Kopfschmerzen der Eltern können auch ihre Kinder beeinträchtigen

kopfschmerzen

Migräne-Attacken können für Betroffene einen hohen Leidensdruck bedeuten – insbesondere dann, wenn Migräne und Kopfschmerzen nicht nur gelegentlich, sondern wie bei der Chronischen Migräne an mehr als der Hälfte des Monats auftreten. Wie eine kürzlich vorgestellte Migräne-Studie zeigt, können die Beschwerden aber nicht nur für Betroffene selbst, sondern auch für deren Kinder zu einer Belastung werden. Das Ergebnis der Untersuchung: Kinder von Eltern mit Chronischer Migräne „leiden mit“ und sind in verschiedensten Lebensbereichen deutlich beeinträchtigt.

In der Migräne-Studie CaMEO(1) untersuchten Wissenschaftler, wie sich Migräne eines Elternteils auf dessen Kind auswirkt. Dabei unterschied die Studie, ob die Migräne bei dem betroffenen Elternteil gelegentlich auftrat (Episodische Migräne, EM) oder eine Chronische Migräne (CM) bestand, also mindestens 15 Kopfschmerztage im Monat, davon 8 oder mehr Tage mit Migräne. Migräne macht aus, dass der Schmerz bestimmte Eigenschaften hat und begleitende Beschwerden auftreten: Migräne-Kopfschmerz ist meist einseitig, pulsierend-pochend und verschlimmert sich durch Bewegung/Gehen. Zudem treten begleitend oft Licht- oder Lärmempfindlichkeit bzw. Übelkeit auf.

Auswirkungen im privaten und schulischen Umfeld

Von den Befragten, bei denen ein Elternteil an der episodischen Migräne-Form litt, gab jeder sechste an, in der Schule Konzentrationsschwierigkeiten zu haben. Hatte der Elternteil hingegen Chronische Migräne, so verdoppelte sich die Anzahl auf einen von drei Befragten. Ähnlich ergaben sich durch eine Chronische Migräne des Elternteils auch in weiteren Bereichen stärkere Einschränkungen, z. B. hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, selbst innerhalb der letzten drei Monate Kopfschmerzen gehabt zu haben. Auch traten häufiger mittelschwere bis schwere Ängste auf und es wurde stärker vermisst, dass Freunde zu Besuch nach Hause kommen oder der von Migräne betroffene Elternteil Unterstützung gibt. Insgesamt zeigte sich, dass eine Chronische Migräne der Eltern sich auch negativ auf deren Kinder auswirkt.

Hilfe und Informationen für Betroffene und Angehörige

Allein in Deutschland leben schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen mit Chronischer Migräne. Bei dieser eigenständigen Krankheitsform treten an 15 oder mehr Tagen im Monat Kopfschmerzen auf, davon mindestens 8 Tage mit Migräne. Informationen und Hilfe für Betroffene und Angehörige bietet die Initiative „Kopf frei fürs Leben“ der Pharm-Allergan GmbH. Auf der Website der Initiative www.chronischemigraene.de erhalten Betroffene neben ausführlichen Informationen zum Krankheitsbild verschiedene Hilfsangebote, darunter auch ein Kopfschmerztagebuch, das auch Grundlage für die Diagnose durch den Arzt ist.

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