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Weg mit den Warzen – So werden Sie die Hautwucherungen wieder los

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So lästig sie auch sind – in vielen Fällen müssen Warzen nicht behandelt werden. Die Dermatologin Dr. Garcia Bartels von der Berliner Charité empfiehlt im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ Eltern von betroffenen Kindern, erst einmal abzuwarten, wenn die Warze nicht stört. Im Prinzip braucht der Körper keine Hilfe, um die Wucherungen wieder loszuwerden, sondern erledigt das alleine – ohne dass Narben zurückbleiben.

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Vereisung killt Warzen am besten

Die Behandlung mit Flüssigstickstoff ist einer niederländischen Studie zufolge die effektivste Art, Warzen zu entfernen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Wissenschaftler der Universität Leiden behandelten 240 Patienten entweder mit der Vereisung, mit Salicylsäure oder gar nicht.

Nach drei Monaten waren die Warzen bei 49 Prozent der „Eispatienten“ spurlos verschwunden, die Säure hatte bei 15 Prozent zum Erfolg geführt. Acht Prozent derjenigen, die einfach abwarteten, waren ihre Warzen aber auch los.

Internettipps gegen Warzen kritisch hinterfragen

Zitronensaft, Bananenschalen oder Tafelkreide – gegen Warzen werden im Internet viele Hausmittel propagiert. „Ihre vermeintliche Wirkung lässt sich dadurch erklären, dass jede zweite Warze auch ohne Behandlung innerhalb von zwei Jahren verschwindet“, so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. „Verbraucher sollten Internettipps zu Hausmittel grundsätzlich kritisch hinterfragen. Das ‚Warzenmittel‘ Teebaumöl darf zum Beispiel nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden, sonst kann es Kontaktallergien auslösen. Seriöse Informationen gibt’s in der Apotheke.“

Grundsätzlich sollten Patienten mit Warzen einen Arzt aufsuchen. Das gilt vor allem bei Kindern und wenn größere Hautflächen, das Gesicht oder der Genitalbereich befallen sind. Ist eine Selbstmedikation möglich, erfordert diese viel Geduld. Verschiedene rezeptfreie Präparate werden äußerlich auf die Warze aufgetragen. Präparate mit Salicyl- oder Milchsäure werden in der Regel nur kurzfristig angewendet. Sie weichen das verhornte Gewebe auf, es kann dann leicht abgetragen werden. Die umliegende Haut kann durch das Auftragen von Zinkpaste oder Vaselin geschützt werden. Rezeptfreie Alternativen sind unter anderem Ätzmittel mit Monochloressigsäure oder Vereisungssprays. Warzen sollten grundsätzlich nur vorsichtig behandelt werden. Treten während der Eigenbehandlung Probleme wie Blutungen oder starke Schmerzen auf, sollten Patienten mit dem Arzt sprechen.

Um die Entstehung neuer Warzen zu verhindern, sollten sich Patienten nach jeder Behandlung einer Warze gründlich die Hände waschen. Feuchte Haut ist anfälliger für eine Virusinfektion. Deshalb nach die Füße nach dem Baden sorgfältig abtrocknen und Fußschweiß soweit möglich vermeiden. Grundsätzlich sollte man nur eigene Handtücher, Nagelfeilen oder Scheren benutzen und im Schwimmbad oder der Sauna Badeschuhe tragen.

Warzen – Kinder mit empfindlicher Haut haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko

Kinder mit einer empfindlichen Haut haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Warzenviren anzustecken. Darauf weist die Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung hin. „Rund 30 Prozent aller Kinder in Deutschland sind heutzutage Atopiker“, sagt Professor Dr. Swen Malte John, Experte der Präventionskampagne Haut. „Das heißt, sie leiden an einer ererbten Überempfindlichkeit der Haut und Schleimhäute.“

Die Infektion mit Warzenviren, den humanen Papillomviren, passiert immer dann, wenn diese Viren durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht gelangen. Sechs Wochen oder auch erst mehrere Monate nach der Infektion verdickt und verhornt sich an der Eintrittsstelle die Haut und bildet Wucherungen.

In den infizierten Hautzellen vermehren sich die Viren und werden an der Oberfläche freigesetzt. Eine direkte Ansteckung kann durch Kontakt mit infizierten Hautschuppen erfolgen. Neben der direkten Ansteckung gibt es auch eine indirekte, beispielsweise in öffentlichen Schwimmbädern, Duschräumen, Sporthallen oder an Griffen und Geländern. Viren überleben dort am längsten, wo es feucht und kalt ist.

„Eine andere Gruppe von Viren, die dem Pockenerreger ähnlich sind, verursachen die so genannten. Dellwarzen. Sie sind mitunter sehr zahlreich und können überall am Körper auftreten“, sagt Professor John. Diese Warzen finden sich fast ausschließlich bei Kindern, besonders bei jenen mit empfindlicher Haut.

„Zum Glück verschwinden circa 80 Prozent der Warzen innerhalb von drei Jahren von selbst,“ so Professor John. „Gerade bei Kindern sollten wir auf den Selbstheilungsprozess des Körpers vertrauen. Ist eine Behandlung notwendig, sollte sie möglichst schonend sein“.

Es ist dennoch ratsam, Kinder vor einer Infektion zu schützen und Hautveränderungen immer von einem Hautarzt begutachten zu lassen, empfiehlt John weiter.

Hier einige Tipps, wie Kinder – neben einer regelmäßigen Hautpflege – vor einer Warzeninfektion geschützt werden können:

– Kinder sollten in Schwimmbädern, Sporthallen, Duschräumen und
Hotels immer „Badelatschen“ tragen
– Kinder sollten ihre Füße nach jedem Schwimmbadbesuch
desinfizieren und gut abtrocknen
– Eltern sollten die Füße von Kindern immer warm und trocken
halten
– Eltern sollten dafür sorgen, dass eine zu große Belastung der
Kinderhaut vermieden wird, zum Beispiel durch mechanische
Reibung
– Eltern sollten den Bewegungsdrang Ihrer Kinder unterstützen.
Viel Bewegung fördert die Durchblutung – besonders der Füße.
Wechselbäder können den gleichen Effekt erzielen.

Die Präventionskampagne Haut
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen unter: www.2m2-haut.de