Wer hätte das gedacht: Heuschnupfen-Patienten fühlen sich während der Pollenflugzeit an ihrem Arbeitsplatz am wohlsten. Das geht aus einer aktuellen Online-Umfrage des Hamburger Marktforschungs-Unternehmens United Research unter 1.419 Personen hervor. Dabei gaben nur 12 Prozent der Betroffenen an, die Allergie beeinträchtige sie stark während der Arbeit. Demgegenüber stehen 22 Prozent, die die Auswirkungen verstärkt bei ihren Freizeit-Aktivitäten spürten. Insgesamt hatten 29 Prozent der Befragten – und damit fast jeder dritte Teilnehmer der Studie – angegeben, unter Heuschnupfen zu leiden.

Zwei Drittel der Betroffenen verwenden Medikamente

Der Frühling ist da – und mit ihm die Pollen. Das führt bei 78 Prozent der Heuschnupfen-Geplagten vor allem zu häufigem Niesen, gefolgt von geröteten Augen (60 Prozent) und Fließschnupfen (53 Prozent). Knapp zwei Drittel der Patienten verwenden deshalb Medikamente, die sich 36,5 Prozent sogar ausschließlich von ihrem Arzt verschreiben lassen. 35 Prozent hingegen behandeln die Allergie selbst, darunter besonders häufig Männer und Frauen zwischen 26 und 45 Jahren (42 Prozent). Aber egal ob mit oder ohne Rezept: Gekauft werden die Mittel von der überwältigenden Mehrheit (91 Prozent) in der Apotheke. Und diese Arzneien, so berichten 61 Prozent der Betroffenen, trügen sehr bzw. eher stark zur Linderung der Beschwerden bei.

Reisen ans Meer um Symptome zu vermeiden

Dass der Pollenflug einen großen Einfluss auf das Alltagsverhalten der Heuschnupfen-Allergiker hat, beweisen auch folgende Zahlen. So gaben 42 Prozent der Betroffenen an, ihre Wohnräume nur während der pollenflugarmen Zeiten zu lüften. 40 Prozent halten Türen und Fenster sowohl zu Hause als auch im Auto grundsätzlich geschlossen, um ihre Beschwerden zu lindern. Und auch beim Thema „Reise“ spielt die Allergie eine Rolle: Gut ein Drittel fährt gezielt ans Meer, um Symptome zu vermeiden. Immerhin 22 Prozent gaben an, dass sie während des Pollenflugs verstärkt zu Hause bleiben.

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