflichtigen Arzneimittel (74 Prozent) und die sogenannten „Over-the-Counter“-Produkte (OTC-Produkte; 26 Prozent), also nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Selbstmedikation sowie Nichtarzneimittel wie z. B. Nahrungsergänzungsmittel.

Betrachtet man nur Nahrungsergänzungsmittel, so liegt der Gesamtumsatz bei 1,045 Milliarden Euro, was 2,1 Prozent des Gesamtumsatzes von Gesundheitsprodukten bzw. 8 Prozent des Umsatzes von OTC-Produkten entspricht. Konkret wurden innerhalb eines Jahres 168 Millionen Packungen Nahrungsergänzungsmittel verkauft, das ist eine leichte Steigerung von 3,2 Prozent gegenüber 2012/2013. „Die Zahlen belegen, dass wir in Deutschland einen vernünftigen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln haben“, erklärt Antje Preußker, die den Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel beim Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft leitet, und ergänzt „Laut Ernährungsbericht 2012 nehmen etwa ein Viertel der Erwachsenen Nahrungsergänzungsmittel. Bei geschätzten 66 Millionen Erwachsenen heißt dies, dass jeder Nahrungsergänzungsmittelverwender über die Vertriebswege Apotheke, Lebensmitteleinzelhandel, Drogeriemarkt und Versandapotheke durchschnittlich etwa 10 Packungen im Jahr kauft.“

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Dominierende Warengruppen – mengenmäßig betrachtet – sind dabei traditionell die Mineralstoffe (43 Prozent) und Vitamine (28 Prozent). Bei den Mineralstoffen ist nach wie vor Magnesium die Nummer eins mit einem Absatzplus von 2,1 Prozent. Calcium wird dagegen weniger eingekauft (-6,1 Prozent). Bei den Vitaminen sind zwar Multivitamine weiterhin ein Dauerbrenner, müssen aber einen Rückgang von -8,5 Prozent verzeichnen. Der Absatz von Vitamin D (+150 Prozent) und auch Folsäure (+6 Prozent) ist derweil gestiegen.

Anders als bei den gesamten Gesundheitsprodukten wird nur jede vierte Packung Nahrungsergänzungsmittel (24 Prozent) in stationären Apotheken gekauft. Den größten Absatz finden Nahrungsergänzungsmitteln im Lebensmitteleinzelhandel: 43 Prozent der Packungen (Umsatzanteil: 14 Prozent) werden hier gekauft, wobei die Tendenz mit -2,7 Prozent eher rückläufig ist. Seit Jahren gewinnen stattdessen die Drogeriemärkte immer mehr an Bedeutung. 2013/2014 konnte ein mengenmäßiges Plus von 4,7 Prozent verzeichnet werden, 29 Prozent der Verpackungen (Umsatzanteil: 15 Prozent) werden hier verkauft. Der Absatz über die Versandapotheken wächst, auch wenn er derzeit erst bei 5 Prozent liegt.

Vitamin D – Dem Sonnenvitamin werden unglaubliche Eigenschaften nachgesagt

Da wir immer mehr Zeit in Räumen verbringen, hat etwa die Hälfte der Deutschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel, berichtet das Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber. Nun könnte man sagen, na und, wen kümmert es? Wenn man aber hört und liest, dass diesem Sonnenvitamin unglaubliche Eigenschaften nachgesagt werden, sieht die Sache schon anders aus. Vitamin D soll z.B. für die Knochengesundheit sorgen, vor Diabetes schützen, Erkältungen verhindern und sogar bei der Bekämpfung von Krebs helfen. Der Körper braucht also dieses Vitamin D, aber ist es auch tatsächlich ein Allheilmittel, haben wir Allgemeinmediziner und Chefredakteur Dr. Andreas Baum gefragt:

Ein Allheilmittel sicherlich nicht. Obwohl es tatsächlich Hinweise gibt, dass Vitamin D an vielen Vorgängen im Stoffwechsel beteiligt ist. Gesichert ist aber in jedem Fall, dass Vitamin D die Knochenreifung fördert und zum Beispiel bei älteren Menschen das Risiko senkt, sich bei einem Sturz etwas zu brechen.

Nun weiß man, dass die Aufnahme von Vitamin D schwieriger ist, als bei anderen Vitaminen. Wie gelangt es in den Körper?

