Etwa 8,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen – jeden Tag erhalten rund 1.300 Menschen die Diagnose Typ-2-Diabetes. Ein dramatischer Trend. Denn die Krankheit kann Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Dank Früherkennung und Behandlung lassen sich Folgeschäden – besonders bei Typ-2-Diabetes – aber oft vermeiden. Das „HausArzt-PatientenMagazin“ schreibt, worauf es ankommt.

Gesetzlich Versicherte haben ab 35 alle drei Jahre Anspruch auf einen Check-up – und diesen sollte auch jede und jeder nutzen. Wer an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnimmt, kann den Gesundheitsstatus sogar alle zwei Jahre kontrollieren lassen. Schon früher, zwischen 18 und 35, besteht ein einmaliger Anspruch.

Das persönliche Diabetes-Risiko lässt sich auch mit dem Online-Fragebogen FINDRISK ermitteln ( www.diabetesstiftung.de). Schlagen die Werte Alarm, kann es gelingen, die Krankheit auch ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Gesunde Ernährung, mehr Bewegung und Abnehmen drängen nicht nur in vielen Fällen einen Typ-2-Diabetes zurück, sondern schützen auch vor erhöhtem Blutdruck und schlechten Blutfettwerten – häufige Begleiter bei Typ-2-Diabetes.

Tückischerweise bleibt Typ-2-Diabetes oft lange unentdeckt, weil es kaum Frühsymptome gibt. Typische Anzeichen: häufiger Harndrang, Müdigkeit, trockene Haut, Wundheilungsstörungen. Sie treten aber oft erst so spät auf, dass es zum Zeitpunkt der Diagnose bereits zu Nerven- und Nierenschäden, Augen- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gekommen ist.

Neben dem regelmäßigen Check-up außerdem wichtig: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ärztliche Unterstützung und Disease Management-Programme.

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