Waren Sie heute schon wütend – und wie haben Sie auf die negative Emotion reagiert? Gesund ist es, die Wut zuzulassen statt sie herunterzuschlucken, zu weinen oder den Konflikt zu scheuen. „Wut kommt auf, wenn mich jemand daran hindert, meine Ziele zu erreichen -und es dafür keinen guten Grund gibt“, erklärt Emotionsforscher Matthias Berking vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Erlangen- Nürnberg, im Apothekenmagazin gesund.de.

Emotionen bringen ins Handeln

Wurden Emotionen in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt, da sie dem Verstand als unterlegen galten, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen immer mehr: Emotionen sind mächtig und wichtig – und sollten nicht unterdrückt werden, weil sie ins Handeln bringen. Traurigkeit hilft, Abschied zu nehmen von etwas, das verloren ist. Scham sorgt dafür, dass Reue deutlich wird. Freude zeigt sich nach Erfolgen. Und Wut dient dazu, die eigenen Bedürfnisse im Konflikt durchzusetzen.

Dabei sollte niemand Gefühlen blind folgen. Es lohnt sich, sie genauer zu betrachten und zu schauen, ob sie die Wahrheit sprechen. Hilfreich ist es, die Herkunft der negativen Emotion zu analysieren: Ist Wut tatsächlich gerade das einzige Gefühl? Oder liegt dahinter ein anderes? Gibt es Vorstellungen und Überzeugungen, die ich von meinen Eltern übernommen habe und die sich vielleicht überholt haben? Wer Wut üben will, muss nicht gleich mit der Faust auf den Tisch schlagen. Besser ist es, klein anzufangen und vielleicht erst einmal wortlos den Raum zu verlassen.

Mit Emotionen umgehen lernen

Auch im Erwachsenenalter lässt sich ein hilfreicher Umgang mit Emotionen lernen – auch wenn es eine lange Reise sein mag, die viel Übung und vielleicht auch Anleitung braucht. Letztlich ist dies der Weg zu mehr Zufriedenheit, zu einem gesunden, glücklichen und stimmigen Leben.

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