Civey-Studie im Auftrag von Heidi zeigt strukturelles Scheitern bei der KI-Adoption: hoher Druck, geringe Akzeptanz und das trotz klarer Nachfrage und bestehendem politischen Rahmen. Die gesundheitspolitische Strategie der Bundesregierung ist eindeutig: KI-gestützte Dokumentation soll bis 2028 zum Standard in der Gesundheitsversorgung werden. Der politische Wille ist formuliert, die Technologie ist vorhanden. Und dennoch zeigt eine neue repräsentative Studie, die das KI-Health-Tech-Unternehmen Heidi beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat: Knapp zwei Drittel der Ärzt:innen in Deutschland sehen KI entweder als Risiko oder sind sich unsicher. Zwischen politischem Anspruch und klinischer Realität klafft eine erhebliche Lücke.
Das Adoptionsparadox: hoher Arbeitsdruck, aber Unsicherheit bei KI
Die Studie zeigt einen zentralen Widerspruch: Obwohl viele Ärzt:innen unter erheblicher administrativer Belastung leiden, stehen sie der naheliegenden Lösung teilweise skeptisch gegenüber.
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27 % der Ärzt:innen bewerten KI als Risiko, 36 % sind neutral. Gleichzeitig bestätigen 76 %, dass administrative Aufgaben ihre klinische Tätigkeit einschränken. Druck und Lösungsbereitschaft sind damit nicht im Einklang.
Gleichzeitig ist klar definiert, wo Unterstützung gewünscht ist: bei Dokumentation und Arztbriefen (67 %), administrativen Aufgaben (63 %) sowie der Strukturierung medizinischer Informationen (55 %). Akzeptanz entsteht dort, wo KI entlastet und nicht dort, wo sie in medizinische Entscheidungen eingreift.
Auswirkungen auf Vertrauen und Versorgung
Die Folgen zeigen sich auch bei Patient:innen: Mehr als 60 % der Bevölkerung haben den Eindruck, dass Ärzt:innen nicht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche haben. 58 % bringen diesen Zeitmangel mit einem sinkenden Vertrauen in das Gesundheitssystem in Verbindung. Über drei Viertel der Ärzt:innen bestätigen, dass z.B. Dokumentationspflichten die Patientenversorgung deutlich einschränken.
Bürokratie führt damit nicht nur zu einer Kapazitätslücke, sondern auch zu einer Vertrauenslücke.
Praxisbeispiel: Entlastung durch klare Anwendung
Stefan Spieren, Hausarzt aus Olpe in Nordrhein-Westfalen, zeigt, was möglich ist. Durch den Einsatz des KI-Care-Partners „Heidi“, der Gespräche dokumentiert und medizinische Dokumente erstellt, gewinnt er täglich rund zwei Stunden. Zeit, die direkt der Patientenversorgung zugute kommt.
„Ich wollte kein Tool, das mir sagt, wie ich entscheiden soll. Stattdessen habe ich eines gefunden, das mir die Arbeit abnimmt, die mich am Entscheiden hindert“, sagt Spieren.
Akzeptanz im medizinischen Bereich entsteht, wenn die Rolle von KI klar definiert ist.
Implikation: Klarheit statt Technologieproblem
Die Studie zeigt, dass die Herausforderung nicht im Mangel an Technologie liegt, sondern in ihrer Anwendung. Entscheidend ist eine klare Abgrenzung: administrative Entlastung durch KI und das bei gleichzeitig vollständiger ärztlicher Entscheidungshoheit.
Gründer und CEO von Heidi, Dr. Thomas Kelly kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Die Studie belegt ein Paradox, das wir täglich in der Praxis beobachten: Zum einen verstehen Ärztinnen und Ärzte die Hürden, mit denen sie konfrontiert sind. Zum anderen bleibt die Einführung von künstlicher Intelligenz im medizinischen Alltag verständlicherweise ein vorsichtiger und wohlüberlegter Prozess. Bei Heidi haben wir von Anfang an einen einzigen Grundsatz verfolgt: KI übernimmt die Verwaltung, die Entscheidung bleibt beim Arzt. Wo diese Grenze klar ist, entsteht Vertrauen und genau das zeigen die Zahlen im Report.“
Über die Studie
Civey befragte im Auftrag von Heidi zwischen dem 12. Februar und dem 12. März 2026 rund 2.500 Bundesbürger:innen sowie 1.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Ergebnisse sind jeweils repräsentativ.
Heidi entwickelt einen KI-Pflegepartner, um die klinischen Kapazitäten durch die Unterstützung in jeder Phase der Patientenversorgung zu erweitern.
