Der BDI unterstützt die Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung, wie sie im Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zum Ausdruck kommt. „Vordringlichstes Ziel ist es, durch mehr Wettbewerb die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Donnerstag in Berlin zur Abstimmung im Bundestag.

Insbesondere die geplanten Zusatzbeiträge bewertet der BDI positiv. „Zusatzbeiträge werden sich mittelfristig zum Vorteil der Versicherten auswirken, denn sie stärken den Wettbewerb unter den Krankenkassen“, so Schnappauf. Die Krankenkassen würden im eigenen Interesse versuchen, die Zusatzbeiträge so gering wie möglich zu halten. „Höhere Beiträge müssen durch bessere Leistungen gerechtfertigt werden. Der Wettbewerb ist der beste Anwalt von Versicherten und Patienten.“

Positiv beurteilt Schnappauf auch die Entkoppelung der Gesundheitskosten von den Lohnkosten. Die bisherige Koppelung der Kassenbeiträge an ein Arbeitsverhältnis habe den Preis für Arbeit immer wieder verteuert. „Wenn eine Beschäftigung rentabel sein soll, müssen alle Kosten der Beschäftigung vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden – auch die so genannten Arbeitgeberanteile.“ Tatsächlich zahle der Arbeitnehmer mit seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit seit jeher die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung mit.

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