Gefahr im Grünen: Wie gefährlich sind Zecken für mein Kind?

Bewegung in der Natur macht fast allen Kindern Spaß und ist gesund. Jetzt im Sommer, wenn Kinder viel im Freien spielen, ist es nicht selten, dass sie sich dabei eine Zecke einfangen. Die Spinnentiere können unterschiedliche Infektionskrankheiten übertragen. Welche das sind, wann ein Arztbesuch notwendig ist und wie Kinder vor einem Zeckenstich geschützt werden, weiß Prof. Dr. Philippe Stock, Leitender Arzt der Pädiatrie im Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK).

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Dracula im Grünen – Folgen eines Zeckenbisses

Sein Name klingt harmlos und er ist nur bis zu 4,5 Millimeter klein: Der Holzbock ist wieder aus der Winterstarre erwacht, er lauert vor allem im Gras, Gebüsch oder Unterholz und ihm dürstet nach Blut. Er gehört biologisch zur Klasse der Spinnentiere und zur Familie der Zecken. Wer von ihm gestochen wird, hat mit schweren gesundheitlichen Folgen zu rechnen, wenn sein Biss unerkannt und unbehandelt bleibt. Bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger kann die achtbeinige Zecke übertragen, am gefährlichsten sind Borreliose-Bakterien und FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis) Viren. Borreliose kann mit Antibiotika wirksam behandelt werden, bei einer FSME-Infektion gibt es keine behandelnde Therapie. Schutz bietet hier nur eine Impfung.

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Zecken-Risikogebiete ausgeweite

Das Robert-Koch-Institut hat die Risikogebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erweitert, berichtet die „Apotheken Umschau“. Die FSME wird von Zecken übertragen. Weite Teile in Süddeutschland waren schon bisher Risikogebiete.

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Hinzugekommen sind nun in Bayern die Stadt Hof und der Landkreis Ostallgäu sowie in Thüringen der Landkreis Greiz. Menschen, die sich dort oft im Freien aufhalten, wird geraten, sich impfen zu lassen.

Zeckenstiche in den Kalender eintragen: Die besten Tipps gegen die lästigen Plagegeister

Endlich ist das Wetter schön und wir sind viel draußen im Freien. Um dort nicht vom Gemeinen Holzbock belästigt zu werden – das ist die häufigste Zeckenart hierzulande – sollte man vorbeugen. Wie das am besten geht: Es gibt wirksame Zecken abwehrende Mittel, so genannte Repellents. Außerdem hilft langärmlige Kleidung und dass man sich die Socken über die Hose zieht. Was man tun kann, wenn man trotzdem eine Zecke an sich entdeckt, dazu Hans Haltmeier, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

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„Eine Zecke sollte immer so schnell wie möglich entfernt werden. Denn zum Beispiel bei Borrelien kommt es erst nach 12 bis 24 Stunden zu einer Übertragung. Das geht am besten so, dass man die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte am Stechapparat fasst und dann heraushebelt. Wichtig ist, dass man das Tier dabei nicht quetscht. Es ist übrigens nicht schlimm, wenn ein Teil des Stechapparats dabei in der Haut stecken bleibt.“

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Die heiße Zeckenphase hat begonnen

Mit dem Sommer kommen auch die Zecken. Die heiße Phase hat begonnen und es gilt, mögliche Risiken zu kennen. Die häufigste unserer einheimischen Zeckenarten, der Holzbock, freut sich über Regen und wird dann besonders unternehmungslustig. Damit sind alle, die sich im Freien aufhalten – ob in der Natur, in Parks oder auch im eigenen Garten – potenzielle Ziele ihres Blutdurstes.

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11 Prozent der Deutschen sind schon einmal infolge eines Zeckenbisses erkrankt

Obwohl Zecken kaum größer sind als ein Stecknadelkopf, kann ihr Biss verheerende Folgen haben. Denn einige der Spinnentiere beherbergen Krankheitserreger und übertragen Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Deutschland ist bereits jeder Zweite (52 Prozent) mindestens einmal von einer Zecke gebissen worden, wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt jetzt ergab.(1) Durch den Biss sind 11 Prozent derer anschließend auch erkrankt. Erstaunlich: Während der Süden und die Mitte Deutschlands als besonders zeckenreich gelten, sind es vor allem die Norddeutschen, die infolge eines Zeckenbisses krank geworden sind (18 Prozent).

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Die Zecke – das unbekannte Wesen

Ein Zeckenstich sollte nach der Entfernung des Spinnentiers gut beobachtet werden. Entzündet sich die Stelle – wird also rot, schmerzt oder juckt – müssen Betroffene schnellstens einen Arzt aufsuchen. Doch was ist, wenn sie gar nicht wissen, dass sie von einer Zecke gestochen wurden? Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsportals „apotheken- umschau.de“ könnte dies vor allem bei Teenagern und Großstädtern der Fall sein.

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Zecken fallen nicht von Bäumen

Zecken können schwerwiegende Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen. Um sich zu schützen, ist es deshalb wichtig zu wissen, wann und wo mit einem Befall durch die Spinnentiere zu rechnen ist. Doch gerade in diesen Punkten gibt es Wissenslücken, wie eine repräsentative Umfrage der „Apotheken Umschau“ zeigt: So meint jeder zweite (50,4 Prozent) Befragte fälschlicherweise, dass die gefährlichen Blutsauger nur in den Sommermonaten aktiv seien, in den anderen Jahreszeiten müsse man sie nicht fürchten.

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Ins Grüne trotz Zeckengefahr

Die Infektionsgefahr durch Zecken im Freien nimmt zwar ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen sehr ernst, zu einem generellen Verzicht auf Ausflüge wären die meisten aber nicht bereit. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der „Apotheken Umschau“. Das Gros der Befragten (71,0 Prozent) will der Studie zufolge in der warmen Jahreszeit einfach unbeschwert „ins Grüne“ und lässt sich davon auch nicht durch eventuelle Gefahren, die von Zecken ausgehen, abhalten.

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