Vitamin D wird zum überwiegenden Teil in der Haut gebildet und zwar unter dem Einfluss von UV-B-Strahlen aus dem Sonnenlicht. Die Nahrung liefert uns leider nur relativ wenig Vitamin D, weil in den meisten Lebensmitteln nur sehr wenig davon enthalten ist.

Was sollte man also tun?

Man sollte mindestens drei Mal in der Woche 15 bis 20 Minuten an die Sonne und zwar am besten mittags und dabei die Ärmel und Hosen hochkrempeln, aber auch nicht länger wegen der Sonnenbrandgefahr. Und wer seinen Vitamin-D- Bedarf so nicht decken kann oder unsicher ist, der sollte mit seinem Arzt sprechen, ob die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates sinnvoll ist.

Vitamin- und Mineralstoff-Defizite bei Senioren beeinträchtigen körperliche und geistige Fitness

Senioren haben ein höheres Risiko für einen Mangel an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Ursachen sind – neben Fehlernährung – vor allem Arzneimitteleinnahmen, Krankheiten und altersbedingte Aufnahmestörungen im Magen-Darm-Trakt. Die Folgen einer Unterversorgung sollten nicht unterschätzt werden, wie Wissenschaftler bei einem Symposium der Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) am 10. November 2012 in Frankfurt a.M. verdeutlichten. Defizite können die körperliche und geistige Fitness im Alter erheblich beeinträchtigen und alterstypische Erkrankungen vorantreiben.

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So sind ältere Menschen häufig von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen – meist verursacht durch Aufnahmestörungen im Magen-Darm-Trakt, wie Prof. Joachim Schmidt, Pharmakologe aus Dresden, berichtete. Die möglichen Folgen des Mangels reichen von Missempfindungen und Gangunsicherheit bis hin zu Gedächtnisstörungen, Depressionen und Demenz. „In der Praxis werden diese Symptome aber unzureichend als Folgen eines Vitamin-B12-Mangel erkannt“, beklagte Schmidt.

Ein Mangel an Magnesium fördert alterstypische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen Diabetes mellitus Typ-2, berichtete Prof. Klaus Kisters von der Medizinischen Klinik I des St. Anna Hospitals in Herne.

Gerade bei Diabetikern ist – bedingt durch den gestörten Stoffwechsel – auch ein Mangel an Vitamin B1 verbreitet, der die Entstehung diabetischer Folgeerkrankungen wie Gefäß- und Nervenschäden begünstigt, erläuterte Prof. Burkhard Herrmann, Diabetologe aus Bochum. Eine Vorstufe vom Vitamin B1, das Benfotiamin, wird daher auch zur Prävention und Behandlung diabetischer Nervenschäden (Neuropathien) angewendet.

Ein weiteres kritisches Vitamin im Alter ist Vitamin D, da die vom UV-Licht abhängige Vitamin-D-Produktion in der Haut mit dem Älterwerden deutlich abnimmt. Niedrige Vitamin-D-Konzentrationen im Blut sind, neueren Erkenntnissen zufolge, nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs verbunden, berichtete der Pharmakologe Prof. Dieter Loew, Wiesbaden.

Insbesondere bei dauerhafter Medikamenten-Einnahme sollte der Vitamin- und Mineralstoffversorgung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, betonte Uwe Gröber, Apotheker und Mikronährstoffexperte aus Essen: „Werden ein oder mehrere Arzneimittel eingenommen, besteht immer das Risiko für Wechselwirkungen mit dem Stoffwechsel essenzieller Mikronährstoffe“.

Durch den gezielten Ausgleich von Mangelzuständen könnte die Prävention und Therapie von alterstypischen Erkrankungen wirksam unterstützt werden, so die Experten.

Neue Langzeitstudie zur Prävention von Krebserkrankungen mit Multivitaminen

Die amerikanische Langzeitstudie „Physician’s Health Study II“* kommt gemäß der jüngst auf der AACR International Conference on Frontiers in Cancer Prevention Research zum Ergebnis, dass Männer, die über 10 bis 13 Jahre lang täglich Multivitaminprodukte eingenommen hatten, signifikant weniger häufig an Krebs erkrankt sind. Im Rahmen dieser randomisierten, Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie wurden 14.641 männliche Ärzte im Alter von über 50 Jahren untersucht. Bei den verabreichten Vitaminen und Mineralien handelte es sich um ein handelsübliches Nahrungsergänzungsmittel, das niedrig, innerhalb der Empfehlungen für den täglichen Verzehr, dosiert war.

