Was klingt wie eine Diät ist in Wahrheit eine Ernährung zum Schutz der Gesundheit des Planeten und der Menschen: Die „Planetary Health Diet“ ist so abgestimmt, dass sie im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen nachhaltig versorgen kann – und vor allem auch gesund. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Art und Weise, wie die Menschheit sich im Westen heute ernährt, unmittelbar krank macht“, erklärt der Mediziner Dr. Martin Herrmann, der die Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit (KLUG) gegründet hat, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Tierische Lebensmittel beschleunigen Klimawandel

Der hohe Anteil an stark verarbeiteten Produkten, Zucker sowie rotem und verarbeitetem Fleisch in der Ernährung etwa ist verantwortlich dafür, dass immer mehr Menschen an Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen leiden. Zudem sorgt diese Nahrungsmittelproduktion, allen voran die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten, für etwa ein Drittel der globalen Emissionen von Treibhausgasen. Diese wiederum beschleunigen den Klimawandel maßgeblich.

Traditionelle italienische Küche als Vorbild

Die „Planetary Health Diet“ empfiehlt daher eine Ernährungsumstellung auf Basis pflanzlicher Nahrungsmittel. Dazu gehören vor allem Getreide, Gemüse und Obst sowie in moderaten Mengen Nüsse, Knollen und Hülsenfrüchte. Zusammen mit hochwertigen Ölen sollte dieser pflanzliche Anteil etwa 80 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Auf der Liste stehen auch tierische Lebensmittel: Fisch, Milchprodukte, Eier, Geflügel und sogar das besonders klimaschädliche Rindfleisch. Diese Produkte sollten allerdings nur in Maßen verzehrt werden.

Als Vorbild gilt die traditionelle italienische Küche mit einem Anteil Fisch, wenig Fleisch, dafür viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse. Mediziner Herrmann rät gemeinsam mit der Familie und Freunden zu experimentieren. „Man kann sich gegenseitig anstecken, indem man etwas ausprobiert, andere einlädt“, erklärt der Arzt. „Nach und nach werden immer mehr Menschen merken: Das schmeckt ja toll!“

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