Fasten ist viel mehr als nicht essen. Beim Nahrungsverzicht findet so etwas wie ein Großputz in den Zellen statt – ein Recyclingprogramm kommt in Schwung, das Zellmüll beseitigt. Gerade auch Menschen mit Diabetes können vom Fasten profitieren. „Nichts bewirkt einen so schnellen Zugewinn an Gesundheit wie Fasten“, sagt Professor Peter Schwarz, Diabetologe von der Universität Dresden, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Leberfett durch Fasten deutlich verringern

Wissenschaftler haben bereits viele positive Gesundheitseffekte des Fastens nachgewiesen, etwa bei Migräne, Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen und Entzündungen wie Rheuma, Bluthochdruck und schwerer Erschöpfung – und nicht zuletzt bei Diabetes Typ 2.

Im Fokus steht dabei vor allem das Leberfett. „Es trägt entscheidend zur Entwicklung von Diabetes Typ 2 bei“, erklärt Diabetologe Schwarz. Doch wie rückt man dem Leberfett zu Leibe? Studien belegen, dass es sich durch Fasten deutlich verringern lässt, ebenso wie das schädliche Bauchfett zwischen den anderen Organen. Experten sprechen zudem von einer Art Stoffwechselreset. Krankhafte Veränderungen werden ein Stück weit rückgängig gemacht, etwa beim Zuckerstoffwechsel. Wer zudem gesund isst und sich regelmäßig bewegt, kann seinen Diabetes oft ohne Kontrolle bringen oder die Dosis zumindest verringern.

Unter ärztlicher Aufsicht sicher fasten

Während der zeitweilige Nahrungsverzicht bei Diabetes Typ 2 inzwischen als etablierte Therapie gelten kann, wurde Menschen mit Diabetes Typ 1 meist davon abgeraten. Zu groß war die Angst vor gefährlichen Stoffwechselentgleisungen, zu denen es bei Fehlern in der Diabetes-Therapie kommen kann. Doch inzwischen hat eine Studie der Universität Witten/Herdecke gezeigt, dass auch „Typ-1er“ unter ärztlicher Aufsicht sicher fasten können.

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