Hunde halten fit, fördern Kontakte und sind treue Begleiter: Vieles spricht dafür, sich im Alter noch einen Vierbeiner anzuschaffen. Doch bedeutet ein eigener Hund auch einiges an Arbeit. Für Menschen mit gesundheitlichen Problemen kann es schnell anstrengend werden, täglich Gassi zu gehen, Kot aufzusammeln, das Tier zu pflegen sowie die Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Das berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ in der aktuellen Ausgabe.

Süß, aber anstrengend: Besser keine Welpen

Die Größe des Hundes, sein Energiepotenzial und sein Alter sollten ebenfalls zu Frauchen oder Herrchen passen. Ein süßer, aber anstrengender Welpe sollte es daher nicht sein, besser ein älterer Hund. Gut eigenen sich kleine Rassen wie ein Bolonka Zwetna, der treu, freundlich und anhänglich ist und eher keinen Jagdtrieb hat, ein Bichon Frisé, der nicht haart, gern auf dem Schoß sitzt und daher ein idealer Hund für die Stadtwohnung ist, oder ein Havaneser, der menschenbezogen, liebenswert, leicht erziehbar und durch kaum vorhandene Unterwolle gut für Allergiker geeignet ist. Allerdings ist die Rasse auch quirlig – für längere Spaziergänge sollte man also noch fit genug sein.

Alternative: Mit geeigneten Hunden Gassi gehen

Wer sich nach reiflicher Überlegung einen Hund zulegen möchte, sollte am besten zuerst im Tierheim oder bei einer seriösen Tierschutzorganisation in der Region nachfragen, ob sie einen geeigneten, liebevollen Hund vermitteln können. „Gerade für ältere Menschen ist es zudem wichtig, dass sie den Hund in Ruhe kennenlernen können“, weiß die Hundetrainerin Anja Petrick. Einen Hund über Anzeigen oder über das Internet zu kaufen, ist deshalb keine gute Idee. Wer sichkeinen eigenen Hund zutraut, kann sich ehrenamtlich im örtlichen Tierheim engagieren und mit geeigneten Hunden, etwa aus der Nachbarschaft, Gassi gehen.

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