Schiefe Zähne – Behandlung ist in jedem Alter möglich

Ein nettes Lächeln mit schönen und gepflegten Zähnen imponiert beim ersten Eindruck eines Menschen. Eine ganz andere Wirkung erzielen da schiefe Zähne. Doch gegen eine ungleichmäßige Zahnstellung kann in jedem Lebensalter etwas getan werden, wie die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) erklärt.

„Der regelmäßige Besuch bei seinem Hauszahnarzt – am besten bereits im Kindesalter – kann frühzeitig eine Schiefstellung aufzeigen. Der Zahnarzt überweist bei einem Anfangsbefund an den Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, und der entscheidet dann, ob eine kieferorthopädische Behandlung vonnöten ist“, sagt Dr. Eberhard Steglich, Vizepräsident der LZÄKB und selbst Kieferorthopäde. „Unabhängig vom Alter können die meisten Zahn- und Kieferfehlstellungen korrigiert werden.“

Ein Vorteil einer frühzeitigen Behandlung und Therapie von schief stehenden Zähnen ist, dass die Krankenkassen sie für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren finanzieren. Anders bei Erwachsenen: Nur in Ausnahmefällen, in Abhängigkeit vom Krankheitsbild, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Mit einer kieferorthopädischen Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden. Denn über eines sollte man sich klar werden: Schiefe Zähne sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie können großen Einfluss auf die Mundgesundheit haben. Zunächst wird eine Bestandsaufnahme des Mundraumes vorgenommen, bevor über die individuellen Behandlungsmöglichkeiten entschieden wird. „Es sind festsitzende Apparaturen, so genannte Brackets, möglich. Diese haben den Vorteil, dass sehr komplizierte Zahnbewegungen erfolgen können. Allerdings wird damit die Zahnpflege erschwert“, erklärt Dr. Steglich.

Anders ist das mit herausnehmbaren Apparaturen – mit Spangen. Diese lassen sich leichter reinigen. „Generell ist wichtig, dass während der Behandlung auf eine gute Mundhygiene geachtet wird – nicht, dass nach erfolgreicher Therapie die Zähne kariesgeschädigt sind.“

Hintergrund „Kieferorthopädie“:

Die Zähne sind in Kieferknochen eingebettet, die wie alle Knochen vom Organismus ständig umgebaut werden. Durch eine häufige Belastung in einer Richtung beginnt der Zahn zu wandern, weil er dem Druck ausweicht, und es entstehen Fehlstellungen. Die Wanderfähigkeit der Zähne nutzt der Kieferorthopäde, der mit Hilfe von Apparaten einzelne Zähne, Zahnreihen und die Kiefer gezielt platziert und festigt.

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