Am Ende der Beobachtungszeit waren in der Multivitamin-Gruppe insgesamt 8 Prozent weniger Krebserkrankungen aufgetreten als in der Placebogruppe. Bei rund 50 Prozent der beobachteten Tumore handelte es sich um Prostatakarzinome, bei denen kein direkter Effekt der Multivitamin-Gabe auf die Häufigkeit beobachtet werden konnte. Berücksichtigt man allerdings den Effekt der Multivitamin-Gabe auf andere organspezifische Krebserkrankungen, konnten die Forscher eine 12-prozentige Reduktion des Auftretens dieser Tumorarten beobachten. Zusätzlich wurde auch noch eine Abnahme der Tumorsterblichkeit um 12 Prozent gefunden, die allerdings statistisch nicht signifikant war.

Bemerkenswert an dieser Studie ist ferner, dass der Anteil der Probanden dieser Studie, die einen gesundheitsbewussten Lebensstil pflegten, überdurchschnittlich hoch war – sie waren nicht übergewichtig und verzehrten viel Obst und Gemüse, nur 3,5 Prozent rauchten und fast zwei Drittel trieben mindestens eine Stunde in der Woche Sport. So legt das Ergebnis der Studie nahe, dass die Gabe von Multivitaminen auch bei einer ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise zusätzliche positive Effekte auf den Organismus haben könnte.

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*) Gaziano JM et al.; Multivitamins in the Prevention of Cancer in Men, JAMA, veröffentlicht online am 17. Oktober 2012

Neuer Referenzwert für Vitamin D

Ein Kapitel in der Ernährungsfachliteratur muss von nun an aktualisiert werden, und zwar das Thema Vitamin D. Der Grund: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt einen neuen Referenzwert für die Vitamin D-Zufuhr an. Der liegt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei 20 µg pro Tag (1µg = 1/1000 mg) und ist damit viermal so hoch wie bisher. Für Senioren hat sich dieser Wert verdoppelt. Es handelt sich hierbei um einen Schätzwert unter der Annahme, dass kein körpereigenes Vitamin D gebildet wird.

Die DGE begründet diesen neuen Referenzwert damit, dass 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Da dieses Vitamin zusammen mit Calcium und Phosphat die Knochenhärtung fördert und auch am Muskelstoffwechsel beteiligt ist, ist eine ausreichende Vitamin D-Versorgung bereits von Geburt an wichtig. Heute weiß man auch, dass ältere Menschen mit einer guten Vitamin D-Versorgung unter anderem ein geringeres Risiko für Knochenbrüche und Stürze haben.

Man muss wissen: Der Körper erhält Vitamin D auf zwei Wegen, zum einen mit der Nahrung. Es gibt allerdings nur wenige Vitamin D-reiche Lebensmittel. Dazu zählen vor allem Fettfische wie Hering und Makrele, aber auch Leber, Lebertran, Eigelb, einige Speisepilze und mit Vitamin D angereicherte Margarine. Zum anderen kann der Körper dieses Vitamin mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden, insbesondere in den sonnenreicheren Monaten von April bis September. Übrigens: Ältere Personen und Menschen mit dunkler Hautfarbe bilden weniger Vitamin D. Auch Sonnenschutzcremes hemmen die Bildung zu 90 Prozent.

Laut DGE nehmen Jugendliche und Erwachsene mit Lebensmitteln nur 2 bis 4 µg Vitamin D am Tag zu sich. Damit werde der Schätzwert für die Zufuhr längst nicht erreicht. Den „Rest“ (rund 16 bis 18 µg Vitamin D) müsse der Verbraucher über die Vitamin D-Bildung in der Haut decken – also durch häufigen Aufenthalt im Freien.

Der aid infodienst empfiehlt: Viele Verbraucher können kaum selbst beurteilen, ob ihr Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Wer unsicher ist und es genau wissen will, kann eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen. Auch wenn das Risiko einer Überdosierung mit diesem Vitamin eher gering ist, sollte man erst mit seinem Arzt Rücksprache halten, bevor ein Vitamin D-Präparat eingenommen wird. Säuglinge sollten grundsätzlich im ersten Lebensjahr ein Vitamin D-Präparat zur Rachitisprophylaxe bekommen – egal ob sie gestillt werden oder nicht.

