Experten kritisieren bürokratische Hürden beim Zugang zu medizinischem Cannabis

Um Patienten mit chronischen Schmerzen den Zugang zu Cannabis zu erleichtern, fordern verschiedene Experten, das bisherige Verfahren kritisch zu prüfen. „Der Arbeitsaufwand für den behandelnden Arzt bei einem Kostenübernahmeantrag ist nicht vertretbar angesichts der Tatsache, dass man erst nach einem etwa dreimonatigen Testlauf sagen kann, ob der Schmerzpatient überhaupt von einem Cannabis-Medikament profitiert“, sagt Professor Matthias Karst am Rande des Deutschen Anästhesiecongresses in Leipzig. Er ist Facharzt für Spezielle Schmerztherapie und Leiter der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Hannover. Karst plädiert dafür, Anträge auf Kostenübernahme, wenn überhaupt, erst dann anzufordern, wenn feststeht, dass eine Behandlung auch fortgeführt wird.

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