Schlaganfall – Das ist zu tun, um Leben und Lebensqualität zu retten

Die zweithäufigste Todesursache weltweit sind Schlaganfälle. Aber auch wenn man einen Schlaganfall überlebt, wird die Lebensqualität häufig sehr eingeschränkt, denn er kann zu schweren Behinderungen, wie Lähmungen und Sprachstörungen führen. Übrigens, Schlaganfall ist keine Frage des Alters, grundsätzlich kann jeder einen Schlaganfall erleiden. Diabetiker mit Bluthochdruck haben aber ein besonders hohes Risiko, da durch erhöhte Zuckerwerte Blutgefäße, die fürs Gehirn wichtig sind, auf Dauer geschädigt werden. Wir haben Allgemeinmediziner und Chefredakteur Dr. Andreas Baum vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber gefragt, wie man einen Schlaganfall überhaupt erkennt:

Bei einem Schlaganfall, da wird ein Teil des Gehirns nicht mehr durchblutet, und das kann zu verschiedenen Symptomen führen, die eben tückischer Weise schlagartig auftreten. Häufig sind zum Beispiel eine plötzliche Schwäche oder Lähmung in einem Arm oder Bein. Man kann zum Beispiel die Kaffeetasse nicht halten, oder man kann nicht mehr richtig gehen. Und auch wenn man urplötzlich Probleme hat zu sprechen oder ungewöhnliche Sehstörungen bekommt, etwa Doppelbilder, kann das auf einen Schlaganfall hindeuten.

Dann muss man blitzschnell und richtig handeln, denn bei einem Schlaganfall geht es um Leben und Tod:

Beim kleinsten Verdacht sofort den Notruf die 112 anrufen. Bitte keine Hemmungen haben, und zwar auch dann, wenn die Beschwerden nur kurz gedauert haben und wieder verschwinden. Man sollte auch nicht erst einen Termin beim Hausarzt machen. Es geht wirklich um jede Minute, weil die Gehirnzellen bei einem Schlaganfall sehr schnell absterben. Der Notarzt kann dann unmittelbar mit einer Behandlung anfangen, die die Durchblutung im Gehirn verbessert und einen Schlaganfall noch abwenden kann.

Jeder von uns kann allerdings vorbeugen, damit es gar nicht erst zu einem Schlaganfall kommt:

Alles was den Blutdruck, den Zucker, das Cholesterin verbessert schützt auch vor einem Schlaganfall, d.h. in erster Linie Medikamente, die der Arzt dagegen verschrieben hat, unbedingt regelmäßig einnehmen, und seine Werte auch immer mal wieder kontrollieren lassen. Ganz wertvoll sind regelmäßige Bewegungen, eine Faustregel: 10.000 Schritte am Tag, und eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und vielen Vitaminen, in Form von Obst und Gemüse.

Wenn man dann auch nicht raucht und mit dem Alkohol achtsam umgeht, sinkt das Schlaganfall-Risiko dramatisch, berichtet der Diabetes Ratgeber.

Leave a Reply