Viele Menschen leiden unter nächtlichen Wadenkrämpfen. Was sind die Ursachen? „Dahinter kann eine Unter-, aber auch eine Überforderung der Muskeln stecken“, erklärt Lea Baschab, Apothekerin aus Herrsching am Ammersee, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Magnesium und Natrium wichtig für Muskeln

Bei älteren Personen sind häufig auch zu wenig Bewegung und zu wenig Flüssigkeit der Hintergrund für die Wadenkrämpfe in der Nacht. „Wer sich einseitig ernährt, bringt seinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt leicht durcheinander“, sagt Apothekerin Baschab. „Und Mineralstoffe wie Magnesium und Natrium sind wichtig für die Muskelfunktion. Achten Sie deshalb darauf, ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee über den Tag verteilt zu trinken – etwa eineinhalb Liter, es sei denn, der Arzt oder die Ärztin haben etwas anderes angeordnet.“

Im Akutfall wie auch vorbeugend nützen gezielte Dehnübungen. „Lassen Sie sich von einem Profi zeigen, wie das geht“, so Lea Baschab. „Manchem hilft auch Magnesium. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an.“ Auf jeden Fall zum Arzt gehen sollten Betroffene, wenn die Krämpfe oft auftreten, sich durch Dehnen oder Massieren der Beine nicht lindern lassen oder man nachts nicht mehr zur Ruhe kommt. Der Arzt oder die Ärztin können klären, ob eine Krankheit zugrund liegt, etwa eine Durchblutungsstörung oder das Restless-Legs-Syndrom.

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