Wenn die EU-Kommission sich durchsetzt, könnten in Zukunft Medikamententests auch von kleinen und wenig erfahrenen nationalen Behörden für den ganzen Kontinent genehmigt werden. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten müssten dem folgen. Bisher wachen Ethikkommissionen über den Gesundheitsschutz der Testpatienten. Sie fürchten nun um ihren Einfluss und ihre Patientenschutzfunktion, berichtet die „Apotheken Umschau“, denn in dem Verordnungsentwurf werden sie nicht erwähnt.

„Grundsätzlich ist eine Harmonisierung zu begrüßen“, sagt der Pharmakologe Professor Sebastian Harder, der die Ethikkommission der Universität Frankfurt am Main leitet. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass kaum noch Zeit für Einwände und Gegenargumente bleibe. „Die Sicherheit der Patienten muss weiterhin über ökonomischen Interessen stehen.“

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