Bewegung und Sport mit Multipler Sklerose

Das „Trainingshandbuch Bewegung und Sport mit Multipler Sklerose“ bietet eine große Auswahl an Übungen zum Training von Kraft, Ausdauer und Koordination, die auf die Symptome der MS zugeschnitten sind. „Ich treibe Sport und empfehle es jedem MS-Betroffenen. Durch Bewegung lernen Sie Ihren Körper besser kennen, bleiben mobiler und selbstständiger und halten sich fit für ein aktives Leben mit MS“, so die MS-Patientin und ehemalige Eishockeyspielerin, Maren Valenti aus Mannheim.

Das neue Trainingshandbuch kann beim MS Service-Center unter der kostenfreien Servicenummer 08000 – 30 77 30 angefordert werden. Weitere Informationen zum Thema finden Patienten auf der Website www.ms-life.de .

Schübe vermeiden mit Antikörpertherapie

Die MS ist eine so genannte Autoimmunerkrankung die meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auftritt. 130.000 Menschen in Deutschland sind an MS erkrankt, zwei Drittel davon sind Frauen. Die MS tritt typischerweise in Schüben auf, denn laufend entwickeln sich Entzündungsherde im Gehirn, die unvorhergesehen Schübe auslösen können. Zu Beginn der MS bilden sich die Symptome des Schubs meist zurück, doch jeder Schub birgt die Gefahr, dass eine Behinderung zurückbleibt.

Eine neue Behandlungsmöglichkeit für viele Patienten eröffnet das MS-Medikament Natalizumab. Der Antikörper mit seinem einzigartigen Wirkmechanismus blockiert die bei MS fehlgesteuerten Immunzellen und verhindert, dass sie die Blut-Hirn-Schranke überwinden und in das zentrale Nervensystem gelangen. Entzündungen werden verringert oder sogar gestoppt. „Natalizumab kann die Anzahl der Schübe deutlich reduzieren und das Fortschreiten der Behinderung verlangsamen“, erklärt der MS-Experte Dr. Jürgen Kohler aus Emmendingen. Weiterer Vorteil: Natalizumab wird nur alle vier Wochen beim Arzt als Infusion gegeben.

„Der seit zwei Jahren in Deutschland erhältliche Antikörper Natalizumab ist ein großer Fortschritt und aus der MS-Therapie nicht mehr wegzudenken“, so Kohler. Dies gilt auch, obwohl in jüngster Zeit zwei Fälle der Nebenwirkung PML (progressive multifokale Leukoenzephalopathie) aufgetreten sind. Es handelt sich um eine seltene schwere Gehirnerkrankung durch die Aktivierung des „JC Virus“. „PML ist nichts Neues. Wir Ärzte kennen diese Nebenwirkung, nicht nur in der MS-Therapie sondern z.B. auch in der Krebsbehandlung. Daher werden alle Natalizumab-Patienten besonders genau vom Arzt überwacht“, betont Kohler. Bislang wurden 43.300 MS-Patienten erfolgreich mit Natalizumab behandelt.

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