Erste Pflegekräfte aus China arbeiten in deutschem Seniorenheim

Der Arbeitgeberverband Pflege hat vor zwei Jahren gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ein Pilotprojekt mit der chinesischen Arbeitsverwaltung ins Leben gerufen. Mit dem Ziel: Bis Ende des Jahres 2014 insgesamt 150 chinesische Pflegefachkräfte, die über einen erstklassigen Bachelor-Abschluss und ein einjähriges Pflegepraktikum in China verfügen, nach einem achtmonatigen interkulturellen Training und einer Sprachausbildung, in stationären Pflegeinrichtungen in Deutschland einzusetzen. Dies anfänglich als Pflegehilfskraft, und nach erfolgter Anerkennung, dann als Fachkraft. „In Deutschland fehlen ambulanten Diensten und Pflegeeinrichtungen bereits heute 30.000 ausgebildete Pflegefachkräfte. Trotz großer Bemühungen in der Aus- und Weiterbildungen, sowie der verkürzten Qualifikation von Pflegehilfs- zu Fachkräften, werden wir den immens steigenden Bedarf nicht decken können. Wir brauchen dringend Zuwanderung von Fachkräften aus der EU- und auch aus sogenannten Drittstaaten, denn die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen wird sich in den kommenden zwanzig Jahren mehr als verdoppeln. Bis 2030 benötigen wir, laut einer Studie des RWI, weitere 175.000 Pflegefachkräfte“, sagt Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverband Pflege.

Die ersten fünf chinesischen Pflegekräfte haben vor wenigen Tagen im CURANUM Seniorenpflegezentrum “ Am Wasserpark“ in Frankfurt am Main ihre Arbeit aufgenommen.

„Ich bin von den fünf jungen Frauen mehr als begeistert. Als ich vor einigen Monaten die Personalgespräche in China führte, beeindruckten mich bereits deren hochqualifizierte Studienabschlüsse, die positiven Einstellungen zum Beruf und deren fester Wille, im Ausland arbeiten zu wollen. Inzwischen sprechen sie bereits recht gut unsere Sprache und verbreiten chinesische Lebensfreude im Seniorenheim. Daher wurden sie in Frankfurt von den Bewohnern und Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung herzlich willkommen geheißen und aufgenommen. Wir werden sie angemessen und marktüblich, analog zu ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen, vergüten“, so Elke Bachmann-Görl, Personalleiterin der CURANUM AG.

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