Bereits rund 80000 Patienten weltweit haben einen Hirnschrittmacher bekommen. Jetzt zeigt sich: Die Parkinsonkrankheit bessert sich unter der Therapie meist gut, dafür kämpfen die Patienten oft aber mit psychischen Problemen, Depressionen etwa, aber auch obsessives Verhalten wie Spielsucht oder Hypersexualität. „Verhaltensveränderungen als Folge einer tiefen Hirnstimulation treten häufiger auf als bislang vermutet“, erklärt Dr. Markus Christen vom Institut für biomedizinische Ethik der Universität Zürich in der „Apotheken Umschau“.
Die Probleme sind immerhin so häufig, dass die Patienten und deren Familien mittlerweile gezielt darauf vorbereitet werden. Schon im Voraus werden Absprachen getroffen, wie dem Kranken das Eintreten einer solchen Komplikation mitgeteilt wird, denn er selbst reflektiert sie in der Regel nicht.