Hedda Thielking, www.aid.de

Kohl schlägt Orange – Welche Lebensmittel uns mit viel Vitamin C versorgen

Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen gelten als die Vitamin-C-Lieferanten schlechthin – nicht zu Unrecht. Zu wenig bekannt aber ist, dass manche heimische Früchte und Gemüse die Exoten – zumindest im Rohzustand – teilweise deutlich übertreffen. Dazu gehören ausgerechnet die alltäglichen Kohlgemüse wie Broccoli, Rosenkohl und Grünkohl, heißt es auf “ apotheken-umschau.de „. Auch Spinat, Paprika und Petersilie sind ausgezeichnete Vitamin-C-Lieferanten.

Allerdings: Will man das Vitamin auch auf dem Teller haben, darf man die Gemüse nur schonend garen, denn der Vitalstoff ist hitzeempfindlich und wasserlöslich. Im Sommer sind Schwarze Johannisbeeren der Vitamin-C-Tipp: Sie enthalten fast viermal so viel davon wie Zitrusfrüchte. Ascorbinsäure, wie das Vitamin wissenschaftlich heißt, soll die Immunabwehr stärken und dadurch zum Beispiel helfen, im Winter Erkältungen vorzubeugen. Zudem beschleunigt es die Wundheilung und ist am Aufbau von Bindegewebe beteiligt.

Risiko durch Vitamine?

Mit dieser Schlagzeile macht aktuell eine Studie (Iowa Women’s Health Study*) auf sich aufmerksam. Sie kommt zu dem Schluss, dass ältere Frauen, die verschiedene Vitaminpräparate zu sich nehmen, ein höheres Risiko haben zu erkranken. Diese Aussage ist unseriös und wissenschaftlich so nicht haltbar, stellt die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung, GIVE e.V., fest.

Die Verfasser der Studie haben demnach entscheidende Standards nicht eingehalten, die für wissenschaftliche Untersuchungen unverzichtbar sind. Zu den methodischen Mängeln der Iowa-Studie gehört der Verzicht auf die umfassende und exakte Erfassung des Ernährungs- und des generellen gesundheitlichen Status der untersuchten Frauen, weder zu Beginn der Untersuchung, noch über deren Verlauf. Der Einfluss von Begleiterkrankungen wurde komplett außer Acht gelassen. Wenn etwa im Laufe des Studienzeitraums eine Krebserkrankung auftritt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Betroffenen nach einigen Jahren sterben. Mit der Diagnose einer schweren Erkrankung steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Patienten verstärkt zu Vitaminpräparaten greifen. Der Tod ist dann allerdings nicht auf die Vitamine zurückzuführen, sondern auf die Krebserkrankung.

Zu den elementaren Selbstverständlichkeiten einer wissenschaftlichen Studie gehört die Angabe der Dosis und der Formulierung der Wirkstoffe. Dies wurde in der Iowa-Studie ignoriert; Menge und Zusammensetzung der einzelnen Präparate sind nicht dokumentiert worden. Für einen Patienten kann es aber ganz entscheidend sein, ob er bestimmte Vitamine nur sehr niedrig oder extrem hoch dosiert zu sich nimmt. Es ist seit langem bekannt, dass verschiedene Mikronährstoffe – wie etwa Eisen und Kupfer – in hoher Dosierung toxische Wirkungen entfalten können. Nicht beachtet wurden in der Iowa-Studie auch mögliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Diese Untersuchung ist eine epidemiologische Studie. Das heißt, es wird beobachtet, inwiefern zwischen der Einnahme von Nährstoffen oder auch Supplementen eine Beziehung besteht, aus der man eine Risikoabschätzung berechnen kann. Diese Studien können in der Ernährungsforschung hilfreich sein, sie sind aber nur von begrenzter Aussagekraft. Dies gilt umso mehr dann, wenn methodologische Schwächen hinzukommen, wie bei dieser Untersuchung. Nur um ein Beispiel zu nennen: Die Studie hat die Datenerhebung in drei Zeiträume aufgeteilt: 1986 – 1996, 1997 – 2003 und 2004 – 2008. Der Effekt der Multivitamine auf die Gesamtsterblichkeit in der Kohorte hat in den unterschiedlichen Zeiträumen variiert, manchmal ohne, in anderen Fällen aber mit einem Trend zu einem inversen Effekt. Allerdings wird jedoch auch eine protektive Wirkung beschrieben. Es ist nicht schlüssig, wenn die Autoren die verschiedenen Zeiträume zusammenfassen und daraus die Aussage ableiten, dass dann ein erhöhtes Risiko der Gesamtsterblichkeit von Multivitaminen ausgeht.

