Zu den Medikamenten bei Diabetes kommen oft weitere Präparate. Viele Patienten fragen sich: Kann ich alle auf einmal nehmen? Passt das zu Nahrungsergänzungsmitteln? Apotheker Marco Zinn aus Nordenham gibt im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ Tipps, wie Betroffene den Überblick bei den Tabletten behalten.

Zur Medikationsanalyse in die Apotheke

Im Rahmen einer sogenannten Medikationsanalyse beantworten Apothekerinnen und Apotheker derartige Fragen zur Einnahme von Präparaten. „Sie können die Beratung einmal pro Jahr machen, wenn Sie dauerhaft mindestens fünf ärztlich verordnete Arzneimittel nehmen“, erklärt Apotheker Zinn. „Sie müssen dafür nichts zahlen, Apothekerinnen und Apotheker bekommen die Leistung aber vergütet.“

Ändert sich die Medikation erheblich, kann man sich erneut beraten lassen. „Zur Analyse bringen Sie alle verordneten Medikamente, rezeptfreie Präparate, Nahrungsergänzungsmittel und Ihren Medikationsplan mit. Dann wird beispielsweise geprüft, ob es Wechselwirkungen gibt oder Dosierung und Einnahmezeit richtig sind. Außerdem, ob es Probleme bei der Anwendung gibt“, verdeutlicht Marco Zinn.

Apotheke informiert die Ärztin oder den Arzt

Die Ergebnisse besprechen Apothekerinnen und Apotheker mit den Patienten. Sind diese einverstanden, informiert die Apotheke die Ärztin oder den Arzt. „Denn ob die Medikation bei Bedarf anzupassen ist, muss die Arztpraxis entscheiden“, so Zinn. Allerdings bieten nicht alle Apotheken die Beratung an. Apothekerinnen und Apotheker brauchen eine Fortbildung dafür. „Am besten fragen Sie vorher in Ihrer Apotheke nach“, rät Apotheker Marco Zinn

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