Die pauschale Anerkennung internationaler Pflegekräfte mit einer dreijährigen Ausbildung oder einem Studium sowie den entsprechenden Sprachkenntnissen würde in Thüringen sofort hunderte zusätzliche Pflegefachkräfte in die Versorgung bringen. Der Bundesverband privater Anbieter fordert von der Landesregierung, entsprechende Regelungen in den Zukunftspakt Pflege aufzunehmen und in die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegeversicherung einzubringen.

„Eine Kompetenzvermutung bringt sofort gut ausgebildete internationale Kräfte zu den hilfesuchenden Familien. Stattdessen befinden sich diese engagierten Menschen derzeit für Monate oder sogar Jahre in komplizierten Anerkennungsverfahren“, sagt die thüringische Landesvorsitzende und bpa-Vizepräsidentin Margit Benkenstein. „So könnten viele Plätze in Pflegeheimen, die aufgrund von Fachkräftemangel nicht belegt werden dürfen, wieder genutzt werden. Ambulante Dienste, die heute keine Kunden mehr aufnehmen können, könnten ihre Touren ausweiten. Pflegebedürftige und ihre Familien würden endlich wieder die Hilfe finden, die sie brauchen.“

Benkenstein fordert die Landesregierung deshalb auf, sich für die Kompetenzvermutung auf Bundesebene einzusetzen: „Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe ist der richtige Ort, um Allianzen für dieses Vorhaben zu schmieden.“

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Der Freistaat müsse aber auch vor der eigenen Haustür aktiv werden. „Mit dem Pflegeentwicklungsplan, dem Zukunftspakt Pflege, hat die Landesregierung die perfekte Gelegenheit, um mit der Misstrauenskultur gegenüber internationalen Pflegekräften aufzuräumen und als bundesweites Vorbild voranzugehen. „Da das Beschäftigungswachstum in der Pflege in Thüringen inzwischen ausschließlich von internationalen Kräften getragen wird, ist es umso wichtiger, diese schnell als Fachkräfte in die Pflegeeinrichtungen zu bringen.“

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