Diese Art von Berichterstattung ist nicht hilfreich. Insbesondere deshalb nicht, weil sie in der nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit Verwirrung stiftet und Verunsicherung schafft. Die essentielle Rolle von Mikronährstoffen für die Gesundheit steht außer Frage. Ebenso die Bedeutung ihrer regelmäßigen Zufuhr mit der Ernährung, beziehungsweise mit Supplementen, wenn dies nicht oder nur eingeschränkt möglich ist.

*Mursu J et al.; Dietary Supplements and Mortality Rate in Older Women: The Iowa Women’s Health Study. Archives of Internal Medicine, 2011; 171 (18)

Vitamine im Alter besonders wichtig

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Spurenelementen können gesundheitserhaltend wirken – besonders im Alter. Ein Großteil der Senioren im Rentenalter leidet an Vitamin- und Spurenelementedefiziten und trägt deshalb ein gesteigertes Risiko für bestimmte Erkrankungen. Vor allem sind dies sogenannte Altersleiden, wie Demenz, nachlassende geistige Fähigkeiten, aber auch Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V., GIVE, feststellt.

In diesem Zusammenhang sollte man auch Studien sehr kritisch sehen, wonach Vitaminpräparate angeblich die Sterblichkeit bei älteren Menschen erhöhen, so wie eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung* aus den USA verkündet hat. Die Verfasser hatten dabei über fast zwanzig Jahre hinweg nur die grundsätzliche Todeshäufigkeit erfasst, nicht aber den exakten Gesundheitsstatus der Beteiligten zu Beginn der Studie, deren Lebensumstände, noch deren Ernährung im Einzelnen über die Zeit verfolgt. Und auch die jeweilige Dosierung der Vitaminpräparate wurde nicht durchgängig erhoben. Allein diese unübersehbaren methodischen Mängel lassen das Ergebnis dieser Studie als sehr fragwürdig erscheinen.

Da es sich um eine amerikanische Studie handelt, wurden zudem sehr hohe Eisen-Dosierungen in die Untersuchung einbezogen. Derartige Dosierungen werden in Deutschland nur in Arzneimitteln eingesetzt und dann unter ärztlicher Aufsicht verabreicht – und eben nicht als Nahrungsergänzungsmittel.

Es ist in der Wissenschaft allgemein bekannt, dass die Wirkung jeder Substanz im menschlichen Organismus ganz entscheidend von der Dosis abhängt. Es besteht kein Zweifel darüber, dass die Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen in vernünftigen Dosierungen und gezielt erfolgen sollte. Dass bei jedem Stoff in Fällen extrem hoher Zufuhr Schäden auftreten können, weiß jeder Mediziner.

Demgegenüber steht eine große Zahl an Untersuchungen, die der zielgerichteten Supplementierung mit Vitaminen in der Regel vielfältig positive Auswirkungen auf die Gesundheit bestätigen.

Viele Senioren sind unzureichend mit Vitamin B12 und Vitamin D versorgt. Über die Diät lassen sich solche Defizite nicht immer ausgleichen. Vitamin B12 beispielsweise kann mit zunehmendem Alter immer weniger aus der Nahrung aufgenommen werden. Abhilfe ist dann nur mit höher dosierten Präparaten oder mit Spritzen möglich. Für ältere Menschen ist Vitamin B12 besonders wichtig, da ein Mangel die Entwicklung von Demenz begünstigt. Etliche im Alter verbreitete Leiden gehen zudem mit einem erhöhten Mikronährstoffbedarf einher. Diabetiker benötigen zum Beispiel mehr Magnesium als Gesunde. Entscheidend ist immer der Einzelfall; pauschalisierende Aussagen der Art „zu viele Vitamine schaden“ gehen weit an der Sache vorbei und entsprechen nicht wissenschaftlichen Standards.

*Mursu J et al, Dietary Supplements and Mortality Rate in Older Women: The Iowa Women’s Health Study. Archives of Internal Medicine, 2011; 171 (18)