Der Kopf dröhnt, der Bauch schmerzt und im Mund bilden sich entzündete Stellen? Manchmal steckt Zöliakie dahinter. Bei Betroffenen führt der Verzehr von Gluten zu einer schweren chronischen Entzündung des Dünndarms. Die Unverträglichkeit kann jeden treffen: Im Schnitt leidet etwa einer von hundert Menschen in Deutschland an Glutenunverträglichkeit. Für Patienten mit Diabetes Typ 1 ist das Risiko jedoch besonders hoch. „Alle Menschen mit neu diagnostiziertem Diabetes Typ 1 sollten auf Zöliakie untersucht werden“, rät Professor Detlef Schuppan, Direktor des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Kinder können unter Mangelerscheinungen leiden

Wie bei Diabetes Typ 1 spielt bei Zöliakie das Immunsystem eine wichtige Rolle. In beiden Fällen greift die Abwehr Zellen des eigenen Körpers an, allerdings passiert das bei Zöliakie nur dann, wenn Gluten in den Darm gelangt. Die Folgen sind Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung, Übelkeit und Bauchschmerzen, manchmal auch Gewichtsverlust. Bei Kindern kommt es oft auch zu Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen, etwa bei Eisen. Das Eiweiß, das den Teig elastisch und knetbar macht, steckt neben Weizen auch in anderem Getreide wie Hafer, Dinkel, Gerste und Roggen. Glutenfrei sind Reis, Hirse und Mais.

Nicht ohne Grund glutenfrei ernähren

Betroffene müssen Gluten komplett meiden, auch jede Spur davon. Um glutenfreie Produkte zu erkennen, hilft nur: Etiketten studieren oder auf das Siegel der Deutschen Zöliakiegesellschaft achten, eine durchgestrichene Ähre. Gluten sollte jedoch nicht grundlos vom Speiseplan gestrichen werden, denn der Verzicht birgt auch Nachteile: Daher sollten sich Menschen ohne Zöliakie vom Arzt beraten lassen.

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