Impfung per Pflaster – moderne Forschung macht es möglich

Forscher des amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeiten an einem Pflaster mit speziellen Impfstoffen aus DNA-Fragmenten. Auf diesen Pflastern befinden sich Mikronadeln, die die äußerste Hautschicht durchstoßen. So gelangt der Wirkstoff schmerzfrei und noch wirkungsvoller direkt in die Zellen. Die Folge: Der Schutz setzt schneller ein. Bisher wurde das Pflaster mit guten Resultaten an Tieren getestet – Nebenwirkungen scheint es keine zu geben. Mit einem gut verträglichen Pflaster könnten schon Säuglinge gegen Masern immunisiert werden, derzeit müssen Kinder mindestens 12 Monate alt sein, ehe sie geimpft werden können.

In der Schweiz arbeiten Wissenschaftler an der Herstellung eines selbst auflösenden Multifunktionspflasters. Der Biotechnologe Nicolas Lavielle gehört zum Team der EMPA, einer interdisziplinären Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung in der Schweiz. Er hält das Pflaster besonders bei Knochenbrüchen für sinnvoll, da es sich unter den Gips direkt auf die Haut kleben lässt: „Dort würde es dann über Wochen hinweg seine Wirkung entfalten und Schmerzmittel und Entzündungshemmer immer gezielt an die verletzte Stelle geben.“ Solange, bis Knochen und Wunde verheilt sind und der Gips abgenommen werden kann.

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