Immer mehr Kinder werden im Krankenhaus auf Erwachsenenstationen behandelt, weil es dort keine Kinderabteilungen mehr gibt. Der Grund: „Viele Kinderabteilungen schreiben rote Zahlen“, sagt Professor Dr. med. Jörg Fuchs, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Während für 10000 Erwachsene im Schnitt deutschlandweit 73 Betten zur Verfügung stehen, sind es für Kinder sechsmal weniger, nämlich nur 13 pro 10000 Kinder. Fuchs nennt als Beispiele für die Folgen verschobene Operationen aus Betten- und Personalmangel und unterlassene kindgerechte Vorbereitungen von Eingriffen, weil die Kassen dies nicht mehr bezahlen. Er fordert, Kinderkrankenhäuser stärker staatlich zu subventionieren, um die Versorgung von schwer- und chronisch kranken Kindern zu ermöglichen.

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