Abgetötete Erreger oder solche, die noch leben – mit beiden Prinzipien lassen sich Menschen gegen Krankheiten impfen. Die sogenannten Totimpfstoffe und Lebendimpfstoffe haben beide die Funktion, das Abwehrsystem anzuregen und dabei Antikörper zu bilden – um somit eine Grundimmunität zu erreichen. „Dazu ist in der Regel eine Impfserie nötig, die aus mehreren Impfungen besteht“, sagt Hausärztin Marianne Difflipp-Eppele aus Karlsruhe im „HausArzt-PatientenMagazin“, das in der aktuellen Ausgabe über die häufigsten Fragen rund ums Impfen aufklärt.

Herdenimmunität bietet Schutz für alle

Da manche Viren sehr wandlungsfähig sind, muss bei einigen Erkrankungen jedes Jahr wieder mit dem passenden Impfstoff immunisiert werden. Dazu zählen etwa die Erreger von Influenza (Grippe) und Covid-19. Das Coronavirus aus jüngster Vergangenheit zeigt auch eines: Impfen ist Solidarität. Indem sich ausreichend Menschen gegen Erreger impfen lassen, entsteht die sogenannte Herdenimmunität. Das bietet dann auch all jenen Schutz, die sich nicht impfen lassen können, etwa Babys oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel bei Krebs.

Impfpass verloren? Keine Sorge!

Übrigens: Wer das gelbe Heftchen nicht mehr findet, in dem die Impfungen verzeichnet sind, muss sich nicht sorgen. Die Immunisierungen sind in der Krankenakte der Patientinnen und Patienten vermerkt – und in Zukunft auch elektronisch auf der ePA, der elektronischen Patientenakte. Beim Verlust des Impfpasses gibt es bei der Hausärztin oder dem Hausarzt sowie gegebenenfalls beim Gesundheitsamt ein neues Dokument. Nur falls sich nichts mehr rekonstruieren lässt, wird eine neue – aber unbedenkliche – Grundimmunisierung nötig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.