Nur weil die Impfung so erfolgreich ist, kennt kaum jemand in Deutschland noch einen Menschen, der am Wundstarrkrampf (Tetanus) erkrankt ist. Fatal – denn deshalb glauben viele, auf die Auffrischimpfung verzichten zu können. Die Allgemeinärztin Dr. Sylvia Mieke aus Frankfurt rät zu einem Blick ins „impfmüde“ Italien: „Dort sterben jährlich etwa 1000 Menschen am Wundstarrkrampf“, berichtet sie im Patientenmagazin „HausArzt“.

„Generell rate ich allen Erwachsenen, die kostenlosen Nachimpfungen zu nutzen. Es gibt sonst keine Möglichkeit, sich vor Wundstarrkrampf zu schützen.“ Der Erreger der gefährlichen Infektion findet sich in Gartenerde genauso wie im Staub, in Fäkalien ebenso wie an rostigen Nägeln oder moderndem Holz und an Pflanzen. Statistiken belegen: Rund die Hälfte der Tetanuserkrankungen entsteht tatsächlich durch Bagatellwunden. Wer sich beim Werkeln verletzt, sollte also einen Blick in den Impfausweis werfen. Alle zehn Jahre muss der ´Tetanusschutz erneuert werden, damit man sicher geschützt ist.

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