Eine monoklonale Antikörper-Therapie kann die Häufigkeit von Migräne-Attacken reduzieren. Was Betroffene beachten müssen. Migräne ist für Betroffene eine Qual – und nicht heilbar. Es gibt aber Behandlungsmethoden, die den Migräne-Patienten das Leben erleichtern können. Eine davon ist die „Migräne-Spritze“, eine monoklonale Antikörper-Therapie, die vorbeugend die Häufigkeit der Attacken reduzieren soll. Für wen eignet sich die Therapie? Welche Nebenwirkungen gibt es? Und wann zahlt die Kasse? Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ klärt in der aktuellen Ausgabe auf.

Sich in regelmäßigen Abständen ein Medikament in den Oberschenkel spritzen und die Migräne ist weg? Für Betroffene eine große Hoffnung. Die Antikörper-Therapie, die auch als „Migräne-Spritze“ bekannt ist, hemmt einen Botenstoff im Gehirn und ist nach bisheriger Studienlage wirksam sowie arm an Nebenwirkungen.

400 Euro pro Spritze

„Ein Drittel der Betroffenen reagiert sehr gut darauf“, sagt Professorin Dagny Holle-Lee, Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerzzentrums an der Uniklinik Essen. „Wir sehen zum Beispiel eine Reduzierung von 17 auf zwei Migräne-Tage im Monat oder eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität.“ Allerdings: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten von rund 400 Euro pro Spritze nur, wenn herkömmliche Therapien nicht geholfen haben. Und sie eignet sich auch nicht für jeden: So kommt sie bei Frauen mit Kinderwunsch nicht infrage, weil es hierzu keine Daten gibt. Auch in der Stillzeit ist die Therapie tabu. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hohem Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Risiko ist ebenfalls Vorsicht angebracht, sowie bei Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

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