Drei Spritzen in die Lymphknoten statt jahrelange Spritzen unter die Haut – so möchten Allergie-Forscher in Zürich Allergikern in Zukunft die quälenden Beschwerden nehmen, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Lymphknoten sind quasi die Hauptquartiere der Körperabwehr, dort tauschen die Immunzellen Informationen aus. Nach zwei Monaten zeigten Allergiker in klinischen Studien eine deutliche Besserung. Auch die Dosis pro Spritze konnten die Forscher stark verringern.
Erste Ergebnisse sind vielversprechend, doch breite Studien stehen noch aus. „Im besten Fall könnte die Lymphknoten-Methode in fünf Jahren zugelassen werden“, sagt Dr. med. Gabriela Senti von der Schweizer Studiengruppe. Zur Zeit ist die „spezifische Immuntherapie“ noch die erfolgversprechendste Behandlung: Meistens über drei Jahre bekommt der Patient im Abstand mehrerer Wochen eine Allergenspritze unter die Haut. Sie trainiert sein Immunsystem, mit den Auslösern der Überempfindlichkeit normal umzugehen.