Tag der Ersten Hilfe: Jede Minute zählt

Ob Brand, Unfall oder Herzinfarkt – bei einem Zwischenfall oder Unglück zählt jede Minute. Kommt es zu einem Notfall, ist Erste Hilfe Pflicht. Daran erinnert der Internationale Tag der Ersten Hilfe am 13. September. Niemand muss beim Hilfeleisten Angst vor Fehlern haben: Nichts zu tun ist für den Verletzten gefährlicher als eine Hilfe, die nicht vollkommen professionell ausgeführt wird. Handelt der Helfer nach bestem Wissen, muss er nicht mit haftungsrechtlichen Folgen rechnen. Im Gegenteil: Unterlässt er Hilfe, kann er belangt werden.

Gefährdung alle zwei Jahre überprüfen

Auch am Arbeitsplatz gilt für jeden Beteiligten die Pflicht zum Helfen. Gleichzeitig müssen bereits in kleinen Unternehmen ab zwei Mitarbeitern Ersthelfer benannt und ausgebildet werden. In einer zweitägigen Schulung lernen sie alles Wichtige von der Versorgung von Wunden bis hin zur Wiederbelebung. Dieses Wissen müssen sie alle zwei Jahre auffrischen. Generell sind Arbeitgeber verpflichtet, für die Sicherheit der Mitarbeiter zu sorgen. Mithilfe einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln sie das Gefährdungspotenzial. „Unternehmen verändern sich ständig. Ist die Gefährdungsbeurteilung älter als zwei Jahre, sollte sie aktualisiert und die Maßnahmen zur Notfallorganisation sollten überprüft werden“, empfiehlt Werner Lüth, Fachgebietsleiter Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland. Seit 2013 sind neben Ersthelfern auch Brandschutzhelfer vorgeschrieben. TÜV Rheinland unterstützt Unternehmen bei der Erstellung und Aktualisierung von Gefährdungsbeurteilungen.

Rettungskette regelt Hilfe

Der Unternehmer hat geeignete Notfallmaßnahmen festzulegen. Im Ernstfall beschreibt diese sogenannte Rettungskette, wie die Hilfsmaßnahmen im Unternehmen organisiert sind. Mitarbeiter müssen über Ablauf und Kontaktdaten von internen und externen Helfern informiert sein. Zum Beispiel durch Aushänge am Schwarzen Brett und in Aufenthaltsräumen. Vordrucke, auf denen individuelle Namen und Rufnummern der Ersthelfer und des Betriebsarztes ergänzt werden können, halten zum Beispiel die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bereit.

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