AOK zum Gesetzesentwurf für stabile Kassenbeiträge: Wirksam, aber sozial unausgewogen

Den gestern bekannt gewordenen Entwurf für ein Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) bewertet die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, in einer ersten Reaktion als wirksam, aber sozial unausgewogen: „Mit dem jetzt vorgelegten Referentenentwurf und der auf Montag festgesetzten Verbändeanhörung hält Gesundheitsministerin Nina Warken das Tempo hoch und forciert das gesundheitspolitische Vorhaben einer nachhaltigen GKV-Finanzstabilisierung weiter.

Entwurf des GKV-Spargesetz übertrifft schlimmste Befürchtungen der Pharmaindustrie

Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wird faktisch ausgehebelt. Der gestern Nachmittag veröffentlichte Referentenentwurf zum GKV-Spargesetz konterkariert die wirtschaftspolitische Zielsetzung der Bundesregierung und steht im diametralen Gegensatz zu den Ankündigungen zur Pharmastrategie.

Freie Ärzteschaft: Warken spart am falschen Ende – Patienten sind die Leidtragenden

„Der Ärztemangel und zunehmende Wartezeiten auf Arzttermine sind ein bundesweites Problem – doch ungeachtet dessen plant Gesundheitsministerin Warken harte Einschnitte in der ambulanten Medizin“, kritisiert Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V. (FÄ). „Wenn dies von politischer Seite so umgesetzt wird, nehmen Wartezeiten und bereits mittelfristig auch der Ärzte- und Praxis-Mangel unweigerlich zu. Auch werden […]

Festbetrags-Beschluss zu Depot-Antipsychotika legt strukturelle Schwächen des Arzneimittelmarktes offen

Der heutige Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Festbetragsgruppenbildung für bestimmte Depot-Antipsychotika lenkt aus Sicht des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) den Blick auf ein grundlegendes Problem der Arzneimittelversorgung in Deutschland: Der Markt steht unter immer stärkerer Regulierung, verliert an Wettbewerbsfähigkeit und riskiert Versorgungssicherheit – mit dramatischen Folgen für den Krankheitsverlauf wie etwa im […]

Kein Zusatznutzen für Donanemab: Was der Beschluss bedeutet

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dem Alzheimer-Medikament Donanemab (Handelsname: Kisunla) keinen Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie attestiert. Grundlage ist die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der Beschluss bildet die Basis für die Preisverhandlungen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und dem Hersteller. Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ordnet die Entscheidung ein.

Anstieg psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen ist alarmierend. Hilfe ist möglich

Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts waren psychische Erkrankungen im Jahr 2024 für 18,9 Prozent, also fast jede fünfte der stationären Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen verantwortlich – ein Anstieg um 3,4 Prozent gegenüber 2023. Besonders häufig betroffen waren Depressionen, Angststörungen und Essstörungen, was auf eine wachsende psychische Belastung hinweist. PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh, […]

Apothekensterben setzt sich auch 2026 fort: Erstes Quartal bestätigt Trend seit über 25 Jahren

Die Zahl der öffentlichen Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln (Kammerbezirk Nordrhein) ist auch im ersten Quartal 2026 weiter gesunken. Zum Stichtag 1. April versorgen noch 1.893 Apotheken die Menschen zwischen Niederrhein und Bergischem Land. „Zu Jahresbeginn waren es noch drei Apotheken mehr – sieben Schließungen stehen lediglich vier Neueröffnungen gegenüber“, schildert Dr. Armin […]

Das Nationale Herz-Netz: Zentrales Instrument für die Umsetzung des EU Safe Hearts Plans in Deutschland

Trotz medizinischer Fortschritte sterben in Europa jedes Jahr um die 1,7 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – viele Fälle davon sind vermeidbar. Insgesamt leben etwa 62 Millionen Menschen in der EU mit einer entsprechenden Diagnose.[1] Mit dem EU Safe Hearts Plan hat die Europäische Kommission Ende 2025 ein klares Ziel formuliert: Die vorzeitige Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen […]

Sparvorschläge gefährden massiv die Patientenversorgung

Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken berufene Finanzkommission Gesundheit hat ihren ersten Bericht vorgelegt und empfiehlt umfangreiche Sparmaßnahmen – auch im zahnärztlichen Bereich – zur Stabilisierung der GKV-Finanzen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) kritisieren einzelne Vorschläge der Kommission scharf.

Preis: Kein Sparwahn zulasten der Versorgungsqualität

Zur heutigen Veröffentlichung der „Empfehlungen zur Stabilisierung des GKV-Beitragssatzes“ der Finanzkommission Gesundheit äußert sich Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie folgt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten Prozesse anstoßen will, mit denen die Finanzierung der Krankenkassen gesichert werden soll. Die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit für […]