Australier werden den Kampf gegen den Krebs in der Welt anführen

Professor David Hill, Direktor des Cancer Council Victoria (Krebsgremium Victoria) wird am 27. August 2008 auf dem Weltkrebskongress in Genf seine Arbeit als Präsident der UICC (Union internationale contre le cancer / Internationale Vereinigung gegen Krebs) aufnehmen. Die UICC ist mit über 300 Mitgliedsgruppen, darunter ‚Cancer Research United Kingdom‘ und die ‚American Cancer Society‘, eine mächtige Interessengruppe. Unter Professor Hill wird sie die weltweite Agenda zur Verbesserung von Krebsvorsorge und -überlebensraten durch ihre Mitgliederbasis vorantreiben. Wie Professor Hill heute erklärte, können die Regierungen der Welt, wenn sie sich heute auf Kampagnen zur Krebsvorsorge konzentrieren, potenziell das Leben von Millionen von Menschen retten.

„Das wird sich beträchtlich auf das Gesundheitswesen auswirken und dessen Belastung lindern, da mehr Krebsfälle verhindert werden können“, sagte er. „Wir verfügen heute über die nötigen Kenntnisse, um die Last des Krebses weltweit zu reduzieren. In Australien haben sich die Überlebensraten bei Krebs in den letzten 20 Jahren merklich erhöht: 58 % der Männer und 64 % der Frauen waren 5 Jahre nach ihrer Krebsdiagnose noch am Leben“, erläuterte Professor Hill.

„Zum Vergleich: Zwischen 1982 und 1986 waren es nur 41 % der Männer bzw. 53 % der Frauen, die fünf Jahre nach ihrer Krebsdiagnose noch am Leben waren.“ Professor Hill unterstreicht, dass der Kampf gegen den Krebs ein langer Weg ist: Jährlich sterben weltweit über 7 Millionen Menschen an der Krankheit, fast 11 Millionen neue Fälle werden jedes Jahr diagnostiziert.

Jedoch, fügte Professor Hill hinzu, haben wir trotzdem die grossartige Chance, das umzusetzen, was wir bereits über den Krebs wissen, und können so die weltweiten Überlebensraten erhöhen. „70 % der Todesfälle durch Krebs weltweit waren in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen zu verzeichnen. Dies widerlegt die häufige Annahme, der zufolge Krebs ausserhalb der reichen Nationen kein grosses Problem sei.“

„Die Entscheidung jedes Einzelnen, nicht zu rauchen, die Sonne intelligent zu geniessen, weniger Alkohol zu trinken, sich ausgewogen zu ernähren, regelmässig Sport zu treiben und an Impfprogrammen teilzunehmen, kann die Krebslast deutlich verringern.“

Laut Professor Hill bestehe der Trick beim Vorpreschen gegen die Krankheit darin, unsere gemeinsame Verantwortung zu teilen, um das krebsrelevante Verhalten derer zu ändern, deren Gewohnheiten in der Lebensweise wir beeinflussen können.

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