Die digitale Welt hat sich zu einer zentralen Informationsquelle für viele Menschen – auch im Gesundheitsbereich – entwickelt. Die Auswertung des Deutschland-Barometer Depression 2025* zeigt: 78 % der tatsächlich von Depressionen Betroffenen informieren sich online über ihre Erkrankung. Zudem hat sich fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland bereits online über Depressionen informiert – unabhängig davon, ob er selbst erkrankt ist oder nicht.

Besonders soziale Medien und KI gewinnen als Informationsquelle zunehmend an Bedeutung

Laut Umfrageergebnissen haben 40 % der Menschen in Deutschland vor Kurzem Beiträge über Depressionen auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook gesehen. Bei den von Depressionen betroffenen Menschen liegt dieser Anteil sogar bei 47 %. (2) Die Umfrage zeigt: Social Media bietet nicht nur eine Plattform für Aufklärung, sondern kann auch Menschen dazu motivieren, sich Hilfe zu suchen. Jeder sechste Betroffene gibt an, durch Beiträge in sozialen Medien ermutigt worden zu sein und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Für knapp 10 % war ein Post sogar der Auslöser, erstmals über eine mögliche eigene Erkrankung nachzudenken. (2) Das Risiko falsche Vorstellungen zur Depression zu verbreiten ist die Schattenseite digitaler Informationsquellen. Zudem haben 65 % der Betroffenen Schwierigkeiten, die Vertrauenswürdigkeit von Inhalten in den sozialen Medien zum Thema Depression einzuschätzen. (2) Die Stiftung Depressionshilfe betont: Digitale Hilfen und KI können die professionelle Unterstützung durch Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Hausärztinnen und Hausärzte spielen eine entscheidende Rolle, um die Symptome von Betroffenen abzuklären und bei Bedarf schnell und effektiv zu helfen. (1,2)

Hausärztinnen und Hausärzte: Die ersten Ansprechpartner für Depressionen

Hausärztinnen und Hausärzte sind oft die erste Anlaufstelle für Menschen mit Verdacht auf eine Depression. Sie kennen ihre Patientinnen und Patienten gut und betreuen sie ganzheitlich – von der Diagnose bis zur Therapie. Dabei ist es entscheidend, dass sie über die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten informiert sind, um eine schnelle und effektive Hilfe zu gewährleisten.

Eine aktuelle Großstudie des King’s College London, veröffentlicht im renommierten Fachjournal „The Lancet“, analysierte 30 verschiedene Antidepressiva bei über 58.000 Patientinnen und Patienten. (3) Die Ergebnisse zeigen: Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Blutdruckanstieg und sexuelle Dysfunktionen sind häufige Gründe für Therapieabbrüche. Tatsächlich liegt die Abbruchrate bei synthetischen Antidepressiva bei etwa 40 %. (3)

Johanniskrautextrakt: wirksam und gut verträglich

Für Hausärztinnen und Hausärzte, die ihren Patientinnen und Patienten eine nebenwirkungsarme Therapie anbieten möchten, stellt Johanniskrautextrakt eine evidenzbasierte und leitliniengerechte Therapieoption dar. Studien belegen, dass zugelassene Medikamente mit hochdosiertem, standardisiertem Johanniskrautextrakt ebenso wirksam sind wie synthetische Antidepressiva bei leichten bis mittelschweren Depressionen – jedoch mit einem deutlich günstigeren Nebenwirkungsprofil. (4)

Johanniskrautextrakt beeinflusst gezielt die „Glücksbotenstoffe“ Dopamin, Noradrenalin und Serotonin, ohne stark in einzelne Systeme einzugreifen. (5,6) Häufige Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Tagesschläfrigkeit oder sexuelle Probleme bleiben aus. Dies unterstützt die Therapietreue und verbessert die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten bei einhergehender klinisch belegter Wirksamkeit. (6,7)

Kompakte Informationen rund um das Thema leichte bis mittelschwere Depressionen:

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Hier finden Sie umfassendes Wissen rund um die Diagnose und Therapie von Depressionen, speziell für Fachkreise aufbereitet.

* Das Deutschland-Barometer Depression hat eine repräsentative Befragung von über 5.200 Personen zwischen 18 und 69 Jahren vorgenommen und wird jährlich durch die Stiftung Deutsche Depressionshilfe durchgeführt.

Quellen

  1. https://www.n-tv.de/wissen/Studie-Fast-jeder-Zweite-informiert-sich-im-Netz-ueber-Depression-id30068381.html abgerufen am 2.12.2025
  2. https://www.deutsche-depressionshilfe.de/forschungszentrum/deutschland-barometer-depression/social-media-und-depression, abgerufen am 2.12.2025
  3. Pillinger, T., et al. (2025). The effects of antidepressants on cardiometabolic and other physiological parameters: a systematic review and network meta-analysis. The Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(25)01293-0. https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(25)01293-0/fulltext
  4. Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression, Version 3.0. (2023). Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), Berlin. https://www.leitlinien.de/depression
  5. Zhao, D., et al. (2023). The efficacy and safety of St. John’s wort extract in depression therapy compared to SSRIs in adults: A meta-analysis of randomized clinical trials. Advances in Clinical and Experimental Medicine, 32(2), 151-161. DOI: 10.17219/acem/152942.2023
  6. Linde, K., et al. (2015). St. John’s wort for major depression. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2015(8), CD000448. https://doi.org/10.1002/14651858.CD000448.pub3
  7. Barnes, J., Anderson, L. A., & Phillipson, J. D. (2001). St John’s wort (Hypericum perforatum L.): a review of its chemistry, pharmacology and clinical properties. Journal of Pharmacy and Pharmacology, 53 (5), 583-600. https://doi.org/10.1211/0022357011775910

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