Am 13. September ist Welt-Sepsis-Tag. In Deutschland erkranken jährlich mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis, mindestens 85.000 sterben daran – viele, weil die Warnzeichen zu spät erkannt werden. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) fordert deshalb, Wissen über den lebensbedrohlichen Notfall Sepsis in der Bevölkerung deutlich zu stärken, ob in Arztpraxen, Apotheken oder Erste-Hilfe-Kurse. Denn Sepsis-Wissen rettet Leben. Die zentrale Frage „Könnte es Sepsis sein?“ muss zum Allgemeinwissen werden.
Mit dem neuen Qualitätssicherungsverfahren QS Sepsis, das seit dem 1. Januar 2026 für alle Krankenhäuser verpflichtend ist, wird die klinische Versorgung von Sepsis erstmals bundesweit systematisch erfasst und verbessert. Das APS begrüßt diesen Schritt. Doch die Mehrheit aller Sepsis-Fälle entsteht außerhalb des Krankenhauses. Klinische Qualitätssicherung allein kann das Problem nicht lösen, entscheidend ist, dass die Menschen selbst Sepsis erkennen.
„Sepsis ist einer der häufigsten medizinischen Notfälle in Deutschland und gleichzeitig einer der unbekanntesten. Solange die meisten Menschen nicht wissen, woran sie eine Sepsis erkennen, werden wir weiter vermeidbare Todesfälle sehen“, sagt Prof. Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Artemed Krankenhaus Düren und Mitglied im Vorstand des APS. Prof. Dr. Albrecht Stier, stellvertretender Vorsitzender des APS und verantwortlich für #DeutschlandErkenntSepsis, ergänzt: „Mit unserer Kampagne setzen wir uns als Aktionsbündnis Patientensicherheit seit Jahren dafür ein, die Bevölkerung für die Symptome zu sensibilisieren, damit die Frage ‚Könnte es Sepsis sein?‘ bei einer schweren Infektion selbstverständlich wird.“
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Rund um den Welt-Sepsis-Tag finden deutschlandweit Veranstaltungen und Informationsaktionen statt. Auf einer interaktiven Aktionskarte unter deutschland-erkennt-sepsis.de/welt-sepsis-tag können Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Initiativen ihre Aktionen eintragen und sichtbar machen.
