Eine neue Umfrage zeigt auf, dass 44 Prozent der deutschen Frauen in einer beliebig gewählten Woche keinen Leistungssport betrieben oder Zeit für ein intensives Konditionstraining wie Laufen oder Radfahren aufgewendet haben. Deutsche Frauen verhalten sich gemäss einer neuen multinationalen Umfrage zu Sport und Bewegungsgewohnheiten weiterhin zurückhaltend in Bezug darauf, Zeit für Leistungssport aufzuwenden, obwohl sie körperlich aktiver sind als andere europäische Frauen in Grossbritannien, Dänemark, Schweden und Frankreich. Angesichts der Aussicht, dass Deutschland in diesem Sommer bei der UEFA Women’s EURO in Schweden die Meisterschaft gewinnen könnte, bietet der Countdown für die Meisterschaften Frauen eine gute Gelegenheit, mit körperlichen Aktivitäten für die Herzgesundheit zu beginnen und sich das Ziel zu setzen, mehr Sport zu treiben.
„Sport zu betreiben kann ein wichtiger Bestandteil eines aktiven, gesunden Lebensstils sein. In Kombination mit täglichen körperlichen Aktivitäten, etwa bei der Gartenpflege oder Hausarbeit, kann Sport zu einer Verringerung des Risikos von Herzerkrankungen beitragen, die bei Frauen die Todesursache Nummer Eins und verantwortlich für den Tod jeder dritten Frau auf der Welt sind. Laut der weltweiten Empfehlungen zur körperlichen Aktivität für die Gesundheit (Global Recommendations on Physical Activity for Health), welche die Weltgesundheitsorganisation herausgegeben hat, brauchen Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren 150 Minuten moderate körperliche Aktivität (Gartenarbeit, Tanzen oder flottes Gehen) oder 75 Minuten energische körperliche Aktivität (Aktivsport, Laufen oder Aerobic) pro Woche. Zum baldigen internationalen Frauentag fordern wir Frauen auf, sich um ihre Herzgesundheit zu kümmern, damit sie nicht die Strafe für einen inaktiven Lebensstil zahlen müssen“, sagte Johanna Ralston, CEO der World Heart Federation.
Obwohl deutsche Frauen körperlich aktiver sind als ihre europäischen Geschlechtsgenossinnen, zeigt die Umfrage, dass etwa jede fünfte deutsche Frau nicht genügend körperliche Aktivität hatte und sich so dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) aussetzt, zu denen Herzerkrankungen und Schlaganfälle gehören. Mehr als 1,75 Millionen Frauen in Deutschland bewegen sich nur knapp unterhalb der Schwelle für ein gesundes Mass an körperlicher Aktivität.[1] Sie könnten ihr HKE-Risiko reduzieren, indem sie sich das Ziel setzten, pro Woche nur eine Stunde mehr Sport zu treiben oder alltägliche körperliche Aktivitäten wie Gartenarbeit oder Hausarbeit auszuüben.
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Die multinationale Studie unter der Leitung von YouGov wurde in Frankreich, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Dänemark und Schweden im Auftrag der World Heart Federation durchgeführt und offenbart, dass:
– 44 Prozent der Frauen in Deutschland in der Umfragewoche keinen
Leistungssport betrieben und keine andere intensive körperliche Aktivität ausübten;
im Vergleich dazu waren es 34 Prozent in Dänemark, 47 Prozent in Schweden, 52 Prozent
der Frauen in Frankreich und 54 Prozent in Grossbritannien;
– 19 Prozent der Frauen in Deutschland nicht die empfohlene Menge körperlicher
Aktivität in der Umfragewoche ausübten;
– 11 Prozent der Frauen zugaben, dass sie körperlich inaktiv waren und sich
überhaupt nicht angestrengt hätten.
Die Kampagne der World Heart Federation unter dem Motto „Make a Healthy Heart your Goal“ (Setzen Sie sich ein gesundes Herz zum Ziel) wird in Partnerschaft mit der UEFA Women’s EURO 2013 durchgeführt und startet offiziell morgen am Internationalen Frauentag. Die Kampagne fordert Frauen und Mädchen dazu auf, sich das „Ziel“ zu setzen, körperlich aktiver zu sein, indem sie Sportarten wie Fussball aufnehmen und körperliche Aktivitäten in ihren Alltag einbinden, um das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen zu verringern.
„Im Vorfeld der UEFA Women’s EURO 2013 im Juli rufen wir Frauen und Mädchen in ganz Europa dazu auf, ihr körperliches Aktivitäts-„Ziel“ dadurch zu erreichen, indem sie Fussball spielen. Fussball ist ein stärkendes und verbindendes Erlebnis für Frauen und Mädchen. Die UEFA findet, dass jedes Mädchen die Möglichkeit haben sollte, in seinem Heimatort Fussball zu spielen, unabhängig von Geschicklichkeit oder Talent, und wir haben uns zum Ziel gesetzt, dies durch unsere Partnerschaft mit der World Heart Federation zu unterstützen“, sagte Karen Espelund, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und Vorsitzende des Frauenfussballausschusses der UEFA.
Über die Umfrage
Die Umfrage wurde zwischen dem 22. und dem 26. Februar 2013 von YouGov in fünf europäischen Ländern durchgeführt – in Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Dänemark und Schweden – und umfasste stichprobenartige Erhebungen unter 6.172 Erwachsenen. Im Rahmen der Umfrage wurden die Teilnehmer gefragt, wie viele Minuten sie normalerweise pro Woche intensiven und moderaten körperlichen Aktivitäten widmen. Die Umfrageergebnisse wurden mit den weltweiten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zur körperlichen Aktivität für die Gesundheit verglichen, um herauszufinden, wie aktiv Frauen sind.