Lassen Sie sich nicht stressen: So bleibt die Freizeit erholsam

Morgens früh aufstehen, die Kinder fertig machen und zur Schule schicken. Dann schnell zur Arbeit, dort ständig unter Strom und nachmittags zurück nach Hause, um die Kinder zum Sportverein zu bringen und die Hausarbeit zu erledigen. Nebenbei noch das Ehrenamt im Verein und die Großeltern wollte man doch auch mal wieder besuchen. So oder so ähnlich sieht bei vielen Menschen das ganz normale Leben aus. Kein Wunder, dass immer mehr Leute sich gestresst fühlen. Wie man diesem täglichen Wahnsinn entgehen kann, dazu Tipps von Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

„Freizeit ist ungemein kostbar und wertvoll für die Erholung. Deshalb: Schaffen Sie sich Freiräume! Experten raten, auch private Termine – also Freizeittermine – in den beruflichen Kalender einzutragen. Das kann ein Mädelsabend sein, ein Fußballspiel mit Freunden in der Kneipe ansehen oder, noch besser, selbst Sport treiben.“

Von vielen Arbeitnehmern wird erwartet, dass sie auch nach Feierabend erreichbar sind. Doch wenn man davon krank wird, hat keiner etwas davon:

„Untersuchungen zeigen sehr eindrucksvoll: Die Fehltage in Deutschland wegen Burn-out steigen dramatisch an. Daher ist es auch im Interesse der Firmen, dass Mitarbeiter vor zu viel Stress geschützt werden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, dass keine geschäftlichen E-Mails an private Adressen weitergeleitet werden und dass am Wochenende der Laptop gar nicht erst hochgefahren wird.“

Nicht jeder Chef kommt von alleine darauf, dass zu viel Stress die Gesundheit gefährden kann. Wenn die Belastung in der Firma zu groß wird, sollten sich die Arbeitnehmer deshalb zu Wort melden:

„Wissenschaftler empfehlen, die stressige Belastung in Firmen generell zum Thema zu machen. Ziel muss es sein, gemeinsam mit dem Arbeitgeber nach Lösungen zu suchen, die Maßnahmen müssen dann aber auch von beiden Seiten gewollt sein. Sie müssen ernst genommen werden und auch eingehalten werden.“

26 Milliarden Euro Kosten entstehen in Deutschland jährlich wegen Produktionsausfällen durch Burn-out, Depressionen und andere psychische Krankheiten, schreibt die „Apotheken Umschau“. Deshalb: Etwas weniger Stress, einmal durchatmen und Kraft schöpfen – das rentiert sich für alle Seiten.

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