Jedes Jahr erkranken weltweit rund 350.000 Menschen vor ihrem 65. Lebensjahr an Demenz. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Demenzpatienten in den nächsten Jahren insgesamt stark steigen wird: von 57,4 Millionen im Jahr 2019 auf geschätzte 152,8 Millionen im Jahr 2050. In seiner aktuellen Ausgabe zeigt das Magazin Reader’s Digest, wie man Anzeichen erkennt und beschreibt die häufigsten Formen von Demenz.

Eine frühe Diagnose ist wichtig, denn sie gibt Patienten und Angehörigen die Möglichkeit, durch Anpassung des Lebenswandels das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und ihre Auswirkungen zu mildern. Die Chance darauf hat jedoch nur, wer weiß, auf welche Warnhinweise es zu achten gilt. Gedächtnisschwund, an den viele Menschen beim Thema Demenz zuerst denken, zählt zwar zu den typischen Symptomen der einschlägigen Erkrankungen, häufig ist er aber nicht das erste Warnsignal. In seiner Januar-Ausgabe beschreibt Reader’s Digest 13 mögliche Anzeichen. Wer diese häufig oder längere Zeit an sich oder einem Angehörigen beobachtet, sollte klären lassen, ob sie womöglich Hinweise auf eine beginnende Demenz sind.

Eines der Anzeichen kann eine veränderte Persönlichkeit sein. „Betroffene ziehen sich beispielsweise in der Öffentlichkeit aus oder sprechen laut über Geschlechtsteile“, erklärt Dr. Robin Hsiung, Neurologe und Dozent an der Klinik für Alzheimer und Demenzerkrankungen der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. „Sie büßen ihre sozialen Umgangsformen ein und verlieren das Gespür dafür, ob das, was sie sagen und tun, angemessen ist.“ Weitere Anzeichen können der Verlust des Antriebs und der Emotionen oder Störungen des Bewegungsablaufs sein.

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