Generika sind erneut preisgünstiger geworden. Im August 2010 stieg ihr Absatz im Arzneimittelmarkt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zwar um 1,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres an. Dafür mussten die Krankenkassen aber nur 1,1 Prozent mehr ausgeben. Denn nach den neuesten verfügbaren Zahlen betrug der Durchschnittspreis für Generika in der Apotheke mit 19,89 Euro nicht einmal mehr die Hälfte des mittleren Preises für patentfreie Erstanbieterprodukte (40,29 Euro). Von dieser Entwicklung profitieren die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Versicherten in Euro und Cent. Weil 63 Prozent aller auf Kassenrezept abgegebenen Arzneimittel Generika waren, konnte die GKV in mehr als 6 von 10 Fällen bares Geld sparen.

Bis zum August haben sich die Entlastungen der Krankenkassen durch Generika so bereits auf 5,871 Milliarden Euro addiert. Es hätten sogar mehr als 7 Milliarden Euro sein können, wenn in allen Fällen, in denen dies möglich ist, Generika verordnet und abgeben worden wären. Die nicht ausgeschöpfte Effizienzreserve betrug in den ersten acht Monaten des Jahres 1,383 Milliarden Euro. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr könnten die Kassen bei konsequentem Generikaeinsatz sogar die Rekordsumme von 10,888 Milliarden Euro einsparen. Das entspräche einem ganzen Beitragssatzpunkt, um den die Versicherten Monat für Monat entlastet würden.

Übrigens: Die tatsächlichen Einsparungen der GKV liegen sogar noch höher. Denn die Berechnungen basieren ausschließlich auf den Listenpreisen, die nicht die in den Rabattverträgen zwischen Hersteller und Krankenkasse vereinbarten Arzneimittelrabatte berücksichtigen.

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