Wenn jemand auf einem gefrorenen Gewässer ins Eis einbricht, braucht er fast immer Hilfe durch andere, um sich befreien zu können. Sich allein zu retten, gelingt selten. Zu schwer zieht die nasse Kleidung nach unten, zu leicht bricht das Eis am Lochrand weg. „Nach einem kurzen Selbstrettungsversuch ist es ratsam, sich wenig zu bewegen“, erklärt Dr. Christian Pawlak, Vorsitzender des Arbeitskreises Notarzt- und Rettungswesen der Universität München, in der „Apotheken Umschau“.

„Bewegung im eisigen Wasser kann zum plötzlichen Herztod führen.“ Der Verunglückte sollte um Hilfe rufen und die Arme auf den Eisrand legen. Bevor Helfer selbst eingreifen, sollen sie unter 112 oder der örtlichen Notrufnummer den Rettungsdienst benachrichtigen. Dem Verunglücken nähert sich ein Retter am besten, indem er sich auf dem Bauch liegend vorsichtig zu ihm vorschiebt. Sicherer ist es, sich zusätzlich anzuleinen oder lange Gegenstände, die schwimmen, zu benutzen.

Bei allen Rettungsversuchen gilt: „Eigensicherung hat Vorrang“, betont Pawlik aber auch. Im Zweifel sollte man sich darauf beschränken, Rettung herbeizurufen und den Verunglückten zu beruhigen.

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