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Wutausbrüche von Kleinkindern sind normales Verhalten

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Wenn kleine Kinder beißen, hauen und vor Wut schreien, sollten Eltern möglichst gelassen bleiben. Denn Wut und Ärger sind hoch ansteckend – in beide Richtungen, wie das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ berichtet. Bis zu einem Alter von etwa drei Jahren seien aggressive Attacken ein normales kindliches Verhalten, sagt der Leiter des Heidelberger Präventionszentrums, Dr. Andreas Schick.

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Stinksauer? Singen Sie, wenn Sie wütend sind

Manchmal ist man einfach stinksauer! Der Nachbar nervt, der Chef raunzt einen an oder ein Kollege macht dumme Sprüche. Das passiert jeden Tag überall auf der Welt. Was man machen kann, wenn man wütend ist: Wut ist ein Gefühl, das jeder kennt. Vielen Menschen fällt es aber schwer, damit gut umzugehen, denn Wut und Zorn gehören hierzulande nicht zum guten Ton. Dabei können sie sehr nützlich sein, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

„Zorn kann helfen Konflikte auszutragen, Grenzen zu setzen. Wer über Kollegen sauer ist, weil sie beispielsweise ständig zu laut telefonieren oder Arbeit anderen aufbürden, hat durch seine Wut die Energie, die Dinge, die ihn stören, konkret anzusprechen. Es ist allerdings eine hohe Kunst, dann auch die richtigen Worte zu finden.“

Denn wenn man richtig sauer ist, sagt man oft Dinge, die alles noch schlimmer machen. Diese Tipps helfen dabei, sich schnell abzuregen:

„Zählen Sie bis zehn, bevor Sie reagieren. Oder machen Sie einen Spaziergang. Auch singen oder schreien kann helfen, Wut loszuwerden. Hilfreich ist sicher auch, einmal die Perspektive zu wechseln und sich zu fragen: Wie sieht der Andere die Situation?“

Falsch wäre es, die Wut immer herunterzuschlucken. Denn damit setzt man sich unter Stress und schadet seiner Gesundheit:

„Wer Wut und Ärger ständig herunterschluckt, kann selber krank werden. Permanente Stresssituationen verursachen unter anderem Verspannungen, Kopfschmerzen, ja sogar Migräne oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eventuell Depressionen sind möglich. Wer indes wegen jeder Kleinigkeit gleich explodiert, riskiert ebenfalls seine Gesundheit. Bei diesen Personen ist zum Beispiel das Schlaganfall-Risiko besonders hoch.“

Wer wütend ist, kann mit einer einfachen Übung seinen Stresshormonspiegel senken, schreibt die „Apotheken Umschau“. Einfach gerade hinstellen, die Arme in die Höhe strecken und Körperspannung aufbauen. Nach zwei bis drei Minuten baut sich ein Großteil des Stresshormons Cortisol ab und Sie können wieder besonnen reagieren.

Wut ist ein gutes Gefühl – Wenn man es richtig umzusetzen weiß!

Sage und schreibe bis zu sechs Stunden braucht der menschliche Körper nach einem Wutanfall, um sein Gleichgewicht wiederherzustellen. Und dennoch ist die Wut ein gutes Gefühl – aber nur, wenn man sie richtig umsetzt, berichtet das Gesundheitsmagazin HEALTHY LIVING (ab heute im Handel) in der aktuellen Ausgabe. Wir vergeuden unsere Energie viel zu oft damit, andere verändern zu wollen, anstatt die Kraft der Wut für uns selbst einzusetzen, erklärt die US-Psychologin und Wut-Expertin Harriet Lerner. Sie rät dazu, sich Zeit zu nehmen, um über die Probleme nachzudenken, die einen womöglich wiederkehrend wütend machen: Wer ist in einer Wut auslösenden Situation wirklich wofür verantwortlich? Was können Sie selbst ändern und was nicht? Um die eigene Wut positiv umzulenken sei es auch wichtig, den „Gegner“ nicht von seiner Meinung überzeugen zu wollen. Menschen sind verschieden, jeden leiten andere Motive. Harriet Lerner: „Lernen Sie über Ihre Gefühle zu sprechen, ohne zu erwarten, dass andere Ihre Empfindungen teilen!“

Apropos teilen: Forscher haben herausgefunden, dass es zwischen den Geschlechtern in puncto Wut zwei grundlegende Unterschiede gibt. Frauen werden viel seltener körperlich aggressiv als Männer. Und Männer entladen ihren Ärger auch in der Öffentlichkeit, Frauen vor allem in der Familie. Nicht ohne Grund: Eine US-Studie wies kürzlich nach, dass Männer für ihr Ausflippen meist Respekt ernten, Frauen dagegen als unkontrolliert und inkompetent gelten…

Aber es gibt auch Situationen, in denen in uns der Ärger hochkocht, ein Wutausbruch jedoch völlig undenkbar ist. Zum Beispiel bei offiziellen Anlässen oder wenn die dreijährige Tochter sich morgens in der größten Hektik weigert, ihre Schuhe anzuziehen… Für solche Fälle gibt HEALTHY LIVING konkrete Tipps, wie man die Fassung bewahrt. Beispiel: Schnell in den nächsten Spiegel grinsen! Denn wer sich selbst eine Grimasse schneidet, beraubt sich der Ernsthaftigkeit seiner Wut. Oder ganz langsam ein Glas Wasser trinken. Denn es ist erwiesen: Schlucken beruhigt!